Samsung hat bestätigt, dass die Galaxy Watch 4 sowie die Galaxy Watch 4 Classic keine großen Betriebssystem-Upgrades mehr erhalten werden. Damit sind die Smartwatches von der kommenden Aktualisierung auf One UI 9 Watch ausgeschlossen, wie Branchenberichte vom 3. November 2026 darlegen. Der Schritt betrifft sämtliche Modelle der im Jahr 2021 eingeführten Serie, einschließlich der Sonderausführungen wie der Golf- und der Thom-Browne-Edition.
Vollständiges Support-Ende nach vier System-Upgrades
Als Begründung für diesen Schritt verweist Samsung auf das reguläre Ende des zugesicherten Support-Zeitraums. Mit der Bereitstellung von One UI 8 Watch hatte die Modellreihe ihr viertes und damit planmäßig letztes großes Upgrade erhalten.
Künftig werden für die Galaxy Watch 4 und Watch 4 Classic weder funktionale Neuerungen noch Fehlerbehebungen oder reguläre Sicherheitspatches veröffentlicht. Dies kann langfristig dazu führen, dass einzelne Anwendungen aus Kompatibilitätsgründen ihren Dienst einstellen.
Ein veraltetes System macht mobile Geräte anfällig für Cyberkriminelle und Datenmissbrauch. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in 5 einfachen Schritten, wie Sie Ihr Android-basiertes Gerät mit den richtigen Updates und Einstellungen wirksam vor Hackern schützen. Android-Sicherheits-Report jetzt gratis herunterladen
Auf der offiziellen Sicherheitsübersicht des Herstellers wird die Watch-4-Reihe im Quartals-Patch-Zyklus bereits nicht mehr geführt. Stattdessen listen die Übersichten dort gegenwärtig nur noch die Serien von der Galaxy Watch 5 bis zur Watch 9 sowie die Modelle Watch Ultra und Watch Ultra 2. Berichten zufolge erfolgte der letzte reguläre Sicherheitspatch für die vierte Generation im August, während das formelle Support-Ende auf Anfang September datiert wird; ein taggenaues Datum wurde vom Hersteller nicht genannt.
Neue Funktionen für neuere Modellgenerationen
Die nachfolgenden Generationen bleiben von dem Schritt unberührt: Die Galaxy Watch 5, die Watch 5 Pro sowie alle späteren Modelle sollen One UI 9 Watch bis Ende 2026 erhalten. Die neue Software-Generation soll laut Berichten eine überarbeitete Benutzeroberfläche mitbringen, ergänzt durch einen per Handgelenkgeste bedienbaren KI-Assistenten sowie Gesundheitsfunktionen wie Daily Cardio Load und einen Heart Health Score.
Im Rahmen der bisherigen Richtlinien garantierte der Hersteller für die Baureihen von der Galaxy Watch 4 bis zur Watch 8, für die Watch FE sowie für die erste Watch Ultra insgesamt vier Jahre an großen Updates und fünf Jahre an Sicherheitspatches. Ab der Galaxy Watch 9 sowie für die Watch Ultra 2 hat Samsung diesen Rahmen erweitert: Für diese Modelle werden fünf Jahre an One UI Watch-Upgrades zusammen mit Sicherheitsaktualisierungen zugesagt.
Wer Online-Banking, Shopping oder Messenger-Dienste auf seinen Mobilgeräten nutzt, sollte das Thema Sicherheit nicht dem Zufall überlassen. In diesem kostenlosen PDF-Ratgeber erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie Ihr System dauerhaft gegen Viren und Internet-Kriminalität absichern. 5 Schutzmaßnahmen für Ihr Smartphone entdecken
Spekulationen im Vorfeld der Entscheidung
Vor der Bestätigung gab es Diskussionen über den künftigen Software-Pfad älterer Generationen. Der Leaker kro hatte über die Plattform X und das Fachportal Android Authority berichtet, der Konzern prüfe, bei älteren Smartwatch-Modellen auf große System-Upgrades zu verzichten und lediglich Sicherheitsaktualisierungen bereitzustellen. Samsung wollte diese Angaben gegenüber Android Authority weder bestätigen noch dementieren.
Als mögliche Ursachen für derartige Überlegungen nannte der Leaker ungelöste Probleme bei Prozessoren und Software-Fehler, darunter erhöhten Akkuverbrauch und Verlangsamungen, neben allgemeinen Kostensenkungen. In diesem Zusammenhang wurde darauf verwiesen, dass die Galaxy Watch 5 zu jenem Zeitpunkt noch nicht in der Beta-Version von One UI 9.0 Watch integriert war.

