Der taiwanesische Hersteller Geekom erweitert sein Portfolio um ein neues Arbeitspferd. Das GeekBook M16 kombiniert einen High-End-Prozessor mit einem üppigen Akku – doch bei Display und KI-Funktionen spart der Hersteller.
Intel Core Ultra 9 trifft auf solide Ausstattung
Im Herzen des 16-Zöllers arbeitet der Intel Core Ultra 9 185H, ein Chip aus dem Jahr 2023. Dazu gesellen sich 16 Gigabyte LPDDR5- oder LPDDR5x-Arbeitsspeicher sowie eine 512 Gigabyte große PCIe-4.0-SSD, die häufig von Kingston stammt. Das Gehäuse aus Aluminiumlegierung hält das Gewicht bei rund 1,7 Kilogramm – beachtlich für ein Gerät dieser Größe.
Doch wer auf moderne KI-Funktionen hofft, wird enttäuscht. Die integrierte Neural Processing Unit (NPU) schafft lediglich etwa 11 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde). Damit verfehlt das Notebook die Anforderungen für einen Copilot+-PC, für den Microsoft mindestens 40 TOPS vorschreibt. Wer mehr Leistung und Speicher braucht, greift zum kleineren Schwestermodell GeekBook X14 Ultra: Es bringt 32 Gigabyte RAM und eine 1-Terabyte-SSD in ein nur 999 Gramm leichtes Gehäuse.
Akku: Fast das Maximum für Vielflieger
Der 99,9-Wh-Akku ist das absolute Maximum, das Fluggesellschaften noch erlauben. Die Herstellerangabe von bis zu 24 Stunden Laufzeit entpuppt sich im Praxistest jedoch als Wunschdenken. Unter realistischen Bedingungen hält das Gerät acht bis zehn Stunden durch – ein ordentlicher, aber kein herausragender Wert.
Geladen wird per USB-C mit bis zu 100 Watt. Dem Paket liegt ein kompakter GaN-Ladeadapter (Galliumnitrid) bei. Praktisch: Ein 5-in-1-Dockingstation gehört ebenfalls zum Lieferumfang und erweitert die Anschlussmöglichkeiten. Mit einer Dicke von 19,9 bis 21,9 Millimetern bleibt das M16 trotz des großen Bildschirms einigermaßen transportabel.
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Display: Der größte Schwachpunkt
Hier zeigen sich die deutlichsten Kompromisse. Der 16-Zoll-Bildschirm setzt auf ein IPS-LCD-Panel mit 1920×1200 Pixeln und herkömmlichen 60 Hertz. Tester bemängeln einen leichten Blaustich und eine vergleichsweise geringe Maximalhelligkeit. Zum Vergleich: Die Konkurrenz wie das Colorful iGame M16 Origo bietet 2560×1600 Pixel, 300 Hertz und eine dedizierte NVIDIA RTX 5060.
Auch bei der Ausstattung fehlt es an Details: Die integrierte Kamera kommt ohne Infrarotsensor für die Windows-Hello-Gesichtserkennung aus. Und wer die volle Leistung abruft, hört die Lüfter deutlich arbeiten.
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Preis und Verfügbarkeit
Mit einem regulären Preis von 899 Euro positioniert sich das GeekBook M16 im soliden Mittelfeld. Aktuell gewährt der Hersteller einen Rabatt von zwölf Prozent – gültig bis zum 31. Oktober 2026. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht: Das Dell Pro 5 16 setzt auf AMD Ryzen AI 9 und bietet bis zu 64 Gigabyte RAM, während das Lenovo ThinkPad X1 Carbon Gen 14 mit Intels neuer Panther-Lake-Architektur antritt. Auf Amazon ist das Geekom-Modell derzeit als ausverkauft gelistet.

