Samsung bereitet bei seinen kommenden Spitzen-Smartphones offenbar eine wesentliche Umstellung der Bildschirmsteuerung vor. Laut Angaben des Insiders @WalleGalaxy plant der Technologiekonzern, in den Modellen Galaxy S27 Pro und Galaxy S27 Ultra erstmals natives DC-Dimming einzusetzen.
Durch die Technologie wird die Display-Helligkeit direkt über die elektrische Stromzufuhr der einzelnen Pixel reguliert, anstatt auf das herkömmliche Pulsweitenmodulations-Flimmern (PWM) zu setzen. Das Verfahren soll die Augenbelastung bei der Bildschirmnutzung deutlich verringern.
Fokus auf Ergonomie und verbesserte Panel-Technologie
Dem Bericht zufolge wären das Galaxy S27 Pro und das Ultra die ersten Flaggschiff-Geräte des südkoreanischen Herstellers, die mit nativem DC-Dimming ausgestattet werden. Um Maßnahmen gegen Bildschirmflimmern voranzutreiben, stehe Samsung bereits in Gesprächen mit spezialisierten Display-Sicherheitsfirmen.
Zudem kooperiere das Unternehmen mit externen Prüflaboren und Zertifizierern, um die Ergonomie der Displays weiter zu verbessern. Ergänzend dazu soll die herstellereigene Software-Funktion Eye Comfort Shield weiter ausgebaut werden.
Hintergrund der Entwicklung ist eine anhaltende Debatte über die Bildwiederholraten bei der Dimmung: Für die Galaxy-S26-Reihe wird in Branchenberichten eine PWM-Frequenz von lediglich 480 Hz angeführt, wohingegen andere Android-Smartphones im Wettbewerb bereits Werte von bis zu 3.840 Hz erreichen.
Für die nächste Smartphone-Generation zeichnen sich zudem materielle Unterschiede ab. Während für das Galaxy S27 Pro und das Galaxy S27 Ultra Bildschirme mit moderner M16-OLED-Technologie erwartet werden, sollen das Standardmodell S27 und das S27+ auf M14+-Panels setzen. Berichten zufolge könnten Pro und Ultra zudem mit einem hardwareseitigen Sichtschutz (Privacy Display) ausgestattet werden.
Geplante Modellvarianten und Displaygrößen
Die Flaggschiff-Reihe soll den vorliegenden Informationen nach aus vier Varianten bestehen. Bei den Display-Diagonalen werden folgende Dimensionen erwartet:
- Galaxy S27 mit 6,27 Zoll
- Galaxy S27+ mit 6,66 Zoll
- Galaxy S27 Pro mit 6,47 Zoll
- Galaxy S27 Ultra mit 6,89 Zoll
Für das Spitzenmodell S27 Ultra wird neben dem 6,89-Zoll-Display zudem eine Bildwiederholrate von 165 Hz genannt. Beim Basismodell Galaxy S27 besteht zudem die Möglichkeit, dass Samsung Displays des Herstellers BOE anstelle der Panels von Samsung Display verbaut.
Produktionsziele und erwartete Preisgestaltung
Nicht bestätigten Lieferkettenberichten zufolge peilt Samsung Display ein Volumen von 47 bis 48 Millionen OLED-Panels für die gesamte S27-Serie an, was mehr als 10 Prozent über den Schätzungen für die Vorgängergeneration S26 läge.
Erste Komponenten für die neuen Geräte fertigt Samsung den Berichten nach bereits seit September 2026; die Massenproduktion aller vier Modelle soll in der zweiten Oktoberhälfte 2026 anlaufen. Für das neue Pro-Modell visiert Samsung bis Ende 2026 ein Ziel von 2 bis 3 Millionen Panels an, gefolgt von 4 bis 5 Millionen Einheiten im Folgejahr.
Der offizielle Marktstart der Galaxy-S27-Reihe wird für Januar oder Februar 2027 erwartet, der tatsächliche Verkaufsstart für Februar oder März 2027. Erste Vorhersagen des Tippgebers @phonefuturist deuten auf vorläufige US-Startpreise von 899 US-Dollar für das S27, 1.099 US-Dollar für das S27+, 1.299 US-Dollar für das S27 Pro und 1.399 US-Dollar für das S27 Ultra hin.
Für Südkorea und internationale Märkte könnten die Einstiegspreise bei 999 US-Dollar für das S27, 1.199 US-Dollar für das S27+, 1.399 US-Dollar für das Pro-Modell sowie zwischen 1.499 und 1.549 US-Dollar für das S27 Ultra liegen.
Sämtliche Spezifikationen, Produktionszahlen und Termine beruhen bislang auf Branchenleaks und wurden von Samsung nicht offiziell bestätigt.

