Nutzer des Mittelklasse-Smartphones Samsung Galaxy A56 können nach der Aktualisierung auf das Betriebssystem One UI 9 Dateien direkt mit Geräten von Apple austauschen.
Entsprechende Berichte aus Nutzerkreisen bestätigen, dass das herstellereigene Übertragungswerkzeug Quick Share nun das Senden und Empfangen von Fotos und weiteren Dateitypen im Zusammenspiel mit kompatiblen iPhones, iPads und Mac-Computern ermöglicht. Eine separate Anwendung eines Drittanbieters ist für den Datentransfer nicht mehr erforderlich.
Voraussetzungen und technische Einschränkungen beim Datentransfer
Die neue Schnittstelle lässt sich auf dem Galaxy A56 über die Geräteeinstellungen im Menü für verbundene Geräte und den Unterpunkt Quick Share unter der Option zum Teilen mit Apple-Geräten aktivieren. Unter Umständen ist vorab eine Aktualisierung von Quick Share sowie der zugehörigen Systemkomponenten über den herstellereigenen Softwareladen Galaxy Store notwendig.
Auf der Empfängerseite setzt das Verfahren voraus, dass die AirDrop-Funktion des Apple-Geräts auf den Empfang von allen Kontakten eingestellt ist. Diese Freigabe bleibt im Apple-Betriebssystem standardmäßig auf ein Zeitfenster von zehn Minuten begrenzt.
Wie Samsung hierzu anmerkt, kann es beim Suchen nach Gegenstellen und beim Sendevorgang zu einer kurzzeitigen Trennung der bestehenden WLAN-Verbindung des Galaxy-Geräts kommen. Zudem fallen die Datenübertragungsraten bei Verbindungen zu Apple-Geräten unter Umständen geringer aus als beim regulären Transfer zwischen Quick-Share-kompatiblen Systemen.
Ob die Schaltfläche in den Einstellungen angezeigt wird, hängt nach aktuellen Beobachtungen von der jeweiligen Software-Region sowie den installierten Versionen der Quick-Share-Anwendung und der Google-Play-Dienste ab. Unter der Vorgängerversion One UI 8.5 war der Schalter noch nicht verfügbar.
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Softwareverteilung und Hintergrund der Kompatibilität
Der schrittweise Rollout von One UI 9, das auf dem Betriebssystem Android 17 basiert, begann für das Galaxy A56 Berichten zufolge am 15. Oktober und startete regional unter anderem auf den Philippinen. Die technische Ausstattung des Smartphones bleibt mit einem 6,7-Zoll-AMOLED-Display sowie einem Akku mit 5.000 Milliamperestunden unverändert.
Auffällig ist, dass Samsung die neu geschaffene AirDrop-Kompatibilität in den offiziellen Änderungsprotokollen für One UI 9.0 nicht ausdrücklich auflistet. Die Bestätigung der Neuerung stützt sich stattdessen auf Rückmeldungen von Anwendern aus der Samsung-Community sowie auf der Plattform Reddit.
Neben dem A56 zeigt auch das Schwestermodell Galaxy A57 die Übertragungsoption nach der Installation von One UI 9.0 an; dieses Modell hatte das Betriebssystem-Update bereits in der Vorwoche erhalten.
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Vor den beiden Modellen der A-Serie hatte Samsung bereits diverse Spitzenmodelle mit der Schnittstelle ausgestattet. Dazu gehören die Smartphone-Reihen Galaxy S24, S25 und S26 inklusive der jeweiligen Plus-, Ultra- und FE-Ausführungen sowie die faltbaren Modelle der Reihen Z Flip und Z Fold von der sechsten bis zur achten Generation.
Pionierarbeit bei diesem plattformübergreifenden Datenaustausch leistete Google, das Quick Share bereits Ende 2025 auf dem Pixel 10 kompatibel mit AirDrop machte und die Neuerung damit vor Samsung einführte. Ob und wann weitere Vertreter der Galaxy-A-Reihe folgen, bleibt offen.
Während Berichte über eine Verfügbarkeit auf dem Galaxy A36 bislang unbestätigt sind und die Lage bei den Vorgängern A54 und A55 uneinheitlich ausfällt, existiert derzeit weder eine offizielle Modellliste noch ein Zeitplan für weitere Galaxy-Smartphones, Tablets oder Android-Geräte anderer Hersteller.

