Galaxy S23: September-Update schließt 90 Sicherheitslücken

Samsung verteilt den September-Patch zunächst in den USA und Südkorea; weltweit soll er in den kommenden Wochen verfügbar werden.

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Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat mit der Verteilung des Sicherheitsupdates für September 2026 für die Smartphones der Galaxy S23-Serie begonnen. Die Aktualisierung adressiert insgesamt 90 Schwachstellen im Android-Betriebssystem und der herstellereigenen Benutzeroberfläche. Während der Rollout in den USA und Südkorea bereits angelaufen ist, wird die weltweite Verfügbarkeit für die kommenden Wochen erwartet.

Die aktuelle Software-Aktualisierung wird unter dem Firmware-Build FZI1 (Software-Version BP4A.251205.006.S91xUSQS8FZI1) verteilt. In den USA startete die Auslieferung zunächst für netzgebundene Geräte des Mobilfunkanbieters Verizon.

Zuvor war das Update bereits in Südkorea unter der Kennung S918NKSS8FZI1 verfügbar gemacht worden. Experten gehen davon aus, dass die globale Expansion des Pakets zeitnah folgt, wobei die Verteilung wie üblich in Wellen erfolgt.

Umfassende Sicherheitspatches für Systemkomponenten

Das Sicherheitspaket für September 2026 schließt laut vorliegenden Berichten 90 Sicherheitslücken innerhalb der Galaxy-Gerätefamilie. Von den behobenen Fehlern stammen 58 von Google, wovon 18 als kritisch und 40 als hoch eingestuft wurden.

Samsung Mobile steuerte Korrekturen für 31 eigene Schwachstellen bei (2 kritisch, 3 hoch, 15 moderat), während eine weitere Behebung den Bereich Samsung Semiconductor betrifft.

Als besonders schwerwiegend wird eine Lücke in einer Systemkomponente eingestuft, die eine Fernausführung von Schadcode (Remote Code Execution) ermöglicht, ohne dass hierfür zusätzliche Benutzerrechte erforderlich wären. Weitere kritische Schwachstellen betreffen die DNG- und JPEG-Decoder des Systems.

Als hochriskant eingestufte Korrekturen beziehen sich zudem auf den Dienst wpa_supplicant sowie die Sicherheitsarchitektur KnoxVault. Das Update konzentriert sich ausschließlich auf Sicherheitsaspekte und enthält auf Basis von One UI 8.5 keine neuen funktionalen Features.

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Software-Lifecycle und Ausblick auf One UI 9

Die Galaxy S23-Serie, bestehend aus dem Basismodell, dem S23+ und dem S23 Ultra, nähert sich derzeit ihrem vierten Jubiläum. In diesem Zusammenhang steht eine umstellung des Wartungsplans bevor: Die bisher monatlich erscheinenden Sicherheitsupdates sollen künftig auf eine quartalsweise Verteilung umgestellt werden.

Parallel zur aktuellen Sicherheitsaktualisierung treibt Samsung die Entwicklung der kommenden Betriebssystemgeneration voran. Das Beta-Programm für One UI 9, welches auf Android 17 basiert, läuft bereits für die S23-Modelle. In Südkorea wurde für Teilnehmer des Programms kürzlich ein Hotfix (Beta 2) veröffentlicht. Ein stabiler Rollout der neuen Softwareoberfläche für das S23-Trio wird für Oktober erwartet.

Allerdings müssen Nutzer älterer Modelle bei der kommenden Generation mit funktionalen Einschränkungen rechnen. Wie das Unternehmen bestätigte, werden die Geräte der S23-Serie sowie das Z Fold 5 und Z Flip 5 zwar One UI 9 erhalten, jedoch auf bestimmte KI-Funktionen verzichten müssen.

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Aufgrund begrenzter Kapazitäten bei der Neural Processing Unit (NPU) und dem Arbeitsspeicher der 2023er-Hardware werden Funktionen wie My FanCam, Now Nudge sowie personalisierte Brief-Karten nicht unterstützt. Erhalten bleiben hingegen Features wie Creative Studio, eine verbesserte Dokumentenscans-Funktion und die erweiterte Betrugserkennung (Scam Detection).

Breite Verfügbarkeit für das Galaxy-Portfolio

Neben der S23-Serie erreicht das September-Sicherheitsupdate eine Vielzahl weiterer Geräte. Dazu gehören unter anderem die aktuellen faltbaren Modelle Z Fold8 und Z Flip8, die Tablet-Serien Tab S11 und Tab S10 sowie diverse Mittelklasse-Smartphones der A- und M-Serien, darunter das A57 und das M56. Der Rollout dieser Sicherheitspatches hatte bereits in der zweiten Septemberwoche begonnen und in den letzten Tagen deutlich an Geschwindigkeit gewonnen.