Intel und der chinesische Partner 科通技术 haben auf der Intel Connection 2026 in Suzhou das Entwicklungskit FoxJack X1 für具身智能 (Embodied AI) vorgestellt.
Laut einem Bericht von chinaaet.com vom 23. September 2026 basiert das Kit auf dem Intel Core Ultra 300 (Codename Panther Lake), misst 125 mal 125 mal 57,5 Millimeter und liefert bei einer Gesamtleistung von 65 Watt bis zu 180 TOPS bei dichter INT8-Berechnung. Das System soll die bisher übliche Kombination aus x86-Host-Rechner und separatem KI-Modul in Robotik-Anwendungen ersetzen.
Schnittstellen für Robotik-Einsatz
Das FoxJack X1 bringt zwölf GMSL2-Kameraanschlüsse sowie EtherCAT- und CAN-FD-Schnittstellen mit, die in der industriellen Automatisierung und Robotik verbreitet sind.
Auf Softwareseite unterstützt das Kit einen Preempt-RT-Echtzeitkernel, ACT- und ORB-SLAM3-Workflows sowie Intels OpenVINO-Toolkit, wahlweise unter Windows oder Linux. Intel gibt für das Produkt einen Lebenszyklus von bis zu zehn Jahren an, was auf einen Einsatz in langlebigen Industrie- und Robotiksystemen zielt.
Zweitägige Konferenz mit breitem Programm
Die Intel Connection 2026 in Suzhou war laut Berichten von eepw.com.cn, ali213.net und pcpop.com vom 22. September 2026 als zweitägige Veranstaltung mit elf Keynotes, über 80 Technik-Sessions und rund 1.400 Demonstrationen auf 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche angelegt.
Neben dem FoxJack X1 präsentierte Intel dort ein weiteres Entwicklungskit für具身智能 auf Basis der dritten Generation Core Ultra, das den Echtzeit-Jitter nach Unternehmensangaben auf 1,6 Mikrosekunden reduziert. An der Entwicklung waren demnach auch 科通工业 und 神州数码 beteiligt.
Wer Robotik-Steuerungen bisher aus x86-Host plus separatem KI-Modul aufbaut, kennt den Verkabelungs- und Latenzaufwand. Ein neues Entwicklungskit mit 180 TOPS bei 65 Watt Gesamtleistung soll genau diese Kombination ersetzen — inklusive zwölf GMSL2-Anschlüssen sowie EtherCAT und CAN-FD. Unser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie OpenVINO und einen Preempt-RT-Kernel in bestehende Robotik-Workflows integrieren. Kostenlosen Integrations-Leitfaden anfordern
Neue Fertigungstechnologie und Chip-Ökosystem
Parallel zur Kit-Vorstellung kündigte Intel den Fertigungsprozess 18A-P an, der gegenüber der Basisversion 18A eine um 9 Prozent höhere Leistung pro Watt beziehungsweise einen um 18 Prozent geringeren Verbrauch bei gleicher Leistung ermöglichen soll – vorgesehen für 2027. Die Basisversion 18A ging den Berichten zufolge am selben Tag in Serienproduktion, während 18A-P sich im Risk-Production-Status befindet.
Nach Unternehmensangaben haben die dritte Generation Core Ultra sowie weitere Core-Prozessoren bereits über 400 Kundendesigns gewonnen. Ergänzend stellte Intel die Grafikkarten Arc Pro B70 und B65 für Endgeräte- und Edge-KI sowie die Software-Einführung einer Web Engine vor.
Software-Integration und strategische Ausrichtung
Auf der Konferenz zeigte Intel zudem die Integration eines AI-PC-Agent-Partners in WorkBuddy sowie eine Vorschau auf eine Agent-native Desktop-Betriebssystem-Adaption gemeinsam mit dem Qwen Book Agent von Alibaba Cloud. Für Medizin-, Hotel- und Industrie-Agenten nannte Intel einen um drei Stunden früheren Produktionsstart als bisherige Lösungen.
Echtzeit-Anforderungen lassen sich mit getrennten Host-und-Modul-Setups oft nur schwer erfüllen — Jitter und Umweg über den Host kosten Reaktionszeit. Ein neues Robotik-Kit reduziert den Aufbau auf eine Einheit und bringt einen Preempt-RT-Kernel sowie ACT- und ORB-SLAM3-Workflows mit. Der Leitfaden prüft, ob sich damit Ihre Latenzziele erreichen lassen, und liefert eine Checkliste für die Schnittstellen-Integration. Checkliste für Echtzeit-Robotik jetzt sichern
Intel-CEO 陈立武 erklärte auf dem 2026 Intel Innovation Summit laut gate.com, x86 werde die Transformation intelligenter Computing-Anwendungen weiterhin antreiben; das Unternehmen setze dabei auf ein Portfolio aus CPU, GPU, ASIC, fortschrittlicher Chipverpackung, Waferfertigung und einem offenen Ökosystem über Cloud, Edge und Endgeräte hinweg.
Die Vorstellung des FoxJack X1 und der begleitenden Plattformen reiht sich damit in eine breitere Intel-Strategie ein, mit der das Unternehmen seine Hardware- und Softwarebasis gezielt auf Embodied-AI- und Agentic-AI-Anwendungen ausrichtet – von Entwicklungskits für Robotik-Integratoren bis hin zu Rechenzentrums- und Fertigungstechnologien für die nächste Prozessorgeneration.

