Samsungs neueste Faltgeräte kommen mit einem Betriebssystem, das keine Fehler verzeiht. Der koreanische Elektronikkonzern hat offiziell seine nächste Generation an Falt-Smartphones vorgestellt – die Galaxy Z Fold 8, Z Fold 8 Ultra und Z Flip 8 – und stattet sie ab Werk mit One UI 9 aus. Das Update setzt neue Maßstäbe bei der Sicherheit, doch der Preis dafür ist hoch.
13 Fehlversuche und das Gerät ist weg
Die wohl einschneidendste Neuerung betrifft den Zugriffsschutz. Wer seinen PIN 13 Mal hintereinander falsch eingibt, verliert den Zugriff auf sein Gerät dauerhaft. Das System sperrt sich dann vollständig – eine Wiederherstellung ist nur durch eine Komplettlöschung (Factory Reset) möglich. Und selbst dann verlangt die sogenannte Factory Reset Protection (FRP) die erneute Anmeldung sowohl im Samsung- als auch im Google-Konto.
Der Sperrmechanismus eskaliert schrittweise: Nach fünf Fehlversuchen gibt es eine Minute Pause, nach zwölf Versuchen sind es bereits 24 Stunden. Der 13. Fehlversuch ist dann endgültig. Für Nutzer von Gesichts- oder Fingerabdruckscannern gilt zudem: Alle 72 Stunden muss zwingend der PIN eingegeben werden.
Google-Suche direkt auf dem Startbildschirm
One UI 9 integriert eine Google-Suchleiste fest in den Startbildschirm der neuen Foldables – eine Funktion, die bisher Pixel-Geräten vorbehalten war. Die Leiste lässt sich in den Einstellungen des Launchers deaktivieren. In den aktuellen Beta-Versionen für das Galaxy S26 Ultra fehlt das Feature allerdings noch.
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Neues Multitasking-Layout für die großen Falt-Displays
Samsung erweitert die Split-Screen-Funktionen: Auf dem Standard-Fold 8 gibt es ein 90:10-Drei-App-Layout in vertikaler Dreifach-Anordnung. Das Ultra-Modell setzt auf eine andere Konfiguration – ein großes Fenster mit zwei gestapelten Fenstern daneben. In den „Labs“-Einstellungen testet Samsung zudem per-App-Zoomstufen mit fünf verschiedenen Zoom-Leveln. Diese Funktion wurde bislang nur auf dem Standard-Fold 8 identifiziert.
Technische Daten: Schlanker, leichter, heller
Das Galaxy Z Fold 8 präsentiert sich im Passformat – ein Design, das an die Abmessungen eines Reisepasses erinnert. Der Bildschirm ist 21 Prozent breiter als beim Vorgänger und bietet ein 4:3-Seitenverhältnis. Mit nur 4,1 Millimetern Dicke und 201 Gramm Gewicht ist es eines der dünnsten und leichtesten Faltgeräte am Markt.
Die wichtigsten Spezifikationen:
- Display: 7,6 Zoll Hauptbildschirm mit 3.000 Nits Spitzenhelligkeit
- Prozessor: Snapdragon 8 Elite Gen 5
- Speicher: Bis zu 16 GB RAM und 1 TB interner Speicher
- Akku: 4.800 mAh mit 45W kabelgebundenem Laden
- Kamera: Dual-50-Megapixel-Sensor
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Smart Switch: Daten von iPhones ohne App
Für den Umstieg von Apple-Geräten hat Samsung die Smart Switch-App überarbeitet. Sie ermöglicht jetzt die drahtlose Übertragung von Passwörtern, Passkeys, WLAN-Netzwerken, Anrufhistorie und eSIM-Profilen von iPhones und iPads mit iOS 26.6 oder höher – ohne dass eine separate App auf dem Quellgerät installiert sein muss.
Preise und Verfügbarkeit
Das Galaxy Z Fold 8 startet bei 1.899,99 Euro (umgerechnet aus dem US-Preis). Auf dem indischen Markt liegen die Preise zwischen umgerechnet rund 2.000 Euro für die 256-GB-Version und knapp 2.700 Euro für das 1-TB-Modell. Die finale Verkaufsfirmware soll bis zum 7. August 2026 fertiggestellt sein. Ein breiterer Rollout von One UI 9 für ältere, kompatible Geräte ist für September 2026 geplant.

