Garmin hat ein kostenloses Software-Update angekündigt, das die Sturzerkennung bei ausgewählten Smartwatches nicht länger auf bestimmte Trainingseinheiten beschränkt, sondern ganztägig verfügbar macht. Die Ankündigung wurde Ende September 2026 verbreitet. Zuvor musste eine passende Aktivität aktiv laufen, damit die Uhr einen Sturz registrieren konnte – künftig funktioniert die Erkennung unabhängig davon, ob gerade trainiert wird.
Betroffene Geräte und Funktionsweise
Das Update richtet sich an die Modelle fēnix 8, Forerunner 570 und 970, Venu 4 sowie vívoactive 6, außerdem an kompatible Edge-Radcomputer. Nutzer können wählen, ob die Sturzerkennung ganztägig oder nur bei ausgewählten Aktivitäten aktiv sein soll.
Wird ein Sturz oder eine Aktivitätspause erkannt, können kompatible Uhren oder Smartphones den Standort an bis zu drei zuvor hinterlegte Kontakte senden. Bevor die Meldung tatsächlich verschickt wird, bleibt ein 30-Sekunden-Fenster, in dem der Vorgang abgebrochen werden kann.
Wird der Sturz nicht bestätigt, geht der Live-GPS-Standort automatisch an die hinterlegten Kontakte. Voraussetzung für den Versand der Standortmeldung ist eine bestehende Kopplung der Uhr mit einem Smartphone.
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Bei Geräten mit LTE-Tarif, etwa fēnix 8 und 9 Pro, kommen weitere Notfallfunktionen hinzu: Sprachnachrichten von bis zu 30 Sekunden Länge, Anrufe und SMS sind möglich, während SOS-Alarme wahlweise über Satellit oder Mobilfunk an den Garmin-Response-Dienst weitergeleitet werden. Ergänzend dazu teilt die LiveTrack-Funktion bei GPS-Aktivitäten den Standort in Echtzeit mit ausgewählten Kontakten.
Sprachsteuerung und Trainingsfunktionen als weitere Neuerungen
Neben der erweiterten Sturzerkennung bringt das Update die Sprachsteuerung „OK Garmin“ auf unterstützte Uhren. Damit lassen sich unter anderem Timer, Aktivitäten oder die Taschenlampe starten, ohne Tasten zu drücken oder das Display zu berühren.
Über die Funktion „Phone Assistant“ lässt sich zudem der Sprachassistent des gekoppelten Smartphones direkt von der Uhr aus öffnen. Bei den Modellen fēnix 8 Pro, Enduro 3 und quatix 8 befindet sich die „OK Garmin“-Funktion Berichten zufolge noch in einer öffentlichen Beta-Phase.
Im Trainingsbereich führt Garmin die Funktion Quick Workout ein, die Laufeinheiten passend zur verfügbaren Zeit und gewünschten Intensität vorschlägt. Venu 4, vívoactive 6 und fēnix 8 erhalten zusätzlich neue Run-Coach-Pläne, wodurch der bislang eingeschränktere Trainingscoach auf weitere Gerätereihen ausgeweitet wird.
Für Radfahrer kommen ein Indoor-Cross-Country-Ski-Profil sowie automatische Anstiegs- und Abstiegsmodi für kompatible Edge-Geräte hinzu; bei den Edge-Enduro-Profilen wechselt das Gerät demnach automatisch zwischen beiden Modi.
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Verteilung des Updates
Der Rollout erfolgt kostenlos, aber gestaffelt und kann sich über mehrere Wochen hinziehen. Nutzer können Installation und Verfügbarkeit über Garmin Connect, Garmin Explore oder Garmin Express prüfen. Ist die Synchronisierung mit Garmin Connect aktiviert, läuft die Installation des Updates automatisch im Hintergrund ab, ohne dass Nutzer manuell eingreifen müssen.
Mit der Ausweitung der Sturzerkennung auf den gesamten Tag reagiert Garmin auf ein zentrales Sicherheitsbedürfnis von Trägern seiner Smartwatches: Notfälle beschränken sich nicht auf sportliche Aktivitäten, sondern können jederzeit auftreten – etwa im Alltag oder unterwegs.
Durch die Kombination aus automatischer Standortweitergabe, einem kurzen Abbruchfenster gegen Fehlalarme und der Anbindung an Notfallkontakte oder den Garmin-Response-Dienst erweitert der Hersteller das Sicherheitsnetz seiner vernetzten Geräte über den reinen Fitnessbereich hinaus.

