Gaming-PC Minisforum 895D7: 127% schneller als Steam Machine

Der Minisforum 895D7 erzielt in 4K-Spieletests bis zu 127 Prozent mehr Leistung als die Steam Machine, kostet jedoch deutlich mehr.

In aktuellen Performance-Tests hat der neue Gaming-PC Minisforum 895D7 die Steam Machine bei der Ausführung anspruchsvoller Titel in 4K-Auflösung deutlich hinter sich gelassen.

Branchenberichten zufolge erreicht das System eine durchschnittliche Mehrleistung von 55 Prozent gegenüber der Konkurrenz-Hardware. Besonders markant fielen die Unterschiede bei einzelnen Titeln aus: In „Horizon Zero Dawn Remastered“ übertraf der Rechner die Steam Machine um bis zu 127 Prozent.

Auch in anderen grafisch aufwendigen Anwendungen wurden signifikante Leistungsunterschiede gemessen. Bei „Shadow of the Tomb Raider“ lag der Minisforum 895D7 um 77 Prozent vorne, während in „Cyberpunk 2077“ ein Vorsprung von 44 Prozent ermittelt wurde.

In konkreten Zahlen ausgedrückt erreichte das Gerät in „Cyberpunk 2077“ einen Wert von 26 FPS, während die Steam Machine im direkten Vergleich auf 19 FPS kam.

Technische Ausstattung und Architektur

Die überlegene Performance lässt sich auf die verbaute Hardware zurückführen. Der Minisforum 895D7 ist mit einem Ryzen 9 8945HX-Prozessor sowie einer Radeon RX 9060 XT ausgestattet, die über 16 GB Grafikspeicher verfügt.

Das System nutzt die neue RDNA-4-Architektur und unterstützt Technologien wie FSR 4, Frame Generation sowie Variable Refresh Rate (VRR). Im Gegensatz dazu basiert die Grafikunterstützung der Steam Machine auf der RDNA-3-Architektur und verfügt über einen Grafikspeicher von 8 GB.

Trotz der Leistungsvorteile ist der Minisforum 895D7 preislich deutlich höher positioniert. Das Gerät wird mit 1.739 Euro (beziehungsweise 1.639 US-Dollar) gelistet. Die Steam Machine ist hingegen für 1.039 Euro (beziehungsweise 1.049 US-Dollar) erhältlich.

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Software-Entwicklung und Betriebssystem-Integration

Beide Systeme nutzen SteamOS als Betriebssystem. Valve hat in den letzten Tagen mehrere Updates veröffentlicht, um die Stabilität und Kompatibilität der Plattform zu erhöhen. Die stabile Version SteamOS 3.8.15 behebt unter anderem HDR-Probleme in „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ sowie einen Leistungsabfall bei der Nutzung von FSR.

Eine aktuelle Beta-Version (3.8.26) adressiert zudem spezifische Fehler wie Bildstörungen in der Unreal Engine 5 bei VR-Anwendungen, Verbindungsprobleme mit Controllern sowie Performance-Einbrüche auf anderen Handheld-Systemen.

Zudem wurde bekannt, dass die Version SteamOS 3.8.10 die Erstellung eigener Hardware-Lösungen erleichtern soll. Durch eine verbesserte Kompatibilität mit Intel- und AMD-Plattformen sowie einen vereinfachten Installationsprozess öffnet sich das System für Drittanbieter. Eine Unterstützung für Nvidia-Hardware ist derzeit noch nicht verfügbar, befinde sich jedoch laut Brancheninformationen in der Vorbereitung.

Erste Marktbeobachtungen und kritische Stimmen

Während die Leistungsdaten des Minisforum-Geräts überzeugen, gibt es zur Steam Machine erste Berichte über technische Schwierigkeiten. In einem gemeldeten Fall kam es nach einem Systemupdate zu einem GPU-Defekt, der das Gerät unbrauchbar machte.

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Dieser Fehler wird durch eine blinkende rote LED signalisiert. Ein früherer Manager aus der Konsolenbranche äußerte sich zudem skeptisch hinsichtlich der generellen 3D-Leistung der Steam Machine bei einer Auflösung von 1080p.

Die Ergebnisse der Benchmarks verdeutlichen die aktuelle Dynamik im Markt für kompakte Gaming-Systeme, bei denen Hersteller zunehmend auf leistungsstarke Komponenten setzen, um die Anforderungen moderner 4K-Anwendungen zu erfüllen.