Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung beabsichtigt, seine Technologie für integrierten Sichtschutz auf weitere Smartphone-Modelle auszuweiten.
Laut einem Exklusivbericht des Fachportals SamMobile vom 2. November 2026 soll das sogenannte Privacy Display künftig sowohl im Galaxy S27 Ultra als auch im Galaxy S27 Pro in einer überarbeiteten Version zum Einsatz kommen. Damit würde das S27 Pro zum ersten Gerät außerhalb der Ultra-Reihe, das über diese Funktion verfügt.
Technische Weiterentwicklung gegen Helligkeitsverluste
Für die Basismodelle Galaxy S27 und Galaxy S27+ ist die Integration des Sichtschutzes den Berichten zufolge hingegen nicht vorgesehen. Das Unternehmen selbst hat die Pläne bislang nicht offiziell bestätigt.
Im Vorgängermodell Galaxy S26 Ultra, das als erstes Gerät mit der als Flex Magic Pixel (FMP) bezeichneten Technik ausgestattet war, verengte die Funktion zwar effektiv den Blickwinkel von den Seiten, führte jedoch zu sichtbaren Einbußen bei Kontrast und Leuchtkraft.
Bei einer Voreinstellung von 1.000 Nits fiel die Helligkeit bei aktiviertem Sichtschutz auf 636 Nits ab, während das Panel manuell maximal 1.380 Nits im Vollbild und Spitzenwerte von 2.600 Nits erreichte.
Die neue Generation des Displays soll diesen Nachteil ausgleichen und insbesondere bei hellem Tageslicht eine höhere Leuchtkraft bei aktivem Sichtschutz bieten, auch wenn exakte Werte bislang nicht vorliegen. Der Branchenbeobachter Sawyergalox stellte zudem eine schärfere Bildqualität sowie optimierte Blickwinkel für die zweite Generation in Aussicht.
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Panel-Fertigung startet mit neuem Materialsatz
Hinter der Technologie steht eine mehrjährige Entwicklung. Samsung zeigte das Flex Magic Pixel erstmals 2024 auf dem Mobile World Congress und meldete seit 2020 über 150 Patente für die Kerntechnik an. Nach einer Verifikation durch UL Solutions im Februar erhielt das Panel im August den IMID-Award.
Berichten zufolge startet die Fertigung der neuen Displays nun in die operative Phase. Samsung Display beginnt im November mit der Produktion der OLED-Panels für das Galaxy S27 Pro, wobei das anfängliche Volumen bei rund 700.000 Einheiten liegt.
Technisch unterscheiden sich die Modellreihen dabei auch im Aufbau: Während das Standard- und das Plus-Modell auf den M14-Materialsatz setzen, erhalten das S27 Pro und das S27 Ultra das modernere M16-Materialset sowie den Rundum-Sichtschutz.
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Neues Pro-Modell soll Profitabilität stützen
Die Markteinführung der gesamten Galaxy-S27-Serie wird für Anfang 2027 erwartet, wobei Branchenberichte den Februar als möglichen Zeitraum nennen. Das Portfolio soll demnach vier Varianten umfassen. Das neu hinzukommende Galaxy S27 Pro soll im Vergleich zum Spitzenmodell kompakter ausfallen und ohne den integrierten Eingabestift S Pen auskommen, jedoch ein vergleichbares Kamerasystem nutzen.
Nach unbestätigten Vorabinformationen könnte das Pro-Modell ab 1.399 US-Dollar angeboten werden, während für das Ultra-Modell 1.499 US-Dollar im Raum stehen.
Strategisch zielt der Konzern mit der Neupositionierung darauf ab, das margenstarke Premium-Segment breiter aufzustellen. Damit soll dem Druck durch steigende Bauteilkosten begegnet werden, nachdem die Sparten Mobile eXperience und Networks im dritten Quartal einen kombinierten operativen Verlust von 600 Milliarden Won verzeichneten, was 447 Millionen US-Dollar entspricht.

