Gaming-Monitore 2026: LG, Xiaomi und Samsung setzen neue Maßstäbe

Der Markt für Gaming-Monitore erlebt 2026 einen Umbruch mit neuen Flaggschiffen von LG und Xiaomi sowie drastischen Preisreduzierungen bei OLED-Modellen von Samsung.

Der Markt für Gaming-Monitore erlebt einen dramatischen Umbruch. Neue Ultra-HD-Riesen, bahnbrechende Mini-LED-Technik und beispiellose Preisstürze bei OLED definieren das Jahr 2026 neu. Für Spieler und Tech-Enthusiasten bedeutet das: Noch nie war High-End so zugänglich.

LG bringt 52-Zoll-5K2K-Monster in Stellung

LG hat den Countdown für ein neues Flaggschiff gestartet. Seit dem 25. Februar sind Vorbestellungen für den UltraGear EVO 52G930B geöffnet. Das 52-Zoll-Monster mit einer Auflösung von 5120 x 2160 Pixeln (5K2K) setzt einen neuen Standard für immersive Ultrawide-Displays.

Die Spezifikationen lesen sich wie ein Wunschzettel: Eine 240-Hz-Bildwiederholrate, eine aggressive 1000R-Krümmung und ein VA-Panel mit 4000:1 Kontrast versprechen ein packendes Spielerlebnis. Interessant ist die Panel-Wahl: Statt auf OLED setzt LG auf VA-Technologie. Der Vorteil? Kein Risiko für Einbrenneffekte – ein klarer Pluspunkt für Nutzer, die den Monitor auch für Office-Arbeit nutzen. Die hohe Pixeldichte macht Text scharf, während die extreme Breite das Sichtfeld in Spielen maximiert.

Xiaomi attackiert mit Mini-LED-Offensive in Japan

Einen Tag zuvor, am 24. Februar, zog Xiaomi in Japan mit einer Sechser-Linie neuer Monitore nach. Das Flaggschiff ist der Xiaomi Mini LED Gaming Monitor G Pro 27Qi 2026. Seine Waffe: Eine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit 1.152 lokalen Dimming-Zonen und eine spektakuläre HDR-Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits. Damit positioniert sich Xiaomi als ernstzunehmender Konkurrent in der High-End-Liga.

Das Portfolio ist breit aufgestellt. Neben dem 27-Zoll-Mini-LED-Flaggschiff (180 Hz) gibt es ein 34-Zoll-Ultrawide-Curved-Modell (G34WQi, 3440×1440, 180 Hz) und einen flachen 27-Zoller mit 200 Hz. Drei weitere Modelle für den Alltagsgebrauch runden die offensive Markteinführung ab. Die Botschaft ist klar: Xiaomi will mit Top-Spezifikationen zu aggressiven Preisen Marktanteile erobern.

Samsung senkt OLED-Preise auf Rekordtief

Während neue Technologien auf den Markt drängen, erlebt die etablierte OLED-Klasse einen beispiellosen Preisverfall. Ab dem 25. Februar sanken die Preise für Samsungs Top-Modelle dramatisch.

Der gebogene 49-Zoll-Odyssey G93SC ist für unter 900 US-Dollar zu haben – ein Preissturz von 27 Prozent. Noch drastischer fiel der Rabatt beim 27-Zoll-QD-OLED-Modell G5 aus, das für nur 350 US-Dollar angeboten wird. Einige Händler legen noch die Vorbestellung für „Resident Evil: Requiem“ obendrauf. Ein klares Zeichen: Samsung räumt die Lager, um Platz für die nächste OLED-Generation zu machen.

Analyse: Der Markt spaltet sich in zwei Lager

Die Entwicklungen zeigen eine klare Trendwende in der Branche. Die Strategien der Hersteller gehen in zwei Richtungen:

  1. Mini-LED für maximale Helligkeit: Hersteller wie Xiaomi treiben die Mini-LED-Technologie in den Mainstream. Tausende Dimming-Zonen und extreme Helligkeit werden für breitere Käuferschichten erschwinglich. Diese Monitore sind die erste Wahl für helle Räume und Spieler, die bei HDR-Inhalten auf gleißende Highlights stehen.
  2. Ultra-HD-Ultrawides für Immersion: LG geht den entgegengesetzten Weg und setzt auf schiere Größe und Pixeldichte. Die Einführung von 5K2K in Gaming-Monitoren zeigt: Die Leistung moderner Grafikkarten, unterstützt durch Upscaling-Technologien wie DLSS und FSR, macht diese Auflösungen endlich spielbar.

Ausblick: Der Wettbewerb heizt sich weiter auf

Das erste Quartal 2026 setzt das Tempo für das gesamte Jahr voraus. Die Offensiven von LG und Xiaomi zwingen andere große Player wie Samsung, ASUS oder AOC zu Reaktionen. Weitere 5K2K-Ultrawides und ausgebautere Mini-LED-Portfolios dürften in den kommenden Monaten folgen.

Die radikalen Preisnachlässe bei OLED sind dabei nur der Vorbote. Die nächste OLED-Generation mit Tandem-Strukturen für mehr Helligkeit und Langlebigkeit steht bereits in den Startlöchern. Bis zur Weihnachtszeit 2026 könnten Features wie 240 Hz, extreme HDR-Werte und Garantien gegen Einbrennen zum neuen Standard in der Mittelklasse werden. Für Verbraucher war die Auswahl noch nie so gut – und der Preis für High-End-Performance noch nie so niedrig.