Frontier Company: Microsoft gründet 2,3-Milliarden-Einheit für KI-Implementierung

Microsoft gründet Frontier Company für KI-Rollouts und hebt Preise für M365-Pläne an. Neue E7-Suite mit Copilot-Features im Fokus.

000 Mitarbeiter mit der neuen KI-Produktivitätssuite Microsoft 365 E7 aus. Das Unternehmen fungiert zudem als globaler Launch-Partner für die Plattform Microsoft Agent 365. Ein strategischer Schritt, der zeigt, wie tief künstliche Intelligenz in den Arbeitsalltag einziehen soll.

Interne Tests zeigen deutliche Produktivitätsgewinne

Vor dem unternehmensweiten Rollout testete Insight die neuen Copilot-Funktionen in der hauseigenen „Flight Academy“. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 91 Prozent der Teilnehmer übernahmen die KI-Werkzeuge in ihren Arbeitsalltag. Die Anwender berichten von durchschnittlich vier Stunden Zeitersparnis pro Woche.

Diese Zahlen passen in ein größeres Bild: Während derzeit nur rund 21 Prozent der Unternehmen KI-Initiativen im großen Stil umsetzen, zeigt eine aktuelle Studie, dass 60 Prozent der Führungskräfte der KI mehr Entscheidungsbefugnisse einräumen würden, als es die aktuellen Governance-Rahmen erlauben.

Teams-Updates und technische Neuerungen

Die neue E7-Stufe bringt einige Änderungen mit sich – besonders in der Microsoft Teams-Umgebung. Allerdings fehlen in der aktuellen Version vom Juni 2026 noch spezifische Servicepläne für Teams Events und eCDN. Microsoft hat jedoch Ausweichlösungen für betroffene Organisationen bereitgestellt.

Die jüngsten Teams-Updates umfassen unter anderem:
– Ein neues Layout für die Inhaltsfreigabe bei Events
– Die Zusammenführung der Recap-App
– Die Integration von Rauminformationen in die Events-Anwendung
– Breakout-Räume für bis zu 1.000 Teilnehmer
– Multi-Line-Anrufe für mobile Nutzer

Zudem wurde die Voicemail-Transkription auf ein Azure Large Language Model (LLM) umgestellt, das nun 14 neue Sprachen unterstützt.

Microsoft gründet eigene KI-Implementierungseinheit

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Um die Einführung von Premium-Suiten wie M365 E7 zu unterstützen, hat Microsoft am 2. Juli 2026 eine neue Tochtergesellschaft gegründet: die Frontier Company. Mit einem Investitionsvolumen von umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro und 6.000 Spezialisten ist das Unternehmen schlagkräftig aufgestellt.

Die Truppe setzt sich zusammen aus:
– 2.000 Lösungsarchitekten
– 1.800 Deployment-Ingenieuren
– 1.200 Trainern
– 1.000 Strategen

Unter der Leitung von Rodrigo Kede Lima ist das Konzept klar: Ingenieure werden für sechs bis zwölf Monate direkt zu den Kunden entsandt, um eine reibungslose KI-Implementierung zu gewährleisten. Erste Kunden sind unter anderem Unilever, Land O’Lakes und die London Stock Exchange Group (LSEG).

Damit tritt Microsoft in direkte Konkurrenz zu ähnlichen Einheiten anderer Tech-Giganten – Amazon hatte kürzlich eine Milliarden-Einheit für denselben Zweck angekündigt.

Preiserhöhungen zum 1. Juli 2026

Die Einführung der E7-Stufe fällt mit einer allgemeinen Preiserhöhung für Microsoft 365 zusammen, die am 1. Juli 2026 in Kraft trat. Die neuen Preise (in Euro, umgerechnet):

  • Business Basic: von 5,50 € auf 6,40 €
  • Business Standard: von 11,50 € auf 12,80 €
  • Office 365 E3: von 21 € auf 23,80 €
  • Microsoft 365 E3: von 33 € auf 35,70 €
  • Microsoft 365 E5: von 52 € auf 55 €
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Besonders stark traf es die Frontline-Worker-Pläne: Hier liegen die Steigerungen zwischen 25 und 43 Prozent.

Parallel zu den Preisanpassungen machte Microsoft am 3. Juli 2026 den Service Agent allgemein verfügbar. Der Agent verknüpft Dynamics 365 Customer Service-Daten mit dem Microsoft 365-Kontext – benötigt dafür aber spezifische Enterprise-Lizenzen.