Der Start der Galaxy S26-Serie im Februar löst eine riesige Upgrade-Welle aus. Doch Experten warnen: Ein einfacher Werksreset schützt persönliche Daten 2026 nicht mehr. Angesichts des nahenden Weltdatenschutztags fordern sie radikale Lösch-Standards.
Die Konstellation ist brandgefährlich für die Privatsphäre. Kurz vor dem Weltdatenschutztag am 28. Januar bestätigen sich die Gerüchte um Samsungs neues Flaggschiff. Das Galaxy S26 soll Ende Februar vorgestellt werden. Millionen Nutzer werden daraufhin ihre alten Smartphones verkaufen oder in Zahlung geben. Doch die übliche Löschroutine – Werksreset und fertig – gilt in Zeiten ausgefeilter Malware als grob fahrlässig. Die „Gefährlichen Dezember“-Angriffswellen Ende 2025 haben gezeigt, wie verwundbar Geräte sind.
Die Upgrade-Welle rollt an
Die Vorfreude auf das neue Top-Smartphone ist groß. Leaks bestätigen eine Präsentation am 25. Februar. Das Galaxy S26 Ultra soll mit einem neuartigen Displayglas und Kamera-Upgrades punkten. Gleichzeitig könnte die Basisversion mit 128 GB Speicher wegfallen. Das treibt die Nachfrage nach Gebrauchtgeräten und Inzahlungnahmen voraussichtlich auf Rekordniveau.
Viele Android-Nutzer denken beim Verkauf oder der Inzahlungnahme ihres alten Handys vor allem an Kratzer und Akku — die digitale Sicherheit bleibt oft unbeachtet. Das kostenlose Sicherheitspaket erklärt in fünf klaren, praktikablen Schritten, wie Sie Updates prüfen, Verschlüsselung verifizieren, Passkeys und 2FA sicher übertragen sowie versteckte Schadsoftware erkennen und entfernen. Ideal für alle, die aufs Galaxy S26 umsteigen und ihr altes Gerät wirklich sauber übergeben wollen. Gratis-Android-Sicherheitscheck herunterladen
Doch der Sicherheitszustand der ausgemusterten Handys ist alarmierend. Fast eine Milliarde Android-Geräte erhalten keine wichtigen Updates mehr. Wer sein altes Smartphone verkauft, muss daher nicht nur seine Daten, sondern auch versteckte Schadsoftware entfernen. Die Devise lautet: Denkt der Käufer an Sicherheit, oder wird das Gerät zur Datenleckschleuder?
Kritischer Schritt: Erst patchen, dann löschen
Ein häufig übersehener, aber entscheidender Tipp: Das Gerät muss unmittelbar vor dem Löschen ein letztes Update erhalten.
Samsung rollt derzeit das Januar-Sicherheitsupdate 2026 für Modelle wie das Galaxy S21 oder A53 aus. Dieser Patch schließt 55 Sicherheitslücken. Aus Expertensicht ist diese finale Aktualisierung aus zwei Gründen Pflicht:
1. Wirksame Löschung: Moderne Malware kann einen Werksreset in Systempartitionen überleben. Das neueste Update stellt sicher, dass der Löschvorgang nicht durch Schadcode manipuliert wird.
2. Schutz des nächsten Nutzers: Ein gegen die aktuell bekannten Schwachstellen gepatchtes Gerät ist sicherer für den neuen Besitzer und erhält den Wert des Aufbereitermarkts.
Neuer Standard: „Purge“ statt löschen
Was „sauber“ bedeutet, hat sich gewandelt. Seit Ende 2025 fordern Datenschutzexperten „Purge“-Löschstandards nach NIST SP 800-88. Ein normaler Werksreset entfernt nur Dateizeiger. Mit forensischen Tools lassen sich „gelöschte“ Daten oft wiederherstellen. Der „Purge“-Befehl hingegen zerstört den Verschlüsselungsschlüssel. Die verbleibenden Daten sind dann nur noch digitales Rauschen – und für immer unlesbar.
Der Sicherheits-Check vor dem Verkauf 2026
So bereiten Sie Ihr Altgerät sicher auf den Verkauf vor:
- Verschlüsselung prüfen: Stellen Sie sicher, dass das Gerät vollständig verschlüsselt ist (bei neueren Android- und iOS-Geräten Standard). Nur dann zerstört der Wipe den Schlüssel.
- Dienste abmelden:
- RCS/iMessage: Melden Sie Ihre Nummer manuell ab, um „Geister“-Nachrichten auf dem neuen Handy zu vermeiden.
- Passkeys & 2FA: Übertragen Sie hardwaregebundene Passkeys und Authenticator-Tokens vor dem Löschen. Sie lassen sich nicht allein aus dem Cloud-Backup wiederherstellen.
- Stille Updates suchen: Manche Geräte pausieren Google Play-Systemupdates. Prüfen Sie diese Einstellung manuell.
- Physische Säuberung: Entfernen Sie SIM- und microSD-Karten. Eine Formatierung in der Kammer reicht oft nicht; entfernen Sie den Speicherstick physisch.
- Cloud-Abmeldung: Melden Sie sich von iCloud, Google- und Samsung-Konten ab. Erst das deaktiviert die „Aktivierungssperre“. Ohne diesen Schritt lehnen viele Händler das Gerät ab.
Datenschutztag als Weckruf
Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen unterstreicht die allgemeine Bedrohungslage. Auch Apple warnte kürzlich vor aktiv ausgenutzten Lücken. Jedes Gerät auf dem Gebrauchtmarkt ist ein potenzielles Einfallstor für Datenlecks.
Zum Weltdatenschutztag am 28. Januar fordern Verbraucherschützer, das „Privatsphäre-Paradoxon“ zu überwinden: Datenschutz wird wichtig gefunden, aber nicht umgesetzt. Der Verkauf des alten Handys ist der klassische Fall, wo Bequemlichkeit über Sicherheit siegt.
Die Botschaft an alle, die auf das Galaxy S26 umsteigen wollen, ist eindeutig: Der äußere Zustand bestimmt den Preis. Der digitale Zustand bestimmt Ihre Sicherheit. Nur die Reihenfolge „Patchen, Verschlüsseln, Purgen“ stellt sicher, dass Ihr digitales Ich nicht mit dem alten Handy mitgeht.
PS: Ein einfacher Werksreset reicht 2026 oft nicht mehr – gerade wenn Geräte zuvor keiner aktuellen Sicherheitspatch-Routine folgten. Der Gratis-Leitfaden erläutert die „Purge“-Methoden praxisnah, liefert Checklisten für SIM/SD-Entfernung, Cloud-Abmeldung und die finale Update-Prüfung vor dem Löschen, und erklärt, warum Verschlüsselung vor dem Wipe bestätigt werden muss. Praktische Tipps für Inzahlungnahme, Versand und Händlerannahme runden das Paket ab. Jetzt kostenloses Android-Schutzpaket anfordern





