Frankfurt-Pass geht digital: Sozialleistung jetzt per Smartphone

Der beliebte Sozialpass der Stadt Frankfurt ist ab sofort digital verfügbar und vereinfacht den Zugang zu Vergünstigungen für Kultur, Freizeit und Nahverkehr. Die hybride Lösung bietet Wahlfreiheit zwischen digitaler und physischer Karte.

Frankfurt am Main macht seinen beliebten Sozialpass digital – ein wichtiger Schritt für mehr Teilhabe und weniger Bürokratie. Ab sofort können berechtigte Bürger mit niedrigem Einkommen den Frankfurt-Pass beantragen, verwalten und vorzeigen, direkt auf ihrem Smartphone. Die neue digitale Version soll den Zugang zu zahlreichen Vergünstigungen für Kultur, Freizeit und Nahverkehr deutlich vereinfachen. Die bewährte physische Karte bleibt parallel erhalten.

Das neue System ermöglicht die komplette Online-Beantragung inklusive Dokumenten-Upload über das Portal frankfurtpass.de. „Diese hybride Lösung stellt sicher, dass niemand abgehängt wird“, betont die Stadt. Die Digitalisierung ist Teil einer größeren Strategie des Jugend- und Sozialamts, seine Angebote moderner und zugänglicher zu machen.

Von der Umstellung profitiert eine wachsende Zielgruppe. Die Zahl der Pass-Inhaber stieg kürzlich um rund 8.000 auf insgesamt 58.237. Grund war eine Entscheidung von Sozialdezernentin Elke Voitl im Januar 2025, die Einkommensgrenze für die Berechtigung anzuheben. Damit erreicht der Pass nun mehr Haushalte mit geringem Einkommen.

Anspruch haben alle Frankfurter mit Hauptwohnsitz in der Stadt, die ein niedriges Einkommen nachweisen. Als Nachweis gelten Bezüge wie Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Grundsicherung. Für Menschen ohne Sozialleistungen gelten spezifische Nettoeinkommensgrenzen, die für einen Einpersonenhaushalt bei 1.381 Euro monatlich beginnen.

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So funktioniert der digitale Sozialpass

Herzstück ist das Online-Portal. Nach der Genehmigung lässt sich der Pass auf dem Smartphone hinterlegen und bei Partnern oft per QR-Code vorzeigen – die extra Karte in der Tasche entfällt. Eine Neuerung: Der digitale Pass enthält kein Foto mehr. Nutzer müssen daher zur Identitätsprüfung zusätzlich einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.

Die Stadt betont die Wahlfreiheit. Wer seine physische Karte verliert, kann kostenlos auf die digitale Version umsteigen, anstatt fünf Euro für einen Ersatz zu zahlen. Wer es sich anders überlegt, kann auch später noch eine Plastikkarte beim zuständigen Sozialrathaus beantragen.

Viele Vorteile: Von Mobilität bis Museum

Das Leistungsspektrum des Passes ist breit und fördert die gesellschaftliche Teilhabe. Ein zentraler Vorteil sind die ermäßigten Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Dies umfasst vergünstigte Monatskarten für Erwachsene in der Stadt, das regionale Hessenticket für Schüler und Senioren sowie das Deutschlandticket.

Zudem ermöglicht der Pass den Zugang zu Kultur und Freizeit. Inhaber erhalten freien oder stark ermäßigten Eintritt in städtische Einrichtungen wie Schwimmbäder, den Palmengarten oder den Frankfurter Zoo. Erwachsene zahlen oft nur ein bis zwei Euro, für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt meist frei. Hinzu kommen Ermäßigungen in Kinos und Theatern sowie ein kostenloser Bibliotheksausweis. Für Kinder und Jugendliche bis 17 ist das Kultur- und Freizeitticket („Kufti“) integriert, das freien Eintritt in viele Museen gewährt.

Digitale Verwaltung als langfristige Vision

Die Digitalisierung des Frankfurt-Passes geht auf einen überparteilichen Antrag aus dem Jahr 2022 zurück. Die damals formulierten Ziele – eine einheitliche digitale Plattform, Nutzung per App und die Integration weiterer Leistungen – werden mit dem heutigen Launch umgesetzt.

„Die Digitalisierung des Passes ist eine konsequente Fortsetzung unseres Weges, mehr digitale Services für Frankfurter Bürger anzubieten“, sagt Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamts. Das Projekt sei ein Schlüsselbaustein, um die Verwaltung moderner, nutzerfreundlicher und effizienter zu machen. Weniger Papierkrieg und bürokratische Hürden sollen Ressourcen freisetzen und die Unterstützung der Bürger beschleunigen.

Die neue Plattform schafft die Grundlage für weitere Innovationen. Perspektivisch könnten dort zusätzliche Sozialleistungen gebündelt werden, um einen zentralen digitalen Anlaufpunkt für die Bürger zu schaffen. Dieser Schritt fügt sich ein in die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung in ganz Deutschland.

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