Samsung bereitet den Marktstart einer neuen Kopfhörer-Variante vor: Die Galaxy Buds On sollen als Open-Ear-Modell die bestehende Pro-Serie ergänzen und in den kommenden Wochen erscheinen. Erste konkrete Hinweise auf das Gerät liefert nun eine Zulassung durch die US-Behörde FCC, die das Modell mit der Kennung SM-U600 als Bluetooth-Headset im 2,4-GHz-Band identifiziert. Damit rückt ein Verkaufsstart in den USA in greifbare Nähe.
Technische Ausstattung
Laut aktuellen Berichten unterstützen die Galaxy Buds On Bluetooth EDR/LE mit Übertragungsraten von 1 bis 2 Mbps sowie den Qualcomm-High-Speed-Standard mit 2 bis 6 Mbps. Möglicherweise kommt zudem der SSC-UHQ-Codec zum Einsatz.
Auf aktive Geräuschunterdrückung (ANC) und den räumlichen 360-Grad-Audiomodus verzichtet Samsung bei diesem Modell dagegen. Dafür bieten die Ohrhörer Funktionen wie Auto Volume und Volume Boost, außerdem Zugriff auf Bixby und Gemini. Geladen wird über ein rundlich-quadratisches Case mit USB-C-Anschluss.
Beim Design setzt Samsung auf eine offene Bauweise mit zwei runden Elementen, die über eine gebogene Brücke verbunden sind: Ein größerer Teil sitzt im Ohr, ein flacherer Teil mit Touchfläche liegt außen an, gehalten von einer Silikon-Schlaufe um die Ohrmuschel. Details zu verbauten Treibern sind bislang nicht bekannt.
Bediengesten und Software-Funktionen
Ein Merkmal der Galaxy Buds On ist die Steuerung per Kopfbewegung: Ein Nicken nimmt eingehende Anrufe an, ein Kopfschütteln lehnt sie ab. Diese Head-Tracking-Funktion gilt als vergleichbar mit der Geste, die bereits bei den Anfang 2026 vorgestellten Galaxy Buds 4 Pro zum Einsatz kam.
Die FCC-Zulassung der Galaxy Buds On ist durch, ein Verkaufsstart in den USA rückt in greifbare Nähe — doch Preis und Termin bleiben offen. Wer jetzt vor der Kaufentscheidung steht, findet in diesem kostenlosen Leitfaden die wichtigsten Open-Ear-Modelle 2026 im Vergleich, eine klare Einordnung Galaxy Buds On vs. Pro und einen Feature-Check zur Kopfbewegungssteuerung. Kostenlosen Open-Ear-Leitfaden anfordern
Per Sprachbefehl oder Tap lassen sich zudem Gemini und Bixby aktivieren, während eine Touch-Geste Sprachnotizen samt automatischer Transkription und Übersetzung ermöglicht. Über One UI 9 ist zudem eine „Smart Sleep Pause“ vorgesehen, die die Wiedergabe pausiert, sobald ein Einschlafen erkannt wird. Ergänzt wird das Funktionspaket durch Instant Voice Summaries über Galaxy AI.
Unter dem früheren Arbeitstitel Galaxy Buds Able waren die Kopfhörer bereits in der Samsung Buds Manager App aufgetaucht, was frühere Berichte über die geplante Produktlinie bestätigte.
Zeitplan und Marktumfeld
Zum genauen Erscheinungstermin gehen die Einschätzungen auseinander. Frühere Berichte nannten Ende September oder Oktober 2026 als möglichen Zeitpunkt, gegebenenfalls zusammen mit neuen Samsung-Tablets.
Andere Quellen sehen einen Start eher im vierten Quartal 2026, während vereinzelt auch über eine Verschiebung auf 2027 spekuliert wird – dann möglicherweise gemeinsam mit Over-Ear-Kopfhörern. Ein Preis für die Galaxy Buds On steht bislang nicht fest.
Open-Ear heißt: Umgebungsgeräusche bleiben hörbar — ANC und 360-Grad-Audio fehlen bei den Galaxy Buds On bewusst. In lauter Umgebung oder im Büro ist das ein echter Nachteil gegenüber geschlossenen In-Ears. Der kostenlose Leitfaden zeigt, für welche Alltagssituationen sich das offene Design eignet, wo Sie Abstriche machen und welche Alternativen aus dem Huawei-, Sony- und Soundcore-Umfeld passen. Open-Ear-Eignungscheck jetzt sichern
Mit dem Open-Ear-Format tritt Samsung in ein Marktsegment ein, das zuletzt von Modellen wie den Moto Buds Loop, Sony LinkBuds Clip, Huawei FreeClip 2 und Soundcore AeroClip geprägt wurde.
Diese Geräte setzen ebenfalls auf offene Bauformen, die Umgebungsgeräusche bewusst durchlassen, statt sie zu blockieren – ein Ansatz, der sich vor allem für Nutzer eignet, die während des Musikhörens weiterhin ihre Umgebung wahrnehmen möchten, etwa im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz. Mit der FCC-Zulassung hat Samsung nun einen wichtigen formalen Schritt auf dem Weg zur Markteinführung genommen.

