Samsung hat mit dem Galaxy SmartTag3 die neueste Generation seiner Tracking-Lösung angekündigt. Wie aus Berichten vom 30. September 2026 hervorgeht, markiert das Modell einen strategischen Wendepunkt für den Hersteller: Erstmals unterstützt ein SmartTag neben Galaxy- und Android-Geräten auch das iOS-Betriebssystem von Apple. Neben der erweiterten Kompatibilität setzt das Unternehmen auf eine deutlich gesteigerte Reichweite und ein kompakteres Design.
Technische Neuerungen und Bluetooth 6.0
Der Galaxy SmartTag3 nutzt erstmals den Standard Bluetooth 6.0 Channel Sounding. Diese Technologie ermöglicht die Funktion „Compass View“ über eine Distanz von bis zu 60 Metern (196 Fuß) unter Sichtlinienbedingungen.
Laut Angaben von Samsung entspricht dies etwa der dreifachen Reichweite der Vorgängermodelle, während Branchenberichte von SamMobile sogar von einer Vervierfachung sprechen. Für die präzise Ortung im Nahbereich ist zudem Ultra-Wideband (UWB) integriert, wobei Hindernisse wie Wände die Genauigkeit und Reichweite einschränken können.
Die Unterstützung für Channel Sounding ist derzeit auf spezifische Endgeräte beschränkt. Hierzu zählen das Galaxy Z Fold8 Ultra, das Z Fold8 sowie die Modelle S26 Ultra und S26 Plus. Die Ortung erfolgt über das bestehende Find-Netzwerk von Samsung, das laut Unternehmensangaben weltweit mehr als 900 Millionen teilnehmende Galaxy-Geräte umfasst, die als Ortungsknoten fungieren.
Plattformübergreifende Nutzung und Einschränkungen
Die Einbindung von iOS-Geräten erfolgt über den Dienst SmartThings Find. Dies ermöglicht es Haushalten und Gruppen, Standortabfragen und -freigaben geräteübergreifend zwischen Galaxy- und iOS-Nutzern zu koordinieren. Samsung hat den exakten technischen Weg dieser Integration bisher noch nicht im Detail erläutert.
Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass iOS-Nutzer nicht auf den vollen Funktionsumfang zugreifen können. Funktionen wie der Compass View, die Suche mittels akustischem Signal (Ring Phone) sowie der Alarm bei verlorenem Kontakt (Left Behind Alert) stehen auf Apple-Endgeräten nicht zur Verfügung.
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Design, Energieeffizienz und Zusatzfunktionen
Hardwareseitig wurde der Tracker umfassend überarbeitet. Das Gehäuse ist gegenüber der Vorgängergeneration um 35 Prozent kleiner im Volumen und 33 Prozent leichter. Der SmartTag3 ist nach Schutzklasse IP67 gegen Staub und Wasser geschützt und wird in den Farben Schwarz und Weiß angeboten.
Die Energieversorgung übernimmt eine austauschbare CR2032-Batterie. Laut Samsung wurde die Laufzeit bei Standardnutzung auf bis zu 550 Tage und im Energiesparmodus auf bis zu 790 Tage gesteigert (zuvor 500 bzw. 700 Tage). Berichte von The Verge schreiben dem neuen Modell zudem eine um 10 Prozent höhere Energieeffizienz gegenüber dem SmartTag2 zu.
Zusätzlich wurden neue Software-Features implementiert:
– Place Notification: Eine Benachrichtigungsfunktion beim Betreten oder Verlassen definierter Bereiche (derzeit als Testfunktion geführt).
– Standortverlauf: Der Verlauf der letzten sieben Tage kann eingesehen werden.
– Bewegungssensor: Ein integrierter Bewegungsalarm informiert über Erschütterungen oder Positionsveränderungen.
– Aktivitätstracking: Bei der Verwendung an Haustieren können Bewegung, Aktivitätsdauer und Schlafphasen erfasst werden. Medizinische Daten wie Herzfrequenz oder VO2-Werte werden nicht gemessen.
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Marktstart und Preisgestaltung
Der Verkaufsstart für den Galaxy SmartTag3 ist in Südkorea für den 7. Oktober 2026 geplant. In den USA soll die Markteinführung Anfang November 2026 erfolgen. Dort wird der Einzelpreis laut verschiedenen Berichten mit 29,99 US-Dollar oder gerundet 30 US-Dollar angegeben. Ein Viererpack soll für 99,99 US-Dollar beziehungsweise 100 US-Dollar erhältlich sein.
Für weitere Märkte, darunter Deutschland und Australien, ist die Verfügbarkeit für das Jahr 2027 angekündigt. Konkrete Preise für diese Regionen sowie Informationen zu Zubehörpreisen liegen derzeit noch nicht vor. In ersten Hands-on-Tests im Rahmen eines Samsung-Events wurde das Gerät bereits einer praktischen Begutachtung unterzogen.

