Apple arbeitet Berichten zufolge seit über einem Jahr an eigenen Game-Controllern für das iPhone. Wie Bloomberg berichtete, sind zwei unterschiedliche Modelle in Entwicklung, die voraussichtlich nicht unter dem Apple-Logo, sondern unter der Marke Beats vermarktet werden sollen.
Beats als Absender statt Apple
Geleitet wird das Projekt demnach von Managern der Tochtermarke Beats, die Apple 2014 übernommen hatte. Engineering und Design liegen laut den Berichten bei Beats selbst, das bereits Zubehör wie Kabel und iPhone-Hüllen vertreibt.
Die Entscheidung, die Controller nicht unter dem eigentlichen Apple-Branding zu positionieren, dürfte mit der angestrebten Preisgestaltung zusammenhängen: Ziel sei es, teure Apple-typische Materialien zu vermeiden und so eine breitere Nutzerbasis anzusprechen. Der Markt für mobiles Gaming gilt als wachsend und offenbar als strategisch relevant genug, um ein eigenes Hardware-Zubehör zu rechtfertigen.
Hinweise im Code der macOS-Beta
Konkrete technische Spuren fanden sich laut MacRumors im Code einer Vorabversion von macOS 26.7. Die Einträge sollen Hinweise auf zwei separate Controller-Modelle mit den Codenamen T6502 und T1057 enthalten. Diese Funde stützen die Berichte über eine parallele Entwicklung zweier Geräte, die sich offenbar in Ausstattung und Zielgruppe unterscheiden.
Ausstattung: Von D-Pad bis Gyroskop
Beide Controller sollen über ein D-Pad, zwei Analogsticks, Schultertasten und Trigger sowie eine Home- und Menu-Taste verfügen. Zusätzlich ist ein haptischer Motor vorgesehen.
Ein Modell soll darüber hinaus mit Beschleunigungsmesser und Gyroskop ausgestattet sein, was auf bewegungsbasierte Steuerungsoptionen hindeutet. Für die Verbindung zu den Endgeräten ist bei beiden Varianten Bluetooth vorgesehen, sodass sich die Controller neben dem iPhone auch mit MacBook und MacBook Pro nutzen ließen.
Wer sich für die neuen Gaming-Möglichkeiten interessiert, merkt schnell, dass die Apple-Welt ihre ganz eigene Sprache spricht. Dieses kostenlose PDF-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe rund um das iPhone verständlich und kompakt. Gratis iPhone-Lexikon jetzt sichern
Bei der Formgebung werden zwei mögliche Ansätze diskutiert: Zum einen ein Design mit Bedienelementen an beiden Enden, wie es etwa vom Steam Deck bekannt ist, zum anderen ein klassischer Joystick mit integrierter Handyhalterung. Welche der beiden Varianten letztlich umgesetzt wird, ist bislang offen.
Preisliche Einordnung und Marktumfeld
Die Controller sollen den Berichten zufolge eher im günstigeren Preissegment positioniert werden. Zum Vergleich: Drittanbieter-Controller wie das Backbone One kosten aktuell R$ 2.299, das SteelSeries Nimbus+ liegt bei R$ 1.299. Eine offizielle Vorstellung von Apples eigenen Modellen wird nicht vor dem kommenden Jahr erwartet.
Eingebettet wäre ein solches Zubehör in ein Ökosystem, das mit Apple Arcade bereits seit 2019 existiert – der Dienst kostet im Jahresabo derzeit 49,99 US-Dollar. Eigene Controller könnten das Spiele-Angebot auf iPhone und Mac stärker an klassische Konsolen- und Handheld-Erfahrungen heranführen.
Um das volle Potenzial Ihres Geräts für Spiele und Anwendungen auszuschöpfen, hilft oft ein Blick auf die versteckten Funktionen. Ein kostenloser Ratgeber zeigt Ihnen die wichtigsten Schritte, um Ihr Gerät von Beginn an optimal zu nutzen. Kostenloses Starterpaket herunterladen
Offene Fragen
Zu Preis, konkreter Technik und einem möglichen Verkaufsstart liegen bislang keine offiziellen Angaben vor. Ein Marktstart ist von Apple nicht bestätigt, und das Unternehmen hat sich zu den kursierenden Berichten bislang nicht geäußert. Bis zu einer offiziellen Ankündigung bleiben Details wie endgültiges Design, Preis und Zeitpunkt der Markteinführung damit spekulativ.

