Gamebaby: Bitmo Lab bringt iPhone-Controller mit elf Tasten

Bitmo Lab präsentiert mit dem Gamebaby ein Tasten-Case fürs iPhone, das klassische Spiele mit physischen Buttons erlebbar macht. Der Retro-Zubehörmarkt wächst.

Mit dem Gamebaby bringt Bitmo Lab einen Controller-Schutzcase fürs iPhone auf den Markt – und macht klassisches Gaming damit endlich griffig.

Die Zeiten, in denen man auf dem Smartphone fummelig über den Touchscreen wischte, um Retro-Klassiker zu spielen, könnten bald vorbei sein. Der neue Gamebaby von Bitmo Lab verwandelt das iPhone in eine Handheld-Konsole mit echten Tasten. Das Zubehör richtet sich an alle, die alte Spiele lieber mit physischen Buttons statt mit Glasoberfläche erleben wollen.

Elf Tasten für den Retro-Spaß

Der Gamebaby ist eine Schutzhülle mit elf physischen Tasten, die eine echte Alternative zur Touchscreen-Steuerung bieten soll. Entwickelt wurde das Zubehör speziell für den Delta-Emulator – über sogenannte „Control Skins“ werden die Tasten direkt auf die Software abgebildet. Kompatibel ist das Case mit dem iPhone 15 Pro Max und dem iPhone 16 Pro Max sowie der kommenden iPhone-17-Serie – nur das günstigere 17e-Modell bleibt außen vor.

Der reguläre Preis liegt bei 35 Euro, zum Start gewährt Bitmo Lab einen Einführungspreis von 25 Euro. Der Launch folgt auf die breite Verfügbarkeit des Delta-Emulators: Während Nutzer in den USA ihn direkt über den App Store beziehen, läuft der Zugang in der EU über den AltStore.

Der Retro-Markt brummt

Der Gamebaby ist nicht das einzige Produkt, das in diesen Tagen auf den Retro-Zug aufspringt. Erst am Donnerstag öffnete Ayaneo die Vorbestellung für den Konkr Pocket Advance – ein Android-Handheld im Stil des Game Boy Advance. Das Gerät mit 3,5-Zoll-Display und 960×640 Pixeln kostet in der Frühbucher-Phase 89 Euro, regulär werden 109 Euro fällig.

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Auch bei der Stromversorgung alter Geräte tut sich einiges: Der Werewolf VFLEX-Dongle versorgt Original-Hardware wie den Game Boy von 1989 oder das Super Famicom von 1990 per USB-C mit Energie. Das programmierbare Gerät kostet nur 8 Euro und umgeht die lästige Batteriesuche – ein Game Boy zieht dabei gerade einmal 0,33 Watt.

Alte Systeme, neue Technik

Der Trend, Alt und Neu zu verbinden, geht aber weit über kommerzielle Produkte hinaus. So kursieren derzeit technische Details zu einem umgebauten NES-Controller, der mit einem Wemos-ESP32-S2-Mini und einem kleinen TFT-Display bestückt wird – damit lassen sich 8-Bit-Systeme und sogar Spiele wie Doom starten. Auch auf dem Steam Deck experimentieren Nutzer mit Disketten, die über spezielle Plugins Spiele starten – wobei die Datenträger nur Links enthalten, keine vollständigen Spieledaten.

Bei Apple selbst zeichnet sich derweil eine größere Öffnung ab: Der Konzern arbeitet offenbar an einer Zwischenablage-Funktion zwischen iPhone und Windows-Geräten. Der Schritt folgt auf regulatorische Forderungen aus diesem Jahr. Die Fertigstellung der Funktion wird für Herbst 2027 erwartet – das zugrunde liegende AccessorySetupKit soll dabei nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer Daten zwischen den Systemen austauschen.

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Blick in die Zukunft

Während Zubehör wie der Gamebaby auf aktuelle und kommende iPhone-Modelle zielt, zeichnen Analysten bereits ein düsteres Bild für die nächste Generation: Das iPhone 18 Pro Max könnte wegen steigender Kosten für 2-nm-Chips und Speicherkomponenten um mehrere Hundert Euro teurer werden. Sollte es so kommen, dürfte der Markt für spezialisiertes Zubehör weiter wachsen – schließlich wollen Nutzer den Wort ihrer teuren Geräte bestmöglich ausschöpfen.