FritzBox Cable: TV-Signal jetzt per WLAN im ganzen Haus

AVM erweitert FritzBox Cable-Modelle um WLAN-TV-Streaming. Unverschlüsselte Sender lassen sich so im Heimnetz auf viele Geräte bringen.

Für Nutzer von Kabelanschlüssen bieten sich neue Möglichkeiten zur flexiblen Gestaltung des Fernsehempfangs innerhalb der eigenen vier Wände. Wie am 22. August 2026 bekannt wurde, können diverse FritzBox Cable-Modelle das TV-Signal direkt per WLAN im gesamten Haushalt verteilen.

Diese Funktionalität betrifft eine Reihe spezifischer Hardware-Modelle des Herstellers, darunter die FritzBox 6490, 6590, 6591, 6660 sowie das aktuelle Top-Modell 6690. Durch diese technische Lösung wird das herkömmliche Kabelsignal in einen Netzwerkstream umgewandelt, der auf verschiedenen Endgeräten empfangen werden kann.

Konfiguration und zeitlicher Aufwand der Einrichtung

Um die Funktion zur drahtlosen TV-Übertragung nutzen zu können, ist eine einmalige Einrichtung in der Benutzeroberfläche des Routers erforderlich. Anwender müssen hierfür den speziellen DVB-C-Bereich innerhalb des Menüs ansteuern und dort die Streaming-Funktion aktivieren. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses ist der integrierte Sendersuchlauf.

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Nach Branchenberichten nimmt dieser automatisierte Scan der verfügbaren Frequenzen eine Zeitspanne von etwa 5-15 Minuten in Anspruch. Während dieses Vorgangs identifiziert der Router alle verfügbaren digitalen Kanäle, die über den Kabelanschluss eingespeist werden.

Sobald der Suchlauf abgeschlossen ist, stellt das Gerät eine Senderliste bereit, die als Grundlage für die Verteilung im lokalen Netzwerk dient. Eine manuelle Sortierung oder Anpassung der gefundenen Kanäle ist im Anschluss möglich, um den Zugriff über die Empfangsgeräte zu erleichtern.

Software-Optionen und Kompatibilität der Endgeräte

Für die Wiedergabe des übermittelten Signals stehen den Nutzern unterschiedliche Software-Lösungen zur Verfügung, was die Flexibilität bei der Wahl der Endgeräte erhöht.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die FritzApp TV, die speziell für die mobilen Betriebssysteme Android und iOS entwickelt wurde. Diese Anwendung ermöglicht es, das Fernsehprogramm direkt auf Smartphones oder Tablets zu verfolgen, sofern sich diese im selben WLAN-Netzwerk wie der Router befinden.

Neben der hauseigenen App-Lösung lässt sich der TV-Stream auch mit plattformübergreifenden Media-Playern nutzen. Hierzu zählen insbesondere der VLC Media Player sowie die Software Kodi.

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Diese Programme erlauben den Empfang des Signals auch auf stationären Computern, Laptops oder entsprechend konfigurierten Smart-TVs und Streaming-Sticks. Damit entfällt die Notwendigkeit, jedes Empfangsgerät physisch mit einer TV-Wanddose zu verbinden, was insbesondere in Räumen ohne eigenen Kabelanschluss einen deutlichen Komfortgewinn darstellt.

Einschränkungen und infrastrukturelle Voraussetzungen

Trotz der technischen Vielseitigkeit unterliegt das Streaming-Angebot über die FritzBox Cable-Modelle gewissen Einschränkungen. Die Übertragung ist ausschließlich für unverschlüsselte Sender vorgesehen. Dies bedeutet, dass primär die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie frei empfangbare private Sender in Standardauflösung (SD) für das Netzwerk-Streaming zur Verfügung stehen.

Verschlüsselte Inhalte, wie sie etwa bei Pay-TV-Abonnements oder für private HD-Sender üblich sind, können über diesen spezifischen Weg nicht verarbeitet werden.

Die Nutzung dieser Funktion setzt zudem eine entsprechende Infrastruktur voraus. Zwingend erforderlich ist ein aktiver DVB-C-TV-Anschluss sowie ein gültiger Kabelvertrag. Als Beispiel für einen unterstützten Provider wird in diesem Zusammenhang das Unternehmen Vodafone angeführt.

Ohne ein anliegendes Kabelsignal am Hausanschluss kann die im Router verbaute Hardware keine Datenströme für das WLAN-Streaming generieren. Somit dient die FritzBox in diesem Szenario als Brücke zwischen der klassischen Breitband-Kabelinfrastruktur und dem modernen, drahtlosen Heimnetzwerk.