Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat seine führende Position auf dem weltweiten Markt für Gaming-Monitore mit einer Bildwiederholrate von mindestens 144 Hz im ersten Quartal 2026 verteidigt. Laut aktuellen Branchendaten sicherte sich das Unternehmen einen Marktanteil von 17,7 % und steht damit das achte Jahr in Folge an der Spitze dieses Segments. Der engste Verfolger LG erreichte im gleichen Zeitraum einen Marktanteil von rund 10 %.
Dynamisches Marktwachstum und technologische Trends
Der Gesamtmarkt für leistungsstarke Gaming-Monitore verzeichnete zu Beginn des Jahres 2026 eine deutliche Expansion. Das globale Marktvolumen erreichte im ersten Quartal einen Umsatz von 2,064 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 15,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Diese Entwicklung setzt einen längerfristigen Trend fort: Während der Markt im Jahr 2022 noch bei 5,29 Milliarden US-Dollar lag, wuchs er bis zum Jahr 2025 auf 7,79 Milliarden US-Dollar an.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die zunehmende Etablierung der OLED-Technologie im Monitorbereich. Im zweiten Quartal 2026 kontrollierte Samsung Display mit einem Anteil von 70,7 % den Markt für OLED-Monitore, während LG Display auf 29,3 % kam. Beide Unternehmen arbeiten intensiv an der Verbesserung der Darstellungsqualität. So führen sowohl Samsung Display als auch LG Display neue vertikale RGB-Streifen-Subpixel-Strukturen ein, um die Textschärfe auf den Bildschirmen zu optimieren.
Wettlauf um maximale Bildwiederholraten
Der Wettbewerb zwischen den Branchengrößen konzentriert sich verstärkt auf immer höhere Bildwiederholfrequenzen. Samsung Display begann bereits im Dezember 2025 mit der Massenproduktion eines 34-Zoll-QD-OLED-Panels mit 360 Hz, das unter anderem an Partner wie ASUS, MSI und Gigabyte geliefert wird. Zudem präsentierte das Unternehmen einen 31,5-Zoll-4K-Monitor mit ebenfalls 360 Hz, während im Full-HD-Bereich Frequenzen von bis zu 680 Hz erreicht werden.
LG setzt dieser Entwicklung unter anderem den angekündigten UltraGear 25G590B entgegen. Dieser 24,5-Zoll-IPS-Monitor soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheinen und native 1000 Hz bei Full-HD-Auflösung bieten, unterstützt durch KI-basierte Szenenoptimierung. Für seine Entwicklungen im Bereich der 27-Zoll-OLED-Displays mit variablen Bildraten von 540 Hz bis 720 Hz wurde LG Display kürzlich mit einem Branchenpreis für das Display des Jahres ausgezeichnet.
Leistungsvorteile durch extrem hohe Frequenzen
Die Relevanz dieser technischen Steigerungen wird durch wissenschaftliche Untersuchungen untermauert. Eine Studie von LG Display, an der 31 Probanden teilnahmen, untersuchte die Auswirkungen hoher Bildwiederholraten auf die Spielerleistung. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Frequenz von 480 Hz die Trefferquote im Vergleich zu herkömmlichen 60-Hz-Displays um 38 % verbesserte. Gegenüber 240 Hz lag die Steigerung immer noch bei 10 %. Zudem konnte die Eingabeverzögerung bei 480 Hz um mehr als 10 Millisekunden reduziert werden.
Neben der Geschwindigkeit gewinnt die Helligkeit an Bedeutung. LG hat mit der Tandem-Technologie Spitzenhelligkeiten von bis zu 1.500 Nits für Monitore realisiert. Auch Drittanbieter nutzen diese Fortschritte: Der Hersteller iiyama brachte zuletzt den Titan Falcon auf den Markt, der auf der vierten Generation der WOLED-Technologie von LG Display basiert und eine Spitzenhelligkeit von 1.500 Nits erreicht. Während neue High-End-Modelle den Markt betreten, ist bei etablierten Geräten ein Preisverfall zu beobachten. So wurde ein 32-Zoll-Dual-Mode-OLED-Monitor von LG im Online-Handel zuletzt mit deutlichen Rabatten gegenüber der ursprünglichen unverbindlichen Preisempfehlung gesichtet.

