GDDR7-Knappheit: Grafikkartenpreise steigen, Europa könnte binnen Wochen folgen

Speicherengpässe verteuern Grafikkarten in China; Preisanhebungen in Europa und den USA werden binnen ein bis zwei Wochen erwartet.

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Die Hardwarehersteller ASUS und Gigabyte haben in China die Preise für Grafikkarten der RTX-50-Serie angehoben. Den stärksten Preisanstieg verzeichnen dabei die High-End-Modelle, was auf eine Knappheit von GDDR7-Speicher zurückgeführt wird. Laut einem Bericht vom 23. Oktober 2026 wird eine Ausweitung dieser Preiserhöhungen auf den europäischen und US-amerikanischen Handel innerhalb von ein bis zwei Wochen erwartet.

Preisaufschläge treffen vor allem High-End-Modelle

Die Anpassungen der Hersteller fallen je nach Modell unterschiedlich stark aus. Bei ASUS kletterte der Preis für die RTX 5080 16 GB um 1.000 Yuan. Für die Modelle RTX 5070 Ti 16G, RTX 5070 sowie RTX 5060 Ti 16G verlangt der Hersteller jeweils 200 Yuan mehr.

Die kleineren Ausführungen RTX 5060 Ti 8G und RTX 5060 8G wurden um je 100 Yuan verteuert. Zudem meldeten Berichte Preiserhöhungen bei AMD-Grafikkarten um 100 bis 350 RMB beziehungsweise rund 20 bis 50 US-Dollar.

Gigabyte zog die Preise für die RTX 5080 um 1.200 Yuan an, während die RTX 5070 Ti und die RTX 5070 um 200 Yuan zulegten. Bei der RTX 5060 Ti 16G stieg die höher spezifizierte Variante um 100 Yuan, wohingegen die Basisversion preislich unverändert blieb. Für die RTX 5060 Ti 8G und die RTX 5060 setzte Gigabyte Steigerungen zwischen 70 und 200 Yuan an.

Auf dem chinesischen Markt reagierten auch die Spotpreise deutlich. Der Preis für eine RTX 5080 16 GB kletterte von einer Spanne zwischen 12.700 und 13.500 Yuan auf 14.500 bis 15.000 Yuan, was einem Anstieg von über 2.000 RMB entspricht. Die RTX 5070 Ti 16 GB verteuerte sich von 9.000 bis 9.150 Yuan auf 9.650 bis 9.850 Yuan.

Chinesische Partner und Händler verlangen für die RTX 5080 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 US-Dollar teils ab 1.299 US-Dollar, während die RTX 5070 Ti statt der empfohlenen 749 US-Dollar für 849 bis 900 US-Dollar gehandelt wird. Als Treiber gelten neben der Speicherknappheit auch Spekulationen über ein kommendes 24-GB-Modell der RTX 5080.

Engpässe beim Speicher belasten die Lieferkette

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Hintergrund der Anspannung ist die Fertigung: DRAM-Hersteller priorisieren derzeit High Bandwidth Memory für KI-Beschleuniger und Data-Center-Speicher.

Laut Marktforschern wie TrendForce verlagern Unternehmen wie Samsung, SK hynix und Micron ihre Kapazitäten entsprechend, wodurch das DRAM-Angebot für PCs im kommenden Jahr schrumpfen dürfte. Systemintegratoren meldeten bereits zu Beginn des vierten Quartals 2026 Preissteigerungen beim Speicher um etwa 15 Prozent.

NVIDIA-Finanzchefin Colette Kress nannte im Quartalsbericht Lieferengpässe als Gegenwind für das Gaming-Geschäft im ersten Quartal und darüber hinaus, ungeachtet einer starken Endnachfrage. Während der Auftragsfertiger TSMC bei den Blackwell-GPU-Dies keine Produktionsprobleme meldet, konzentrieren sich die Risiken auf die Speicherversorgung.

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Da NVIDIA Speicherbausteine zusammen mit den GPU-Chips an Board-Partner liefert, entsteht dort ein direkter Flaschenhals. Zudem berichteten Branchenquellen, NVIDIA verschiebe ein geplantes Refresh der GeForce-RTX-50-Reihe, da GDDR7-Kapazitäten zu margenstärkeren Serverprodukten transferiert werden.

Gleichzeitig heizt die Nachfrage aus dem Serverbereich den Markt weiter an. Videos aus China zeigten Werkstätten, in denen Hunderte reguläre Grafikkarten zerlegt und auf kompakte Blower-Designs für KI-Server umgebaut werden.

Parallel dazu erreichen Straßenpreise im US-Handel extreme Niveaus: Das Spitzenmodell RTX 5090 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.999 US-Dollar wird über Onlineplattformen vereinzelt für Summen von über 8.000 US-Dollar gelistet.

NVIDIAs Management wies Gerüchte über eine vorzeitige Einstellung der Karte zurück und betonte, das Modell bleibe in Produktion und werde ausgeliefert, sobald Komponenten verfügbar seien.