Der Berliner Netzwerkspezialist AVM hat mit der Entwicklung von FritzOS 8.50 eine signifikante Erweiterung des Funktionsumfangs für seine FRITZ!Box-Router eingeleitet.
Wie am 22. August bekannt wurde, führt die neue Firmware-Version einen integrierten Werbeblocker sowie einen Malware-Schutz ein. Die Funktionalität wird in Branchenkreisen bereits mit spezialisierten Lösungen wie Pi-hole verglichen, da sie den Datenverkehr direkt auf Router-Ebene filtert.
Implementierung des DNS-basierten Filters
Die neue Schutzfunktion basiert auf DNS-Filterlisten, die unter anderem über die Plattform GitHub bezogen werden können. Nutzer haben dabei die Wahl zwischen verschiedenen Filterstufen, wie etwa „Light“ oder „Normal“.
Dieser Ansatz ermöglicht eine netzwerkweite Blockierung von unerwünschten Inhalten für alle verbundenen Endgeräte. Berichten vom 21. August zufolge weist das System jedoch spezifische Grenzen auf: So werden Werbeeinblendungen auf der Plattform YouTube durch diesen Filter derzeit nicht unterbunden.
Die Aktivierung des Werbeblockers in der Version FritzOS 8.50 erfolgt gegenwärtig noch über versteckte Einstellungen. Erste Labor-Firmware-Versionen dieser Iteration wurden bereits für zwei FRITZ!Box-Modelle sowie für verschiedene Repeater und ein Gateway zur Verfügung gestellt.
Breit angelegte Beta-Phase für FritzOS 8.40
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Parallel zur Entwicklung der Version 8.50 treibt AVM die Verteilung der Version FritzOS 8.40-Beta voran. Bereits am 21. August wurde diese Software für eine Vielzahl von Modellen veröffentlicht, darunter die FRITZ!Box-Varianten 7690, 7590 AX, 7590, 7530 AX, 4690 und 4050 sowie die Kabel-Modelle 6690 Cable, 6670 Cable und 6660 Cable.
Auch Glasfaser-Geräte wie die 5690 Pro und die 5590 Fiber sowie diverse Mesh-Komponenten wie der Repeater 6000, 3000 AX und 1200 AX sind Teil des Testprogramms.
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Neben dem Werbeblocker adressiert das Update spezifische technische Optimierungen. So sollen Probleme bei der DECT-Verbindung mit Telefonen des Herstellers Gigaset behoben worden sein. Für Kabel-Modelle verspricht der Hersteller eine verbesserte Leistung bei der Paketbeschleunigung, während bei der FRITZ!Box 7590 AX Optimierungen an der WLAN-Sendeleistung vorgenommen wurden.
Funktionserweiterungen für das Smart Home
Auch das FritzSmart Gateway erhält im Rahmen der aktuellen Beta-Entwicklungen neue Kapazitäten. Zu den Erweiterungen gehören die Unterstützung des Matter-Standards für Energiegeräte sowie die Implementierung von Matter-Helligkeitssteuerungen.
Zudem wurden Funktionen wie eine Urlaubsautomatisierung, eine Überlastabschaltung und die Möglichkeit zur Einrichtung mehrerer Trigger integriert. Für die Smart-Home-Komponenten FritzSmart Energy 200, 210 und 250 steht nun eine detaillierte Energieanzeige zur Verfügung.
Berichte über technische Schwierigkeiten in der Beta
Trotz der funktionalen Fortschritte zeichnen sich in der aktuellen Testphase auch Herausforderungen ab. Wie am 23. August bekannt wurde, berichten Nutzer der FRITZ!Box 7590 AX von erheblichen Problemen mit der WLAN-Stabilität unter der Version 8.40-Beta. Demnach komme es zu Verbindungsabbrüchen; zudem könnten sich Geräte mit statischen IP-Adressen teilweise nicht mehr mit dem Netzwerk verbinden.
In einigen Versionen der Firmware wurde zudem ein defektes DHCPv4-Protokoll identifiziert. Dieser Fehler soll in der bisher nicht offiziell veröffentlichten Beta-Version 8.40-133600M behoben worden sein. Anwender berichten zudem über Schwierigkeiten beim Versuch, von der Beta-Software zur offiziellen stabilen Firmware-Version zurückzukehren.

