Während Hersteller wie AOC und ThundeRobot innovative Displays mit 3D-Technik und QD-OLED-Panels vorstellen, purzeln die Preise für High-End-OLED-Modelle um bis zu 50 Prozent. Für Gamer und Profis wird der Sommer 2026 zur Schnäppchenjagd.
3D ohne Brille: ThundeRobot öffnet Vorbestellungen
Am 27. Juni startete ThundeRobot die Vorbestellungsphase für den GU27F180L, einen 27-Zoll-Monitor mit autostereoskopischer 3D-Technologie. Das Besondere: Die dreidimensionale Darstellung funktioniert ohne Spezialbrille. Stattdessen sorgen Kameras zur Augenverfolgung für den räumlichen Effekt.
Der Preis liegt bei umgerechnet rund 1.100 Euro. Das Display setzt auf ein 4K-FastIPS-Panel mit 180 Hertz Bildwiederholrate. Die Farbraumabdeckung beträgt 95 Prozent des DCI-P3-Standards, das Kontrastverhältnis liegt bei 1200:1. Zwei 6-Watt-Lautsprecher sind integriert.
Parallel dazu stellte der Komponentenhersteller HKC ein neues 23,8-Zoll-FHD-LCD-Panel vor. Mit einer Transmissionsrate von 6,8 Prozent erzielt es eine Helligkeit, die fast zehn Prozent über dem Branchendurchschnitt liegt. HKC gab an, dass das Panel für die Massenproduktion bereit sei und den Stromverbrauch senken solle.
AOC setzt auf Ultra-Wide und 360 Hertz
AOC erweiterte seine Premium-Reihe gleich doppelt. Am 27. Juni kündigte das Unternehmen den AGON PRO AGP497UCZD an – ein 49-Zoll-Curved-Monitor mit QD-OLED-Technologie. Die Auflösung beträgt 5120×1440 Pixel, die Bildwiederholrate 240 Hertz. Anschlüsse wie DisplayPort 2.1 und USB-C mit 90 Watt Ladeleistung sind an Bord.
Nur einen Tag später folgte der Q27G4SLM6/WS, ein 27-Zoll-Monitor mit 2K-Auflösung und atemberaubenden 360 Hertz. Der Preis lag zum Start bei umgerechnet rund 250 Euro. Branchenzahlen zufolge ist AOC 2026 die weltweit führende Gaming-Monitor-Marke. Das Unternehmen testet bereits 1000-Hertz-Prototypen und setzt verstärkt auf Mini-LED-Technologie mit bis zu 1152 lokalen Dimming-Zonen.
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Preise im freien Fall: OLED-Monitore werden erschwinglich
Das letzte Juni-Wochenende brachte massive Preissenkungen für High-End-OLED-Modelle. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Bewegungen:
| Modell | Datum | Neuer Preis | Ersparnis |
|---|---|---|---|
| LG 27GX790A-B UltraGear OLED (27″, QHD, 480 Hz) | 28. Juni | 649 Euro | 35 Prozent |
| ASUS ROG Swift PG27AQDM-R (27″, 240 Hz OLED) | 28. Juni | 555 Euro | 31 Prozent |
| LG UltraGear 39-Zoll OLED (curved, 240 Hz) | 27. Juni | 800 Euro | 50 Prozent |
| MSI MAG 325CQF (32″, QHD, 180 Hz) | 29. Juni | 230 Euro | – |
Besonders der LG UltraGear mit 39 Zoll Diagonale sticht hervor: Der Preis wurde für kurze Zeit halbiert. Branchenkenner sehen darin eine Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerb durch QD-OLED-Panels von Samsung und anderen Herstellern.
Der Trend: Dual-Mode und immer schnellere Panels
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Die Industrie bewegt sich weg von starren Auflösungs- und Frequenzkombinationen. Immer mehr Modelle bieten sogenannte Dual-Mode-Funktionen: Der Monitor schaltet zwischen hoher Auflösung bei moderater Bildrate und niedriger Auflösung bei extrem hoher Bildrate um. Der LG UltraGear 32GS95UE-B und AOCs U27G4XM beherrschen beispielsweise den Wechsel von 4K bei 160 Hertz auf 1080p bei 320 Hertz oder mehr.
Die Auslieferungen von OLED-Panels sind im Jahresvergleich um 78 Prozent gestiegen. Grund dafür sind QD-OLED- und WOLED-Panels mit Reaktionszeiten von bis zu 0,03 Millisekunden und Spitzenhelligkeiten von 1500 Nits. Was vor zwei Jahren noch absolute Spitzenklasse war, wird jetzt zum erschwinglichen Massenprodukt.

