Der Berliner Netzwerkspezialist AVM hat mit der Veröffentlichung von FRITZ!OS 8.50 eine neue Version seines Betriebssystems im Rahmen des Testprogramms „FRITZ! Labor“ vorgestellt.
Das Update umfasst eine breite Palette an neuen Funktionen, die von erweiterten Sicherheitsoptionen über verbesserte Diagnosewerkzeuge bis hin zu tiefergehenden Integrationen im Smart-Home-Bereich reichen. Die neuen Features zielen darauf ab, sowohl die Stabilität der Heimvernetzung als auch die Flexibilität bei der Verwaltung verbundener Endgeräte zu erhöhen.
Erweiterte Netzwerksteuerung und automatisierte Priorisierung
Im Zentrum der Softwareaktualisierung stehen neue Werkzeuge zur Verwaltung des Datenverkehrs und der Netzwerksicherheit. Nutzer erhalten mit der Version 8.50 die Möglichkeit, benutzerdefinierte DNS-Filter einzurichten. Dies erlaubt eine präzisere Kontrolle darüber, welche Internetquellen im Heimnetzwerk angesteuert werden dürfen, was insbesondere für Sicherheitskonfigurationen und Jugendschutzeinstellungen von Bedeutung ist.
Ergänzt wird dies durch die Einführung einer sogenannten „Smart Check“-Diagnose. Diese Funktion soll dabei helfen, die Konfiguration des Routers und die Qualität der Verbindungen systematisch zu prüfen, um potenzielle Fehlerquellen schneller zu identifizieren.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung des digitalen Arbeitens: Die neue Software ermöglicht eine automatische Priorisierung für Videokonferenzen. Damit soll sichergestellt werden, dass Anwendungen für die berufliche Kommunikation auch bei hoher Netzlast bevorzugt behandelt werden, um Bild- und Tonstörungen zu vermeiden.
Redundanz und Sicherheit für Mobilfunk und Telefonie
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Für die Hardware-Modelle, die über integrierten Mobilfunk verfügen, bringt FRITZ!OS 8.50 eine erweiterte Redundanz für 4G- und 5G-Anbindungen mit. Diese Neuerung soll die Ausfallsicherheit des Internetzugangs stärken, indem der Wechsel zwischen verschiedenen Zugangstechnologien optimiert wird. Dies ist vor allem für Nutzer in Regionen mit schwankender Festnetzqualität oder für professionelle Anwendungen relevant, die auf eine permanente Online-Verfügbarkeit angewiesen sind.
Auch im Bereich der Sicherheit und Kommunikation gibt es Neuerungen für die Hardware-Peripherie. Die Modelle der FRITZ!Fon-Reihe werden um eine SOS-Funktion erweitert. Hierbei können Nutzer bis zu vier Notrufnummern hinterlegen. Im Falle eines Alarms werden diese Nummern nacheinander kontaktiert, bis eine Verbindung hergestellt ist.
Smart-Home-Integration und Matter-Unterstützung
Ein wesentlicher Teil des Updates entfällt auf den wachsenden Smart-Home-Sektor. AVM führt für seine intelligenten Steckdosen der Typen Smart Energy 200 und 210 eine neue Abschaltautomatik ein. Diese orientiert sich an vordefinierten Schwellwerten, sodass Geräte automatisch vom Netz getrennt werden können, wenn bestimmte Stromverbrauchswerte erreicht oder unterschritten werden.
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Darüber hinaus treibt das Unternehmen die Interoperabilität seiner Geräte voran. Für das Spitzenmodell FRITZ!Box 5690 Pro stellt die Labor-Version eine Matter-Bridge bereit. Matter gilt als der neue Industriestandard für das Smart Home, der eine herstellerübergreifende Vernetzung von Geräten ermöglicht.
Durch die Implementierung der Bridge kann die FRITZ!Box künftig als zentrale Steuereinheit fungieren, um verschiedene Smart-Home-Komponenten in einem einheitlichen Ökosystem zu bündeln.
Die Veröffentlichung im FRITZ! Labor dient als Testphase für die kommenden regulären Software-Updates. Interessierte Nutzer können die Funktionen bereits vorab erproben, wobei der Hersteller wie üblich darauf hinweist, dass es sich um eine Entwicklungsversion handelt. Eine finale Freigabe der Version 8.50 für alle Anwender wird im Anschluss an die Testphase erwartet.

