Galaxy Glasses: Samsung stellt XR-Brille am 22. Juli vor

Ein durchgestochener App-Prototyp zeigt Details zu Samsungs XR-Brille, inklusive Touchpad-Steuerung und enger Anbindung an Galaxy Ring und Watch.

Am Dienstag sind umfangreiche Details zu Samsungs Extended-Reality-Brille (XR) an die Öffentlichkeit gelangt. Die sogenannten Galaxy Glasses, die in Kooperation mit Google und Qualcomm entstehen, sollen tief in Samsungs Wearable-Ökosystem eingebettet werden. Ein durchgestochener Prototyp der Verwaltungssoftware gibt nun konkrete Einblicke in Gestensteuerung, Hardware und die geplante Marktstrategie.

Steuerung per Touchpad und Kameraknopf

Die Manager-App fungiert als zentrales Kontrollzentrum für die Datenbrille und verwaltet Firmware-Updates, Geräteeinstellungen und Medieninhalte. Laut den geleakten Informationen befindet sich an der rechten Bügelseite ein Touchpad. Ein Fingerwisch steuer Musiktitel vor und zurück, ein Zweifingerwisch regelt die Lautstärke. Ein einfaches Tippen nimmt Anrufe an oder steuert die Wiedergabe.

Ein physischer Kameraknopf ermöglicht das Aufnehmen von Fotos und – durch langes Drücken – von Videos. Zwei LED-Indikatoren (innen und außen am Rahmen) signalisieren, wann die Kamera aktiv ist – eine Reaktion auf wachsende Datenschutzbedenken.

Technische Spezifikationen und zwei Modellvarianten

Die Brille soll rund 50 Gramm wiegen und auf der Snapdragon-AR1-Plattform basieren. Eine 12-Megapixel-Kamera von Sony mit Autofokus, WLAN, Bluetooth und ein 155-mAh-Akku sind vorgesehen. Das erste Modell konzentriert sich auf Audio und Kamerafunktionen. Eine zweite Version mit Micro-LED-Display ist für Ende 2026 oder 2027 geplant.

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Tiefe Integration mit Galaxy Ring und Watch

Die Galaxy Glasses laufen mit One UI XR, einer auf Android XR basierenden Plattform. Die geleakte App zeigt eine enge Verzahnung mit anderen Samsung-Geräten. Der Galaxy Ring soll Gestensteuerung ermöglichen, die Galaxy Watch erhält eine eigene Controller-App.

Zu den Kernfunktionen der Begleit-App gehören:
Automatischer Medienimport: Fotos und Videos werden direkt mit dem Smartphone synchronisiert.
Vorlesefunktion: Benachrichtigungen können vorgelesen werden.
KI-Integration: Unterstützung für verschiedene Sprachassistenten.
Geräteortung: Eine „Find My Glasses“-Funktion hilft beim Auffinden der Brille.

Googles „Project Aura“ und der Wettbewerb

Parallel zur Samsung-Partnerschaft entwickelt Google unter dem Codenamen „Project Aura“ eine eigene High-End-XR-Brille. Sie soll unter 100 Gramm wiegen, ein 70-Grad-Sichtfeld bieten und über Hand-Tracking sowie die Gemini-KI verfügen. Google und Samsung arbeiten mit den Brillenherstellern Warby Parker und Gentle Monster zusammen, um die Geräte wie normale Brillen aussehen zu lassen.

Die Konkurrenz schläft nicht: Der chinesische Hersteller Xreal testet ein ähnliches Konzept mit einer externen Recheneinheit. Xiaomi brachte bereits im Sommer 2025 eine KI-Brille auf den Markt.

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Marktstart und Preise

Samsung wird die Galaxy Glasses voraussichtlich am 22. Juli 2026 auf seinem Unpacked-Event in London vorstellen. Der Marktstart ist für den Herbst 2026 geplant, vermutlich zwischen September und November.

Die Preise für das Audiomodell sollen zwischen 379 und 499 Euro liegen. Die Display-Version (Codename „Haean“) wird mit 600 bis 900 Euro deutlich teurer. Diese gestaffelte Einführung erinnert an frühere Wearable-Launches: Samsung etabliert zunächst die Software-Plattform, bevor komplexere Hardware folgt.