FrameView 1.7: Nvidias neues Tool misst über 800 Bilder pro Sekunde

Nvidias Analyse-Software FrameView erhält ein umfassendes Update, das präzise Messungen über 800 FPS ermöglicht und ein neues, anpassbares Overlay sowie wichtige Fehlerbehebungen bietet.

Nvidia hat mit FrameView 1.7 ein entscheidendes Update für seine Leistungsanalyse-Software veröffentlicht. Die Neuerung ermöglicht erstmals präzise Messungen bei über 800 Bildern pro Sekunde – eine Fähigkeit, die mit der Leistung der neuen RTX-5000-Generation erst relevant wird.

Präzision für High-End-Gaming

Die Schlagzeile der Version 1.7 ist ihre Fähigkeit, extreme Bildraten jenseits der 800-FPS-Marke akkurat zu erfassen. Solche Werte waren lange theoretisch, werden aber mit Hardware wie der GeForce RTX 5090 in kompetitiven Titeln wie Counter-Strike 2 Realität. Bisherige Tools stießen hier oft an ihre Grenzen und lieferten ungenaue Daten. Die verbesserte Engine soll nun Profi-Gamern und Hardware-Testern verlässliche Messungen für die neuen 500Hz-Monitore liefern.

Voll anpassbares Overlay

Ein lang erwartetes Feature ist das neu gestaltete, komplett anpassbare On-Screen-Display (OSD). Nutzer können erstmals frei wählen, welche Metriken während des Spiels eingeblendet werden. Dazu gehören Optionen zur Anpassung der Schriftgröße für 4K- oder 1080p-Bildschirme und ein schwarzer Hintergrund für bessere Lesbarkeit in hellen Spielszenen.

Praktisch für Enthusiasten: Neue Schalter erlauben es, Status-Indikatoren wie „Full Screen“, „Tearing“ oder „VSync“ individuell ein- oder auszublenden. Damit wandelt sich FrameView von einem starren Diagnose-Tool zu einer personalisierten Monitoring-Lösung.

Wichtige Bugfixes und Spielesupport

Das Update behebt zahlreiche Stabilitätsprobleme. Ein kritischer Patch stopft einen Speicherleck, der bei langen Spielesessions mit aktiviertem Nvidia Reflex auftreten konnte. Zudem wurden spielspezifische Probleme behoben:

  • Battlefield 6: Das Overlay erscheint nun zuverlässig.
  • The Finals: Ein Absturz beim Schließen von FrameView während des Spiels ist behoben.
  • Arc Raiders: Die Software ist nun mit dem Anti-Cheat-System kompatibel.
  • Black Myth: Wukong: Fehlerhafte Latenzmessungen unter DLSS Frame Generation wurden korrigiert.
  • Starfield: Die Berichterstattung der PC-Latenz (PCL) ist konsistenter und genauer.

Ebenfalls behoben: Seltene Fehler bei der Datenerfassung durch VSync, G-Sync oder DLSS Frame Generation. Benchmark-Dateien im CSV-Format werden nun auch dann korrekt gespeichert, wenn ein Spiel während der Aufnahme unerwartet schließt.

Plattformübergreifender Standard

FrameView bleibt trotz seiner Herkunft bei Nvidia plattformneutral. Die Software unterstützt weiterhin auch AMD Radeon- und Intel Arc-Grafikkarten. Diese herstellerübergreifende Kompatibilität festigt seine Position als objektiver Benchmark-Standard. Nutzer können so die Leistungsaufnahme und Frametimes verschiedener GPU-Architekturen direkt vergleichen.

Die Entwicklung zeigt den rasanten Fortschritt im PC-Gaming. Während Monitore mit 480Hz und 540Hz auf den Markt drängen, muss sich die Messtechnik diesem Tempo anpassen. FrameView 1.7 macht hier einen großen Schritt nach vorn und bereitet die Software auf die Ära der RTX-5000-Serie und noch höherer Bildwiederholraten vor.