Ladezeiten um bis zu 95 Prozent reduziert – Windows 11 erhält Performance-Boost.
Microsoft und AMD haben am Montag ein umfassendes Update-Paket für PC-Spieler veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen die Ausweitung der Advanced Shader Delivery (ASD)-Technologie auf AMD-Grafikkarten sowie ein neues Windows-11-Update mit einem speziellen Low-Latency-Profil. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Ladezeiten drastisch zu verkürzen und die Systemreaktionsfähigkeit spürbar zu verbessern.
Wer das volle Potenzial der neuen Performance-Updates ausschöpfen möchte, sollte sicherstellen, dass das Betriebssystem optimal aufgesetzt ist. Dieser kostenlose Experten-Report zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die wichtigsten Neuerungen von Windows 11 sofort richtig nutzen. Windows 11 Starterpaket jetzt kostenlos anfordern
Schluss mit langen Ladezeiten
Die ASD-Technologie von Microsoft liefert vorab kompilierte Shader direkt mit dem Spiele-Download aus. Bisher war diese Funktion nur bestimmten Mobilgeräten vorbehalten. Jetzt unterstützt sie alle AMD-Radeon-GPUs der RDNA-Architektur – beginnend mit der RX-5000-Serie. Voraussetzung: Windows 11 Version 24H2 und die Xbox-PC-App.
Die Ergebnisse sind beeindruckend. In Tests mit Forza Horizon 6 sank die Ladezeit von 90 auf vier Sekunden – eine Reduzierung um 95 Prozent. Möglich macht das ein System mit Ryzen 7 5800 und Radeon RX 7600. Auch Spiele wie Starfield, Hogwarts Legacy und die Call-of-Duty-Reihe profitieren bereits von der Technologie.
Wer die Funktion nutzen möchte, benötigt den AMD-Adrenalin-Treiber Version 26.6.1 sowie Xbox Gaming Services Version 37.113.11003.0. Microsoft kündigte an, dass Unterstützung für Nvidia- und Intel-GPUs noch in diesem Jahr folgen soll. Aktuell bleibt die Funktion allerdings auf die Xbox-PC-App beschränkt – andere Plattformen oder Cloud-Gaming-Dienste sind noch nicht angebunden.
Windows 11 Update KB5094126: Kleiner Boost mit großer Wirkung
Parallel zu den GPU-Optimierungen veröffentlichte Microsoft das Update KB5094126. Es führt ein Low-Latency-Profil ein, das beim Starten von Anwendungen für ein bis drei Sekunden einen kurzen CPU-Boost aktiviert. Derzeit gilt dies nur für Windows-Shell-Aktionen – etwa das Öffnen des Startmenüs, des Explorers oder die Systemsuche.
Falls Ihr PC nach den neuesten Updates plötzlich hakt oder Fehlermeldungen zeigt, hilft oft ein Blick in die Profi-Trickkiste. In diesem Gratis-Leitfaden erfahren Sie, wie Sie typische Windows-11-Probleme und Update-Fehler ohne teuren IT-Service in wenigen Minuten selbst beheben. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report für Windows 11 herunterladen
Darüber hinaus bringt das Update mehrere praktische Neuerungen:
- Task-Manager: Nutzer können jetzt die Aktivität von Neural Processing Units (NPUs) überwachen.
- Audio und Video: Gleichzeitige Nutzung von Webcam und Shared Audio ist möglich – zwei Bluetooth-Kopfhörer lassen sich parallel verbinden.
- Windows-Suche: Ergebnisse erscheinen bereits nach Eingabe von nur zwei Zeichen.
Laut Branchenberichten können versierte Nutzer zudem über eine spezielle Registry-Änderung versteckte Energieverwaltungsoptionen freischalten. Diese ermöglichen eine feinere Kontrolle über CPU-Boost-Verhalten und Kühlungsstrategien – ein Segen für Performance-Enthusiasten, die das letzte Quäntchen Leistung herauskitzeln wollen.
Hardware-Updates: BIOS und neue Geräte
Auch die Hardware-Hersteller ziehen nach. Asus und MSI haben BIOS-Updates für X670E-Mainboards veröffentlicht, die AMDs EXPO Ultra Low Latency (ULL) unterstützen. Diese Funktion optimiert automatisch die Speicher-Sub-Timings. Interne AMD-Tests zeigen eine durchschnittliche Leistungssteigerung von vier Prozent – in Einzelfällen sogar bis zu 27 Prozent.
Im Bereich der Handhelds gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Valve hat eine SteamOS-Beta speziell für Intel-basierte Geräte veröffentlicht, darunter das MSI Claw 8 AI+. Erste Benchmarks zeigen zwar einen leichten Leistungsnachteil gegenüber Windows 11, doch die Ausweitung des Betriebssystems über AMD-Hardware hinaus ist ein bedeutender Schritt.
Lenovo hat zudem den globalen Launch des Yoga Pro 7 15ASH11 angekündigt. Das Gerät kommt mit einem Ryzen AI Max+ 388 Prozessor und satten 128 GB RAM – 96 GB davon lassen sich als VRAM nutzen. Parallel dazu ist das OneXPlayer X2 Mini Pro auf Indiegogo gestartet. Der Preis: umgerechnet rund 2.200 Euro. Das Gerät bietet ein 8,8-Zoll-OLED-Display und optionale Flüssigkühlung. Beide Modelle setzen auf die Radeon 8060S GPU – ein klares Zeichen für den Trend zu hochkapazitiven Speicherkonfigurationen in mobilen Performance-Maschinen.

