Framework Laptop 13 Pro: Komplett-Überholung des modularen Vorzeige-Modells

Framework präsentiert das Laptop 13 Pro mit CNC-Alugehäuse, eigenem Display und Intel Panther Lake. Die Akkulaufzeit steigt auf über 20 Stunden.

Das Unternehmen präsentiert die größte Neugestaltung seiner Geschichte – mit Edelgehäuse und über 20 Stunden Akkulaufzeit.

Am 21. April 2026 enthüllte Framework auf seiner Next-Gen-Veranstaltung das Framework Laptop 13 Pro – den tiefgreifendsten Umbau seit dem Markteintritt 2021. Das neue Modell setzt auf hochwertige Materialien und spezialisierte Komponenten, ohne das zentrale Versprechen von Modularität und Reparierbarkeit aufzugeben. Ein neues Gehäuse, ein maßgeschneidertes Display und deutliche Effizienzsprünge durch modernste Chips und Speicherstandards prägen den Neustart.

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Edles Gehäuse und maßgeschneidertes Display

Das Framework Laptop 13 Pro kommt erstmals mit einem CNC-gefrästen Aluminiumgehäuse aus der 6000er-Serie – ein klarer Bruch mit den Montagetechniken früherer Versionen. Die Außenmaße bleiben mit 15,86 Millimetern Bauhöhe identisch zum Standardmodell, doch die Steifigkeit steigt spürbar. Neu im Programm: eine Graphit-Eloxierung, während Silber weiterhin verfügbar bleibt, um Kompatibilität mit bestehenden Upgrade-Kits zu gewährleisten.

Die Bedienung wurde grundlegend überarbeitet: Ein haptisches Touchpad ersetzt das mechanische Vorgängermodell, und der Verriegelungsmechanismus für die Erweiterungskarten ist nun einfacher gestaltet. Das Herzstück ist ein vollständig eigenentwickeltes 13,5-Zoll-Display im 3:2-Format mit einer Auflösung von 2880 x 1920 Pixeln. Es unterstützt eine variable Bildwiederholrate von 30 bis 120 Hertz und erreicht eine Spitzenhelligkeit von 700 Nits. Erstmals bietet das 13-Zoll-Modell Touch-Unterstützung und einen matten Anti-Glare-Polarisator – eine direkte Reaktion auf jahrelanges Nutzerfeedback.

Panther Lake und LPCAMM2: Leistungssprung im Inneren

Die Prozessorwahl fällt auf Intels Core-Ultra-Serie 3 auf Panther-Lake-Architektur. Verfügbar sind Varianten von Core Ultra 5, X7 und X9. Ein technischer Meilenstein: Der Umstieg auf LPCAMM2-Arbeitsspeicher, der höhere Taktraten und bessere Energieeffizienz als herkömmliche SO-DIMM-Module bietet – und trotzdem vom Nutzer austauschbar bleibt.

Das Energiemanagement steht im Fokus: Ein 74-Wh-Akku – 22 Prozent größer als in früheren 13-Zoll-Modellen – soll bei 4K-Videostreaming über 20 Stunden Laufzeit ermöglichen. Bei der Konnektivität setzt Framework auf PCIe 5.0 für NVMe-SSDs mit bis zu 14.000 MB/s sowie Wi-Fi 7 über ein Intel-BE211-Modul. Neben den Intel-Mainboards bietet das Unternehmen auch Optionen mit AMDs Ryzen AI 300-Serie an.

Ubuntu-Zertifizierung: Strategische Partnerschaft mit Canonical

Framework erweitert sein Software-Ökosystem durch die Ubuntu-Zertifizierung für das Laptop 13 Pro. In Zusammenarbeit mit Canonical sind vorkonfigurierte Modelle mit Ubuntu 24.04 LTS ab Werk erhältlich – inklusive vollständiger Hardware-Kompatibilität und offiziellem Support. Damit zielt das Unternehmen gezielt auf Entwickler und professionelle Anwender, die Kernzielgruppe der Pro-Reihe.

Parallel dazu fördert Framework weiterhin Open-Source-Initiativen: Am 21. April 2026 gab DeepComputing die Vorbestellungsphase für das DC-ROMA RISC-V Mainboard III bekannt. Dieses dritte Mainboard ist als Drop-in-Ersatz für das Framework-Laptop-13-Gehäuse konzipiert und unterstützt das RVA23-Profil für moderne Linux-Distributionen. Es folgt auf ein Entwicklerboard, das bereits im Februar 2025 erschienen war.

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Marktposition: Vom Nischenanbieter zum Premium-Herausforderer

Die Einführung der „Pro“-Bezeichnung signalisiert Frameworks Ambition, direkt mit professionellen Premium-Workstations zu konkurrieren. Interne Entwicklungsziele: eine Hochleistungsalternative für Linux-Nutzer, die in Akkulaufzeit und Verarbeitungsqualität mit branchenführenden, nicht-modularen Laptops mithalten kann. Mit über 20 Stunden Akkulaufzeit hat das Unternehmen eine ehemalige Schwäche modularer Systeme gegenüber integrierten Konkurrenten geschlossen.

Seit dem Start des ersten 11th-Gen-Intel-Modells im August 2021 hat Framework einen konsequenten Upgrade-Pfad verfolgt: 12th und 13th Gen Intel, gefolgt von AMDs Ryzen 7040-Serie. Ein Update im Mai 2024 brachte Intel Core Ultra Series 1 und das erste 2,8K-120Hz-Display. Die Neugestaltung 2026 bündelt diese iterativen Schritte zu einer einzigen, leistungsstarken Plattform.

Verfügbarkeit und Preise

Die Vorbestellungen für das Framework Laptop 13 Pro starteten am 21. April 2026, die ersten Auslieferungen sind für Juni 2026 geplant. Die DIY Edition – ohne Arbeitsspeicher, Speicher und Betriebssystem – beginnt bei 1.199 Euro (umgerechnet). Vorkonfigurierte Modelle mit Windows 11 oder Ubuntu starten bei 1.499 Euro.

Framework bietet zudem Upgrade-Kits für Besitzer bestehender 13-Zoll-Modelle an: Bodenabdeckung, Akku und haptisches Eingabe-Cover ermöglichen den Umstieg auf die Pro-Features ohne Neukauf. Auf der Veranstaltung wurden außerdem neue Ökosystem-Erweiterungen vorgestellt, darunter eine 10-Gigabit-Ethernet-Erweiterungskarte und ein OCuLink-Entwickler-Kit für externe Grafikkarten – ein klares Zeichen für das weitere Wachstum des modularen Systems in der zweiten Jahreshälfte.