Gamescom 2026: 368.000 Besucher, Rekord-Aussteller aus 66 Ländern

Die Gamescom 2026 meldete 368.000 Gäste und 1.743 Aussteller. Digitale Reichweite, neue Spiele und Diebstähle prägten die Messe.

Die Gamescom 2026 in Köln ist mit einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen zu Ende gegangen. Insgesamt zählten die Veranstalter 368.000 Gäste aus 131 Ländern, was einem Zuwachs von sechs Prozent gegenüber den 357.000 Besuchern im Vorjahr entspricht. Damit blieb die Messe nur knapp unter dem Rekordwert von 373.000 Teilnehmern aus dem Jahr 2019. Die zur Verfügung stehende Fläche von 233.000 Quadratmetern war vollständig ausverkauft.

Internationale Beteiligung und asiatische Marktdominanz

Die Veranstaltung verzeichnete 1.743 Aussteller aus 66 Ländern, was einer Steigerung um elf Prozent entspricht. Der Anteil ausländischer Unternehmen lag bei 72 Prozent, wobei insgesamt 47 Länder-Pavillons vertreten waren. Branchenanalysten werteten die starke Präsenz internationaler Akteure als Beleg für eine fortlaufende Verschiebung der Branchengewichte weg vom nordamerikanischen Markt.

Insbesondere Unternehmen aus Südkorea und China prägten das diesbezügliche Messegeschehen. Koreanische Konzerne wie Krafton, NCSoft, Nexon und Kakao Games richteten ihre Neuvorstellungen bereits in der Entwicklungsphase auf den Weltmarkt aus. Krafton enthüllte fünf neue Titel, darunter Project Zeta und PUBG: Deadnet.

NCSoft präsentierte Projekte wie Like or Die und Cinder City, während der Start von Aion 2 auf der Plattform Steam für den 5. Oktober angekündigt wurde. Pearl Abyss zeigte zudem eine erweiterte Version von Crimson Desert.

Digitale Reichweite und Software-Highlights

Auch im digitalen Raum erzielte die Messe eine hohe Resonanz mit insgesamt 624 Millionen Video-Aufrufen über den gesamten Zeitraum. Allein das Format Opening Night Live am 25. August verzeichnete 78 Millionen Views. Ein 26-minütiger Trailer zu GTA 6, der auf Netflix veröffentlicht wurde, sorgte für erhebliches Aufsehen und überschattete zeitweise die Ankündigungen der Eröffnungsshow.

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Zu den zentralen Software-Ankündigungen gehörte ein Remaster von The Witcher 3, das Ende September kostenlos für Besitzer des Originaltitels erscheinen soll. Eine neue Erweiterung mit dem Titel Songs of the Past wurde für das Jahr 2027 in Aussicht gestellt.

Weitere Termine im Veröffentlichungskalender umfassen Silent Hill: Townfall für den 24. September sowie die Vollversion von Path of Exile 2 am 11. Dezember. Auch ein Remake von Heroes of Might and Magic III und Details zum neuen Fable-Reboot waren Bestandteil der Branchen-Updates.

Hardware-Innovationen und Wachstum im Indie-Bereich

Im Hardware-Segment präsentierte Samsung sein Odyssey-Lineup für das kommende Jahr. Zu den vorgestellten Geräten gehörte der Odyssey G6 mit einer Bildwiederholrate von bis zu 1.100 Hertz in HD sowie der OLED G8, ein 32-Zoll-Monitor mit 4K-Auflösung und einem Triple-Mode, der Bildwiederholraten zwischen 360 und 680 Hertz ermöglicht.

Der Indie-Bereich verzeichnete ein Flächenwachstum von 16 Prozent. Die Indie Arena Booth belegte 2.000 Quadratmeter und zeigte 200 Spiele aus 41 Ländern. In diesem Umfeld wurde unter anderem das durch die Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Projekt SOKO 1977 vorgestellt, dessen Veröffentlichung für Januar 2027 geplant ist.

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Sicherheitsvorfälle und Kritik während der Messetage

Überschattet wurde die Veranstaltung von einer Serie von Diebstählen. Berichten zufolge wurden insgesamt acht Laptops und ein Steam Deck aus verschiedenen Hallen entwendet. Betroffen waren unter anderem Tessera Studios, denen Hardware aus einem verschlossenen Schrank im Indie-Bereich gestohlen wurde, sowie der Solo-Entwickler Ryan Laley und das Unternehmen iam8bit.

In der Branche wurde Kritik an der Reaktion der Messeleitung laut, die betroffene Aussteller primär auf Versicherungswege verwies. Branchenkollegen wie CD Projekt RED boten den betroffenen Entwicklern daraufhin Unterstützung an.