Garuda Nix: Aus Add-on wird eigenständige NixOS-Distribution

Garuda Nix löst das frühere Subsystem ab und bietet zwei Oberflächen, flexible Installationsoptionen sowie tägliche ISO-Builds als Vorabversion.

Garuda Linux hat sein bisheriges „Nix-Subsystem“ in Garuda Nix umbenannt und damit ein eigenständiges, installierbares NixOS geschaffen. Angekündigt wurde der Schritt von Lead-Maintainer Alexander Reichle-Maschek, bekannt unter dem Pseudonym dr460nf1r3, wie linuxcompatible.org berichtete.

Von Dual-Boot-Add-on zur eigenen Distribution

Das Projekt startete im Mai 2023 zunächst als Dual-Boot-Add-on, das NixOS neben Garuda Linux auf derselben Partition mittels BTRFS-Subvolumes installierbar machte. Mit der Umbenennung zu Garuda Nix vollzieht das Projekt nun den Schritt zur eigenständigen Distribution. Wichtig für die Einordnung: Anders als das reguläre Garuda Linux, das auf Arch Linux basiert, nutzt Garuda Nix NixOS als technisches Fundament, wie linuxiac.com berichtete.

Zwei Editionen mit vertrauten Oberflächen

Nutzer können zwischen zwei Editionen wählen: „Dr460nized“, einer auf Gaming ausgerichteten Sweet-themed Plasma-6-Variante, und „Mokka“ im Catppuccin-Mocha-Design, das laut dem Maintainer mittlerweile recht populär sei. Beide Editionen greifen auf dieselben Dotfiles zurück, die auch die regulären Garuda-Linux-ISOs verwenden und die für NixOS portiert wurden, wie 9to5linux.com berichtete.

Zwar existieren separate ISOs für Dr460nized und Mokka, doch jeder Installer kann beide Desktop-Varianten ausrollen, da die Installation netzwerkbasiert erfolgt und das System während des Vorgangs gebaut wird, wie linuxiac.com berichtete.

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Installation und Konfiguration

Die Installation erfolgt wahlweise über die grafische Calamares-Oberfläche oder das Kommandozeilen-Tool install-garuda-nix. Letzteres bietet Presets für Desktop-, Laptop-, Server- und Handheld-Systeme sowie acht verschiedene Partitionslayouts, die ext4 und BTRFS sowohl verschlüsselt als auch unverschlüsselt via LUKS unterstützen, wie itsfoss.com berichtete. Zusätzlich lässt sich der Kernel auswählen zwischen cachyos, lts oder latest, wie linuxadictos.com berichtete.

Nach der Installation liegt die Konfiguration als Flake unter /etc/nixos vor, ergänzt um garuda-spezifische Modul-Presets. Die Flake-Referenz zeigt dabei standardmäßig auf den stable-Branch, wie itsfoss.com berichtete.

Impermanence und Paketquellen

Ein zentrales Merkmal ist die Impermanence-Funktion: Nicht als persistent markierte Daten werden bei jedem Neustart gelöscht, entweder durch ein BTRFS-Subvolume-Rollback oder durch ein tmpfs-Root bei ext4. Login-Daten bleiben dabei erhalten, da Nutzer- und Root-Passwörter über yescrypt-Hashing in der generierten Konfiguration gespeichert werden. Standardmäßig persistent sind zudem WLAN-Zugangsdaten sowie die individuellen Konfigurationsordner der Nutzer, wie itsfoss.com berichtete.

Als Paketquelle ist Chaotic Nyx, das Nix-Pendant zum bekannten Chaotic-AUR, standardmäßig aktiviert. Es basiert auf dem nixpkgs-Commit 20b1ddd1 und stellt Binärpakete für x86_64, aarch64-linux sowie aarch64-darwin bereit, darunter Pakete wie mesa_git, linux_cachyos und firefox_nightly, wie linuxcompatible.org berichtete.

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Aktueller Stand und Verfügbarkeit

Die aktuellen ISOs von Dr460nized und Mokka tragen die Versionsbezeichnung 26.11 und enthalten KDE Plasma 6.7.5, KDE Frameworks 6.30, KDE Gear 26.08 sowie den Linux-7.2-Kernel. Sie gelten jedoch ausdrücklich als Vorabversionen und sind nicht für den Produktionseinsatz vorgesehen, wie 9to5linux.com berichtete.

Über das Garuda-CI-System entstehen tägliche ISO-Builds; bestehende NixOS-Nutzer können den Installer alternativ direkt über den Befehl nix run aus dem Flake beziehen, wie itsfoss.com berichtete.

Der Quellcode liegt auf GitLab unter der Lizenz GNU GPLv3 und umfasst seit Mai 2023 insgesamt 1.452 Commits, wie linuxcompatible.org berichtete. Weiterführende Dokumentation findet sich unter nix.garudalinux.org, wie linuxadictos.com berichtete.