Der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat heute in London seine neueste Generation an Falt-Smartphones vorgestellt. Mit gleich drei Modellen – darunter erstmals ein „Ultra“-Ableger – will der Konzern die Konkurrenz auf Distanz halten.
Die Ultra-Revolution: Größer, besser, teurer
Erstmals überträgt Samsung sein erfolgreiches Ultra-Branding auf die faltbare Produktlinie. Das Galaxy Z Fold8 Ultra kommt mit einem 8-Zoll-Hauptdisplay und einem 6,5-Zoll-Außenbildschirm daher. Trotz der üppigen Bildschirmfläche bleibt das Gerät mit 4,1 Millimetern im aufgeklappten Zustand erstaunlich schlank und wiegt lediglich 215 Gramm.
Die Kameraausstattung liest sich wie eine Wunschliste: Ein 200-Megapixel-Hauptsensor, eine 50-Megapixel-Ultrawide-Linse und ein 10-Megapixel-Teleobjektiv. Der Akku fasst 5.000 Milliamperestunden, setzt auf Silizium-Kohlenstoff-Technologie und unterstützt 45-Watt-Kabel- sowie 20-Watt-Induktivladen. Der Preis? Rund 2.100 Euro – ein stolzes Wort, das zeigt, wohin die Reise geht.
Der Klassiker im neuen Gewand
Das Standardmodell Galaxy Z Fold8 hat eine grundlegende Design-Überholung erfahren. Samsung reagiert damit auf jahrelange Kritik: Das „Passport-Format“ mit einem 7,6-Zoll-Hauptdisplay im 4:3-Seitenverhältnis wirkt kompakter, das Außendisplay misst nun 5,5 Zoll. Schluss mit schmalen Buchstaben auf dem Cover-Bildschirm.
Mit 201 Gramm ist das Gerät leichter geworden. Die Dual-Kamera löst mit zweimal 50 Megapixeln auf, der Akku fasst 4.800 Milliamperestunden. Der Preis startet bei 1.900 Euro. Samsung-Chef Roh Tae-moon sprach bei der Enthüllung von der „ausgereiftesten Iteration der Galaxy-Z-Serie“ – ein klares Signal an die Konkurrenz.
Der Klappbar-Klassiker wird erwachsen
Das Galaxy Z Flip8 bleibt der kompakte Klassiker unter den Falt-Handys. Das Hauptdisplay wächst auf 6,9 Zoll, das äußere FlexWindow auf 4,1 Zoll. Mit 180 Gramm und 6,1 Millimetern im aufgeklappten Zustand ist es der Leichtbau unter den Dreien.
Der Akku leistet 4.300 Milliamperestunden, die Hauptkamera kommt mit 50 Megapixeln. Der Einstiegspreis liegt bei rund 1.200 Euro. Branchenbeobachter rechnen vor: Die Preise sind gegenüber den Vorgängermodellen um acht bis 18 Prozent gestiegen.
Künstliche Intelligenz als Herzstück
Alle drei Modelle werden vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 angetrieben und laufen mit Android 17. Das „Flex Titanium“-Scharnier soll die berüchtigte Display-Falte deutlich reduzieren und die Haltbarkeit erhöhen. Die Bildschirme erreichen eine Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits.
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Die Software setzt auf Galaxy AI und Gemini Intelligence. Zu den neuen Funktionen gehören:
- Now Nudge – ein proaktiver Assistent
- Gemini Automated Tasks – für automatisierte Abläufe
- My FanCam und Camcorder Grip – spezielle Kameramodi für Content Creator
- Gemini Notebook – eine KI-gestützte Notiz-App
Mehr als nur Smartphones: Wearables und smarte Brillen
Samsung nutzte die Londoner Bühne auch für Updates bei den Wearables. Die Galaxy Watch9 kommt in 40 und 44 Millimetern, mit Snapdragon Wear Elite-Chip und bis zu 30 Stunden Akkulaufzeit – ab 379 Euro. Die robustere Galaxy Watch Ultra2 bietet ein 47-Millimeter-Titangehäuse und 60 Stunden Betriebszeit für 699 Euro.
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Besonders spannend: Eine Zusammenarbeit mit Google brachte smarte Brillengestelle hervor, entwickelt mit den Partnern Gentle Monster und Warby Parker. Samsung positioniert sich damit zunehmend als Ökosystem-Anbieter.
Vorbestellungen laufen – Marktstart im August
Die Vorbestellungen für Galaxy Z Fold8, Fold8 Ultra und Flip8 starteten heute über die offiziellen Kanäle. Der reguläre Verkaufsstart ist für den 7. August 2026 in den USA, Großbritannien, Südkorea, Indien und Brasilien geplant. Ob und wann die Geräte nach Deutschland kommen, ließ Samsung zunächst offen – üblich ist jedoch eine zeitnahe Markteinführung auch hierzulande.

