Gartner-Zahlen: Macs erreichen 10,5 Prozent Marktanteil trotz Rückgang

Macs verloren weniger Marktanteil als führende PC-Anbieter, während der weltweite Absatz durch höhere Komponentenpreise deutlich zurückging.

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Die weltweite Nachfrage nach Personal Computern steht unter erheblichem Druck, doch Apples Mac-Hardware kann ihren Marktanteil auf globaler Ebene ausbauen. Während der Gesamtmarkt zweistellige Einbrüche verzeichnet, behaupten sich Macs im Wettbewerb und verschärfen das Ringen um Leistungsklassen insbesondere gegenüber High-End-Windows-Notebooks wie dem Surface Laptop Ultra.

Marktforscher beziffern Verschiebung im dritten Quartal 2026

Unterschiedliche Marktbeobachter bestätigen den relativen Zugewinn der Mac-Plattform im dritten Quartal 2026 trotz rückläufiger Stückzahlen im Gesamtergebnis.

Nach vorläufigen Zahlen von Gartner sanken die weltweiten Mac-Auslieferungen um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5,835 Millionen Einheiten. Damit wies der Konzern den geringsten Rückgang unter den sechs führenden Anbietern auf, während der Marktanteil um 1,7 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent kletterte.

Nach vorläufigen Daten von IDC lieferte Apple im dritten Quartal 2026 rund 5,9 Millionen Macs aus, was einem Minus von 11,3 Prozent gegenüber den 6,7 Millionen Einheiten des Vorjahreszeitraums entspricht. Dennoch verbesserte sich Apples Marktanteil von 8,5 Prozent auf 9,5 Prozent, womit der Hersteller Platz 4 belegte.

Das Analysehaus Omdia verzeichnete für das Quartal einen Rückgang der Mac-Auslieferungen um 11 Prozent im Vorjahresvergleich auf rund 6,8 Millionen Einheiten. Dies entspricht einem Marktanteil von etwa 11,7 Prozent und Rang 4 hinter den führenden Anbietern Lenovo, HP und Dell.

In der ersten Jahreshälfte hatte Apple nach Erhebungen von Omdia noch Zuwächse verzeichnet: Im ersten Quartal 2026 stiegen die Mac-Auslieferungen um 5,4 Prozent, gefolgt von 7,3 Millionen Einheiten im zweiten Quartal 2026, was dem stärksten Wachstum der Top-Hersteller entsprach.

Deutlicher Einbruch des weltweiten Gesamtmarkts

Der gesamte PC-Markt verzeichnete im dritten Quartal 2026 drastische Rückgänge. Laut Gartner fielen die weltweiten PC-Auslieferungen im Vergleich zum dritten Quartal 2025 um 22,4 Prozent von 71,301 Millionen auf 55,4 Millionen Einheiten, was dem Niveau von Anfang 2023 entspricht. Im zweiten Quartal 2026 hatte das Minus noch bei 4,9 Prozent gelegen.

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IDC bezifferte die Auslieferungen auf 62,7 Millionen Einheiten, ein Minus von 20,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit damals 78,5 Millionen Einheiten sowie ein Rückgang um 9,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2026. Omdia wiederum ermittelte einen Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen um 21,2 Prozent auf 58,1 Millionen Einheiten, wobei Desktops um 23,5 Prozent auf 11,7 Millionen und Notebooks um 20,6 Prozent auf 46,4 Millionen Einheiten sanken.

Die etablierten Windows-Hersteller mussten überwiegend hohe Verluste hinnehmen. Nach Gartner-Daten hielt Marktführer Lenovo bei 14,993 Millionen Einheiten einen Marktanteil von 27,1 Prozent nach einem Minus von 22,4 Prozent. HP verzeichnete mit einem Minus von 30,9 Prozent auf 10,366 Millionen Einheiten den stärksten Rückgang unter den Top 6 und kam auf 18,7 Prozent.

Dell verbuchte 7,583 Millionen Einheiten und 13,7 Prozent Anteil bei einem Rückgang um 25,4 Prozent. Dahinter folgten Asus mit 4,677 Millionen Einheiten und 8,5 Prozent Marktanteil sowie Acer mit 3,866 Millionen Einheiten und 7,0 Prozent Anteil. Laut IDC verloren Lenovo, HP und Dell zusammen 4,2 Prozentpunkte Marktanteil und fielen von 56,6 Prozent auf 52,4 Prozent.

Preisanstiege und Komponentenengpässe belasten Hersteller

Als Hauptgrund für die Marktlage gelten erhebliche Kostensteigerungen bei Schlüsselkomponenten. Laut Gartner lagen die DRAM-Kosten im zweiten Quartal 2026 fünfmal so hoch wie im Vorjahr, was zu Preiserhöhungen und einer Verschiebung zu teureren Konfigurationen führte.

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Omdia zufolge stieg der Kostenanteil von DRAM und Solid-State-Drives (SSD) an PCs von rund 15 Prozent auf fast 40 Prozent, bei einer Vervierfachung der Speicherpreise und einer Zunahme der Materialkosten um über 40 Prozent.

Auch Endkundenpreise zogen an: Apple erhöhte die Mac-Preise in Deutschland am 25. Juni 2026, beispielsweise für das 13-Zoll MacBook Air von 1.199 auf 1.399 Euro.

Die Branchenausblicke deuten auf anhaltenden Druck hin. Omdia erwartet für das vierte Quartal 2026 einen weiteren Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen um 24 Prozent und für das Gesamtjahr 2027 ein Minus von 7 Prozent.

IDC prognostiziert, dass die PC-Preise wegen knapper Speicherversorgung, hoher Kosten, geopolitischer Spannungen und weltweiter Unsicherheit bis Ende 2027 hoch bleiben dürften. TrendForce geht für 2027 ebenfalls von höheren Notebook-Preisen aus; Prozessoren, Speicher und SSDs machen demnach bei einem 900-US-Dollar-Notebook bereits 68 Prozent der Komponentenkosten aus.

Trotz der Belastungen gewinnen moderne Plattformen an Gewicht: Laut Microsoft-CEO Satya Nadella machen KI-PCs bereits 40 Prozent der PC-Auslieferungen aus, während HP für das Geschäftsquartal bis zum 31. Juli einen Anteil von 46 Prozent meldete.