Gigabyte, ASUS, Dell und iiyama haben Anfang Juli 2026 gleich mehrere Hightech-Displays mit modernster OLED-Technologie vorgestellt. Die Branche liefert sich ein Wettrennen um immer höhere Bildwiederholraten und bessere Panel-Haltbarkeit – und das zu immer günstigeren Preisen.
Gigabyte und ASUS setzen auf Tempo
Am 1. Juli 2026 brachte Gigabyte seine AORUS Elite WOLED-Serie auf den Markt. Die Modelle FO27Q24G und FO27Q28G sind 27 Zoll groß und nutzen die neuesten LG Tandem WOLED-Panels. Der Unterschied: Während das eine Modell mit 240 Hz läuft, erreicht das andere 280 Hz. Beide trumpfen mit einer Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden und der Zertifizierung VESA DisplayHDR True Black 400 auf. Ein weiteres Modell, der FO27Q54G, soll sogar bis zu 720 Hz schaffen – allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt.
ASUS konterte zeitgleich mit dem ROG Strix OLED XG34WCDMS. Der 34-Zoll-Curved-Monitor kostet rund 920 Euro und setzt auf Tandem-QD-OLED-Technologie. Der Hersteller verspricht eine um 50 Prozent geringere Einbrenngefahr im Vergleich zu herkömmlichen OLED-Panels. Die Spitzenhelligkeit liegt bei beeindruckenden 1.300 Nits, die Bildwiederholrate bei 280 Hz. Für den professionellen E-Sport-Bereich brachte ASUS zudem den ROG Strix OLED XG259QWPG Ace an den Start – ein 24,5-Zoll-Monster mit sagenhaften 540 Hz und speziellen Farbmodi für Wettkampfspiele.
Dell und iiyama drängen in den Markt
Auch Dell mischt kräftig mit. Der Alienware AW3426DW, ein 34-Zoll-Curved-QD-OLED-Monitor, startete am 1. Juli in den Verkauf. Das Besondere: Er verwendet eine Fünf-Schicht-Struktur, die Samsung Display als „Penta Tandem“ bezeichnet. Mit 280 Hz und 1.300 Nits Spitzenhelligkeit liegt er auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Der Auslieferungsbeginn war bereits der 2. Juli, der Preis liegt bei umgerechnet rund 800 Euro.
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Für den europäischen Massenmarkt interessant: iiyama bringt mit dem G-Master GOB2701QSC-B1 Titan Falcon seinen ersten OLED-Gaming-Monitor überhaupt auf den Markt. Das 27-Zoll-Display nutzt LGs vierte WOLED-Generation, erreicht 280 Hz und satte 1.500 Nits Spitzenhelligkeit. Der Clou: Der Preis liegt bei nur rund 459 Euro. Damit dürfte iiyama vor allem preisbewusste Gamer ansprechen, die bisher an OLED-Monitoren vorbeigeschaut haben.
Preiskampf befeuert die Nachfrage
Die neue Produktwelle fällt mit deutlichen Preissenkungen bei bestehenden High-End-Modellen zusammen. LG senkte den Preis seines UltraGear 27GX700A-B mit 1440p-Tandem-OLED Ende Juni von 599,99 auf 484,99 US-Dollar. Auch MSI lockte Anfang Juli mit Saisonaktionen: Der MAG 321UPXB, ein 32-Zoll-4K-QD-OLED-Monitor, war zeitweise für 599,99 US-Dollar zu haben.
Doch die Technologie ruht nicht. Samsung Display kündigte am 1. Juli ein neues 31,5-Zoll-QD-OLED-Panel an. Es bietet 4K-Auflösung bei 360 Hz und eine überarbeitete Pixelstruktur, die vor allem die Darstellung von Text verbessern soll. Die Massenproduktion startet in der zweiten Jahreshälfte 2026. Erste Monitore mit diesem Panel werden für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
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Der Wahnsinn geht weiter: 1.000 Hz in Sicht
Während OLED die Premium-Klasse dominiert, treiben andere Panel-Technologien die Grenzen noch weiter. Acer listete am 1. Juli den Nitro XV273U F5 – ein 27-Zoll-IPS-Monitor, der nativ 540 Hz bei QHD-Auflösung schafft. Noch verrückter: Im Dual-Mode erreicht das Gerät satte 1.000 Hz, wenn die Auflösung auf 720p reduziert wird. Der Preis liegt bei 699,99 US-Dollar, der Marktstart in Nordamerika ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Ob und wann der Monitor nach Europa kommt, ist noch offen.

