Mit macOS 27 Golden Gate verabschiedet sich Apple endgültig von Intel-Prozessoren. Die erste öffentliche Beta läuft – und bringt tiefgreifende Veränderungen.
Seit dem 15. Juli 2026 können Nutzer die öffentliche Beta von macOS 27 Golden Gate testen. Die neue Betriebssystem-Generation setzt zwingend Apple Silicon voraus. Intel-basierte Macs bleiben auf macOS 26 Tahoe oder älter beschränkt. Parallel dazu liefert Apple eine neue Version seines Game Porting Toolkits, das Windows-Spiele auf dem Mac deutlich flüssiger laufen lässt.
Ein neues Design und tiefere KI-Integration
macOS 27 Golden Gate führt das sogenannte Liquid Glass Design ein – eine optische Überarbeitung, die an glasartige, fließende Oberflächen erinnert. Hinzu kommt eine engere Verzahnung mit Siri und den Apple-Intelligence-Funktionen. Die öffentliche Beta folgt auf die dritte Entwickler-Beta vom 6. Juli, die vor allem Stabilitätsverbesserungen brachte.
Der Schritt ist konsequent: Seit dem ersten M1-Chip 2020 hat Apple den Übergang zur eigenen Architektur vorangetrieben. Mit macOS 27 ist die Intel-Ära nun endgültig Geschichte. Branchenbeobachter rechnen mit der finalen Version im Herbst 2026 – zeitgleich zu iOS 27 und visionOS 27.
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Spieler profitieren von massiven Leistungssprüngen
Das Game Porting Toolkit 4 (GPTK) sorgt derzeit für Aufsehen. Die Beta-Version übersetzt DirectX-11- und DirectX-12-Befehle in Apples Metal-API – und das deutlich effizienter als noch vor wenigen Monaten.
Tests auf einem M4 Pro MacBook Pro mit 24 GB RAM zeigen beeindruckende Ergebnisse: Grand Theft Auto V legt bei 2K-Auflösung um 66 Prozent zu – von 106 auf 176 Bilder pro Sekunde. Auch Red Dead Redemption 2 verbessert sich von 60 auf 75 fps. Die Gewinne sind reine Software-Optimierung, keine Hardware-Änderung.
Entwickler können zudem den neuen Agentic Porting Workflow nutzen, der die Portierung von Windows-Software auf den Mac automatisiert.
Profi-Software zieht nach
Auch die kreative Industrie reagiert. Avid veröffentlichte am 16. Juli Pro Tools 2026.4.1 mit offizieller Unterstützung für M5-Macs. Das Update bringt ein Fraunhofer-MPEG-H-Renderer-Plugin, einen Immersive Panner und eine neue Track-Pin-Funktion.
Im Bereich Bildbearbeitung zeichnet sich eine Übernahme ab: Adobe steht kurz vor dem Kauf von Topaz Labs. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Ziel ist die Integration KI-gestützter Werkzeuge zur Bildverbesserung und Hochskalierung in die Creative Cloud und Firefly.
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Microsoft schränkt alte Office-Versionen ein
Ein weiterer Paukenschlag betrifft Microsoft-Nutzer auf dem Mac. Seit dem 13. Juli 2026 gilt eine neue Richtlinie für Microsoft 365, Office 2021 und Office 2019 auf Apple-Geräten.
Wer macOS 12 oder älter beziehungsweise iOS 16 oder älter nutzt, kann Office nur noch im Lesemodus verwenden. Bearbeiten, Speichern oder Erstellen neuer Dokumente ist nicht mehr möglich. Betroffen ist vor allem Office 2019 für Mac – Microsoft bietet für diese Version keinen Upgrade-Pfad mehr an. Der Konzern verweist auf die Web-Versionen seiner Programme oder ein Upgrade des Betriebssystems.

