Game Porting Toolkit 4: Mac-Spiele verdoppeln Bildraten auf M4 Pro

Die Beta von Apples Game Porting Toolkit 4 verdoppelt fast die Bildraten auf dem M4 Pro und beschert Spielen wie GTA V einen deutlichen FPS-Schub.

Die neue Beta von Apples Spiele-Übersetzungstool GPTK 4 beschert Mac-Spielen einen gewaltigen Leistungssprung. Auf dem M4 Pro verdoppeln sich die Bildraten fast.

Apple hat mit der Beta des Game Porting Toolkit 4 (GPTK 4) einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Erste Benchmarks auf einem Mac mit M4 Pro und 24 Gigabyte Arbeitsspeicher zeigen: Die Übersetzung von Windows-Titeln auf macOS wird rasant schneller. Besonders beeindruckend: „Grand Theft Auto V“ erreicht in 2K-Auflösung mit mittleren bis hohen Details satte 176 Bilder pro Sekunde – ein Plus von 66 Prozent gegenüber der Vorgängerversion, die nur auf 106 fps kam.

Das Tool, das Apple im Frühsommer auf der WWDC 2026 vorstellte, optimiert die Übersetzung von DirectX-Befehlen in Apples hauseigene Metal-Schnittstelle. Auch die Umsetzung von x86- auf ARM-Architektur wurde verbessert. Die Folge: Weniger Rechenaufwand in der Übersetzungsschicht, mehr Leistung fürs Spiel.

Auch „Red Dead Redemption 2“ legt zu

Nicht nur GTA V profitiert. „Red Dead Redemption 2“ steigert seine Bildrate von 60 auf 75 fps – ein Zuwachs von 25 Prozent. Das GPTK ist eigentlich als Entwicklerwerkzeug gedacht, wird aber von Spielern inoffiziell genutzt, um Windows-exklusive Titel auf Apple Silicon zum Laufen zu bringen.

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Die Fortschritte bei übersetzten Spielen reihen sich ein in den Erfolg nativer Ports. „Cyberpunk 2077 Ultimate Edition“ wurde 2025 zum Mac-Spiel des Jahres gekürt.

Neue Spiele und Updates für den Mac

In den kommenden Wochen erwartet die Mac-Gaming-Community mehrere Highlights:

  • „Die Sims 4“ erhält am 21. Juli 2026 ein Update mit einer „Memory Boost“-Funktion, die Ruckler reduziert und die Bildrate verbessert. Dazu kommen eine AutoSave-Funktion und ein separater Speicherplatz für Spielstände.
  • „Madden NFL 27 Arcade Edition“ erscheint am 6. August 2026 auf Apple Arcade. Der Titel läuft auf iPhone, iPad, Mac und Apple TV – und kommt ohne Mikrotransaktionen aus.
  • Prominente Unterstützung: Die US-Talkmasterin Whoopi Goldberg forderte am 14. Juli 2026 öffentlich Blizzard auf, „Diablo IV“ nativ für den Mac zu veröffentlichen. Das Spiel ist bislang nur für PC und Konsolen erhältlich.
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Konkurrenz im ARM-Gaming-Sektor

Apple ist nicht allein im Rennen um ARM-basiertes Gaming. Nvidia hat Partnerschaften mit Publishern wie Sega, Capcom, Konami und Riot Games geschlossen, um seine RTX-Spark-ARM-Gaming-PCs zu pushen. Diese Systeme nutzen Technologien wie DLSS und Frame Generation – „Alan Wake II“ läuft dort mit über 90 fps.

Doch trotz der Fortschritte bleiben Hürden. Spiele mit speziellen Anti-Cheat-Systemen – etwa „Fortnite“ – lassen sich weiterhin nicht über die Übersetzungsschicht starten. Und der langfristige Erfolg von Mac-Gaming hängt davon ab, ob Entwickler auf native ARM-Versionen setzen, statt nur auf Übersetzungstools zu vertrauen.