Gaming-PCs: HP und Dell starten RTX-50-Offensive mit Panther Lake

HP und Dell lancieren High-End-PCs mit Nvidias RTX-50-Serie und Intels Panther-Lake-Chips. KI-Leistung wird zum zentralen Verkaufsargument.

HP und Dell bringen neue Desktop- und Notebook-Systeme mit Nvidias GeForce RTX 50-Serie sowie den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren auf den Markt. Die Produkteinführungen zwischen dem 24. und 26. Mai 2026 markieren den Übergang zu Intels Panther-Lake-Architektur und schnellen GDDR7-Speicherkonfigurationen.

HP setzt auf Panther Lake im HyperX Omen 15

HP erweitert sein Gaming-Ökosystem mit dem HyperX Omen 15, einem 15,3-Zoll-Gaming-Notebook, das die Lücke zwischen ultramobilen Designs und leistungsstarken Desktop-Ersatzgeräten schließt. Die Spitzenkonfigurationen nutzen entweder den Intel Core Ultra 9 386H aus der Panther-Lake-Familie oder den AMD Ryzen 7 8745HX. Als Grafikeinheit kommt die Nvidia GeForce RTX 5070 zum Einsatz.

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Käufer haben die Wahl zwischen zwei Display-Optionen: Ein 2,5K-IPS-Panel mit 180 Hertz und 500 Nits Helligkeit oder ein 2,8K-OLED-Display mit 120 Hertz und beeindruckenden 1.100 Nits Spitzenhelligkeit. Der Einstiegspreis liegt bei umgerechnet rund 2.000 Euro – je nach Konfiguration mit Intel Core Ultra 7 356H oder Ryzen 7 8745HX, 16 bis 32 Gigabyte DDR5-RAM und einer 1-Terabyte-PCIe-Gen5-SSD.

Die Auslieferung erfolgt gestaffelt: Die Topmodelle mit Core Ultra 9 sollen ab dem 27. Mai 2025 verschickt werden. Kunden, die sich für Core Ultra 7 oder die AMD-Varianten entscheiden, müssen bis zum 3. Juli warten. Ersten Tests zufolge liegt die RTX 5070 rund fünf bis zehn Prozent vor ihrem Vorgänger, der RTX 4070.

Dell erweitert Alienware-Lineup – vom Einstiegsgerät bis zum Desktop-Monster

Dell verfolgt eine mehrgleisige Strategie: Der Hersteller aktualisiert die Alienware-Aurora-Desktop-Reihe und bringt gleichzeitig das günstigste Alienware-Notebook aller Zeiten auf den Markt. Der Alienware Aurora mit RTX 5080 ist ab dem 26. Mai für umgerechnet rund 1.750 Euro erhältlich. Zur Ausstattung gehören ein Intel Core Ultra 7 265F, 16 Gigabyte DDR5-RAM und eine 1-Terabyte-SSD, versorgt von einem 1.000-Watt-Netzteil.

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Wer das absolute Maximum sucht, findet es im HP Omen 45L: Dieses Desktop-System mit RTX 5090 und Intel Core Ultra 9 285K, 64 Gigabyte DDR5 und 2-Terabyte-SSD kostet umgerechnet knapp 5.100 Euro.

Im mobilen Bereich senkt Dell die Einstiegshürde: Das Alienware 15 ist ab dem 24. Mai für umgerechnet ab rund 1.220 Euro (AMD Ryzen 5 220) beziehungsweise 1.270 Euro (Intel Core 5 210H) erhältlich. Diese Modelle setzen auf die günstigeren GPUs RTX 4050 oder RTX 5060 und bieten ein 15,3-Zoll-LCD mit 1.920 x 1.200 Pixeln und 165 Hertz.

Bereits auf der CES 2026 hatte Dell ultradünne 14- und 16-Zoll-Modelle mit nur 1,7 Zentimetern Gehäusehöhe angekündigt. Diese sollen mit weißen Tastaturen, RGB-Beleuchtung und microSD-Slot erscheinen.

Workstations und Mini-PCs setzen auf Blackwell-Grafik

Der Umstieg auf die RTX-50-Serie beschränkt sich nicht auf Gaming-Geräte. HP erneuert auch seine ZBook-Workstation-Reihe für professionelle Anwender mit hohem KI-Bedarf. Das 14-Zoll-Modell ZBook 8 G2a mit AMD Ryzen AI Pro startet im Juni zu einem Preis von umgerechnet rund 2.630 Euro. Es unterstützt bis zu 64 Gigabyte DDR5-5600-RAM und eine PCIe-5.0-SSD.

Das größere ZBook X G2i (16 Zoll) setzt auf Intel Panther Lake und Nvidia RTX Pro Blackwell. Der Einstiegspreis liegt bei rund 3.400 Euro, die maximale Konfiguration kann über 9.400 Euro kosten. Die Auslieferung in den USA beginnt am 3. Juli 2026.

Im Mini-PC-Segment bringt Asus den ROG NUC 16 auf den Markt. Der nur drei Liter kleine Rechner beherbergt einen Intel Core Ultra 9 290HX Plus und wahlweise eine RTX 5080 Laptop GPU mit 16 Gigabyte GDDR7 oder eine RTX 5070 Ti mit 12 Gigabyte. Ein spezielles „QuietFlow“-Kühlsystem mit drei Lüftern und einer Dual-Vapor-Chamber hält die Geräuschentwicklung unter 38 Dezibel. Die Markteinführung in Europa wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

Marktanalyse: KI-Leistung als neues Verkaufsargument

Die aktuelle Welle an Neuerscheinungen zeigt einen deutlichen Trend: Die Hersteller setzen zunehmend auf KI-fokussierte Silizium-Architekturen. Intels Panther Lake und AMDs Ryzen AI Pro werden in den neuen Modellen prominent beworben – die AI-TOPS (Tera Operations Per Second) entwickeln sich zum entscheidenden Leistungsmerkmal. Der Asus ROG NUC 16 etwa soll bis zu 1.334 AI TOPS erreichen, unterstützt durch Nvidias DLSS 4.5.

Mit dem Einstiegs-Alienware für umgerechnet rund 1.220 Euro versucht Dell offenbar, Marktanteile im mittleren Preissegment zu gewinnen – einer Domäne, die bisher von Modellen wie dem HP Victus oder Dells eigener G-Serie beherrscht wurde. Gleichzeitig bleibt der High-End-Markt robust: Konfigurationen mit RTX 5090 überschreiten mühelos die 5.000-Euro-Marke.

Der Leistungssprung zwischen den Generationen fällt im mittleren Mobilsegment eher moderat aus. Mit nur fünf bis zehn Prozent Mehrleistung bei der RTX 5070 gegenüber der 4070 setzen die Hersteller verstärkt auf Plattform-Features wie PCIe Gen5, Wi-Fi 7 und verbesserte Display-Technologien, um den Upgrade-Zyklus für Verbraucher attraktiv zu gestalten.

Ausblick auf den Sommer 2026

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die neuen Plattformen die hohen Erwartungen erfüllen können. Nach dem Start der High-End-Omen-15-Modelle am 27. Mai folgt Anfang Juli eine breite Welle an RTX-50-Notebooks. Dieser Zeitpunkt fällt ideal mit dem traditionellen Schul- und Studienstart zusammen, bei dem die neuen Einstiegsmodelle von Alienware und HP voraussichtlich die Verkaufszahlen ankurbeln werden.

Im professionellen Segment wird die Markteinführung der ZBook-Serie im Juni und Juli zeigen, ob die Nachfrage nach Blackwell-basierten mobilen Workstations tatsächlich so groß ist wie erhofft. Analysten erwarten weitere Konfigurations-Updates für bestehende Gehäuse, insbesondere bei Mini-PCs und ultradünnen Notebooks, in der zweiten Jahreshälfte 2026.