Garmin Forerunner 70 und 170: Neue Einsteiger-Modelle mit AMOLED-Display

Garmin stattet seine Einsteiger-Laufuhren mit hellen AMOLED-Bildschirmen und bisherigen Premium-Features wie Training Readiness aus.

Garmin rüstet seine Einsteiger-Laufuhren auf: Die neuen Forerunner 70 und 170 kommen mit hellen AMOLED-Displays und Trainingsfunktionen, die bisher den Premium-Modellen vorbehalten waren.

Der US-Navigationsspezialist hat heute die beiden neuen Modelle vorgestellt. Sie ersetzen die in die Jahre gekommenen Vorgänger Forerunner 55 und 165. Ab dem 15. Mai 2026 sollen die Uhren weltweit verfügbar sein – auch in Deutschland.

Zwei Klassen für unterschiedliche Ansprüche

Mit der Doppelveröffentlichung verfolgt Garmin eine klare Strategie: Die Forerunner 70 wird zum neuen Einstiegsmodell für ambitionierte Hobbyläufer. Die Forerunner 170 hingegen richtet sich an Sportler, die mehr Komfort und Konnektivität wünschen.

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Der auffälligste Unterschied zu den Vorgängern ist das Display. Beide Modelle setzen auf 1,2-Zoll-AMOLED-Bildschirme statt der bisherigen Memory-in-Pixel-Technik. Die Akkulaufzeit bleibt dennoch respektabel: Bis zu 13 Tage im Smartwatch-Modus verspricht Garmin für die Forerunner 70, rund 16 Stunden bei aktiviertem GPS.

Forerunner 70: Premium-Features zum kleinen Preis

Die Forerunner 70 ist der lang erwartete Nachfolger der Forerunner 55 – und ein echter Sprung nach vorne. Sie behält das bewährte Fünf-Tasten-Layout, das Läufer bei intensiven Einheiten oder Handschuhtragen schätzen.

Besonders spannend: Garmin integriert Funktionen, die bisher der teuren Forerunner 970 vorbehalten waren. Dazu gehören die Metriken „Training Readiness“ und „Training Status“. Sie analysieren Erholungszustand und Trainingsbelastung und geben Empfehlungen, ob der nächste Lauf sinnvoll ist oder eine Pause ansteht.

Ein echtes Novum ist die „Quick Workout“-Funktion. Der Läufer gibt lediglich die gewünschte Intensität (Stufe 1 bis 4) und die verfügbare Zeit ein – die Uhr generiert dann passende Trainingseinheiten. Dazu kommen laufspezifische Daten wie Kadenz, Schrittlänge und Bodenkontaktzeit, die direkt vom Handgelenk gemessen werden.

Der Preis liegt bei 249,99 Euro (umgerechnet). Die Uhr erscheint in sechs Farbvarianten, darunter Zitronengelb, Lavendel und Schwarz.

Forerunner 170: Mehr Sensoren, mehr Komfort

Die Forerunner 170 geht einen Schritt weiter. Sie teilt sich das Gehäuse und Display mit der 70er, bietet aber zusätzliche Sensoren: Barometrischer Höhenmesser, Kompass, Gyroskop und Thermometer. Das macht sie zur besseren Wahl für Trailrunner und Wanderer.

Praktisch für den Alltag: Die 170er-Serie unterstützt Garmin Pay für kontaktloses Bezahlen. Die Forerunner 170 Music legt noch einen drauf: Mit 4 GB Speicher lassen sich Musik und Podcasts offline speichern und via Bluetooth-Kopfhörer abspielen – ganz ohne Smartphone.

Die Akkulaufzeit sinkt aufgrund der zusätzlichen Sensoren leicht auf zehn Tage. Dafür steigen die Preise: Die Standard-Version kostet 299,99 Euro, die Music-Variante 349,99 Euro.

Strategische Antwort auf den Wettbewerb

Die Markteinführung kommt zu einem interessanten Zeitpunkt. Erst im April 2026 lief Marathonläufer Sebastian Sawe beim London-Marathon unter zwei Stunden – und trug dabei die betagte Forerunner 55. Das unterstrich die Zuverlässigkeit der Garmin-Technik, zeigte aber auch, wie sehr die Hardware in die Jahre gekommen war.

Branchenbeobachter sehen die neuen Modelle als Reaktion auf die wachsende Konkurrenz. Marken wie Coros, Amazfit und Suunto setzen die etablierten Hersteller zunehmend unter Druck. Die Coros Pace 4 etwa bietet ebenfalls hochwertige Metriken zu günstigeren Preisen.

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Susan Lyman, Garmins Vizepräsidentin für Vertrieb und Marketing, betont: „Wir holen die Trainingsfunktionen unseres Human Performance Labs in eine erschwingliche Preisklasse.“ Die neuen Uhren sollen Einsteigern den Zugang zu einem umfassenden Trainings-Ökosystem ermöglichen – ohne die Kosten der Fenix- oder Forerunner-900-Serie.

Verfügbarkeit und Ausblick

Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Die Auslieferung beginnt am 15. Mai 2026 in den USA, Großbritannien und den Niederlanden. Der deutsche Markt soll kurz darauf folgen.

Der Wechsel von MIP- zu AMOLED-Displays in der Einstiegsklasse zeigt: Garmin setzt nun in allen Preisklassen auf brillante Bildschirme. Die Akkulaufzeiten von zehn bis 13 Tagen bleiben dennoch weit über dem, was herkömmliche Smartwatches bieten.

Ob der Preisaufschlag gegenüber der alten Forerunner 55 Käufer abschreckt, wird sich zeigen. Die neuen Funktionen – besonders Quick Workout und die Erholungsmetriken – machen die Uhren aber zu den vielleicht besten Einsteigermodellen, die Garmin je auf den Markt gebracht hat.