Galaxy Watch 9 im Test: Display mit 3.000 Nits, schwache Ausdauer

Erste Tests der Galaxy Watch 9 bemängeln die Akkulaufzeit trotz deutlich verbesserter Performance. Die Ultra 2 punktet mit langer Laufzeit.

Trotz umfassender Hardware-Upgrades und einer gesteigerten Rechenleistung sieht sich die neue Samsung Galaxy Watch 9 nach ersten Testberichten Kritik an ihrer Ausdauer gegenüber.

Insbesondere das 44-mm-Modell mit seinem 445-mAh-Akku erreichte in Praxistests kaum eine Laufzeit von einem vollen Tag, selbst wenn das Always-On-Display deaktiviert war. Zudem wird die Ladedauer der Smartwatch, die mit über einer Stunde beziffert wird, als Hindernis im Alltag bewertet.

Inkrementelle Hardware-Verbesserungen und gesteigerte Rechenleistung

Im Inneren der Galaxy Watch 9 arbeitet der Snapdragon Wear Elite Chip, der im 3-nm-Verfahren bei TSMC gefertigt wird. Diese neue Prozessor-Generation verspricht eine Leistungssteigerung der CPU um 32 Prozent sowie der GPU um 19 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell.

Insgesamt wird die allgemeine Performance-Verbesserung auf etwa 50 Prozent geschätzt. Ergänzt wird die Hardware durch eine dedizierte NPU, die speziell für On-Device-KI-Anwendungen ausgelegt ist.

Das Display der Smartwatch erreicht eine Helligkeit von bis zu 3.000 Nits und ist in den Größen 1,34 Zoll sowie 1,47 Zoll verfügbar. Beim Gehäusedesign setzt Samsung auf das bewährte „Squircle“-Format aus „Armor Aluminum 2“.

Hinsichtlich der Sensorik integriert der Hersteller den BioActive Sensor, der Funktionen wie die Messung der Körperzusammensetzung (BIA), EKG und eine optische Herzfrequenzmessung unterstützt. Eine überarbeitete Vitals-App sowie neue Metriken wie ein Heart Health Score und ein Fitness-Index sollen die gesundheitliche Überwachung präzisieren.

Preisgestaltung und Marktpositionierung

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In den USA startete die Galaxy Watch 9 zu einem Einstiegspreis von 379,99 US-Dollar, was einer Preiserhöhung von 30 US-Dollar gegenüber dem Vorgängermodell entspricht. Auf dem indischen Markt wird das 44-mm-LTE-Modell für 44.999 Rupien angeboten, während die Preise in Australien bei 649 Australischen Dollar beginnen.

Genauigkeitsmessungen während eines Lauftests über eine Distanz von 5 Kilometern ergaben eine gemessene Distanz von 3,15 Meilen, was geringfügig von der offiziellen Angabe von 3,146 Meilen abwich. Bei einer Schrittzählung von 5.000 Schritten registrierte das Gerät 5.079 Schritte.

Galaxy Watch Ultra 2 als leistungsstarke Alternative

Parallel zur Standard-Serie positioniert Samsung die Galaxy Watch Ultra 2 als Premium-Modell für den Outdoor- und Profisport-Bereich. Mit einem Preis von 649 Britischen Pfund (47-mm-LTE-Modell) unterbietet das Unternehmen preislich direkte Konkurrenzprodukte wie die Apple Watch Ultra 3 oder die Garmin Fenix 8 AMOLED.

Die Ultra 2 zeichnet sich durch ein 5.000 Nits helles Display und einen deutlich größeren Akku mit 800 mAh Kapazität aus, der laut Herstellerangaben eine Laufzeit von bis zu 60 Stunden ermöglichen soll.

Trotz des um 35 Prozent größeren Akkus konnte die Gehäusedicke von 12,1 mm auf 10,7 mm reduziert werden. Das Gerät verfügt über einen Titanrahmen, Saphirglas und ist nach dem EN13319-Standard für Tauchgänge bis zu 40 Metern zertifiziert.

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Softwareseitig basiert die Ultra-Variante auf Wear OS 7 mit der Benutzeroberfläche One UI Watch 9. Zu den speziellen Funktionen gehören ein Trail-Run-Modus mit Hydrations-Hinweisen sowie eine Integration der Gemini AI für präventive Gesundheits-Scores.

In ersten GPS-Tests im Rahmen eines Halbmarathons wurden jedoch Abweichungen festgestellt: Während ein Vergleichsgerät von Garmin 21,17 Kilometer maß, zeichnete die Galaxy Watch Ultra 2 eine Distanz von 20,36 Kilometern auf.