GeForce RTX 5080: NVIDIA plant 24 GB VRAM, doch der Marktstart wackelt

Berichte nennen eine 24-GB-Version der RTX 5080 für Januar 2027; fehlende Design-Kits erschweren einen zeitnahen Verkaufsstart.

•

Der Grafikchiphersteller NVIDIA beabsichtigt Berichten zufolge, auf der Fachmesse CES 2027 im Januar eine Neuauflage der GeForce RTX 5080 mit 24 GB VRAM vorzustellen.

Wie der Branchendienst notebookcheck.net unter Berufung auf den Leaker Moore’s Law Is Dead (MLID) meldete, soll die Grafikkarte das bisherige Speicherangebot für Oberklasse-Modelle deutlich ausbauen. Beobachter werten diesen Schritt als Reaktion auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Videospeicher für moderne Gaming-Anwendungen und lokale Rechenmodelle.

Ankündigung als Paper-Launch und technische Details

Laut Berichten von pkrevenue.com sei für den Januar 2027 zunächst ein reiner Paper-Launch vorgesehen. Dies würde bedeuten, dass die Ankündigung der Hardware ohne unmittelbare reale Verfügbarkeit im Handel erfolgt.

Technische Berechnungen deuten darauf hin, dass NVIDIA auf neue 3-GB-GDDR7-Module setzt. Dadurch lässt sich bei einem unveränderten 256-Bit-Speicherinterface die Gesamtkapazität gegenüber Modellen mit 16 GB um 50 Prozent auf 24 GB erhöhen. Derartige Speicherkonfigurationen zielen darauf ab, anspruchsvolle Spiele in sehr hohen Auflösungen sowie Berechnungen künstlicher Intelligenz zu unterstützen.

Branchenberichten von gamegpu.com zufolge könnte die neue Variante ohne den Namenszusatz „Super“ auf den Markt kommen, während die gesamte Serie der RTX-50-Super-Modelle dem Vernehmen nach praktisch gestrichen sei.

Gleichzeitig kursieren im Umfeld unbestätigte Berichte über bis zu vier theoretische Super-Ableger, darunter eine RTX 5060 SUPER mit 12 GB, eine RTX 5070 SUPER mit 18 GB, 6.400 CUDA-Cores und 275 W sowie eine RTX 5080 SUPER mit 24 GB und 415 W Leistungsaufnahme. NVIDIA selbst hat zu diesen CES-Plänen bislang keine offizielle Bestätigung abgegeben.

Verzögerungen bei der Fertigung und den Board-Partnern

Ein tatsächlicher Marktstart zur Messe im Januar steht jedoch unter Vorbehalt. Wie 3dsinifi.com unter Berufung auf TechPowerUp und BenchLife am 2. November 2026 berichtete, haben NVIDIAs Board-Partner (AIB) die notwendigen Design-Kits für die RTX 5080 mit 24 GB noch nicht erhalten. Diese Kits umfassen üblicherweise den eigentlichen GPU-Die, der von TSMC gefertigt wird, sowie passende Speichermodule.

Ursprünglich war die Verteilung der Dokumente und Komponenten für Oktober 2026 vorgesehen, blieb bis zum Monatsende jedoch aus. Da Hersteller nach Erhalt der finalen Spezifikationen mindestens sechs Wochen Vorlaufzeit bis zur Auslieferung serienreifer Grafikkarten benötigen, wird ein rascher Verkaufsstart Anfang 2027 zunehmend unwahrscheinlich. Zusätzliche Engpässe bei Leiterplatten und weiteren Bauteilen belasten die Fertigungskette weiter.

Preisentwicklung und angespannte Marktlage

Hinsichtlich der Preisgestaltung spekuliert MLID über eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 1.500 US-Dollar, was rund 1.332 Euro entspricht. Sollten die Liefermengen angesichts des anhaltenden KI-Booms knapp bleiben, erwarten Branchenbeobachter im Podcast Broken Silicon 386 reale Straßenpreise zwischen 2.200 und 4.000 US-Dollar.

Für das Jahr 2027 werden zudem Profi-Beschleuniger wie die RTX 6000 Pro für 30.000 US-Dollar oder eine stark limitierte RTX 6090 mit einem Listenpreis von 3.000 US-Dollar und realen Kosten von bis zu 10.000 US-Dollar kolportiert.

Die Lage auf dem bestehenden Grafikkartenmarkt bleibt derweil unübersichtlich. Im US-Onlineshop von NVIDIA waren Spitzenmodelle wie die RTX 5080 und RTX 5090 zwischenzeitlich nicht gelistet, da das Unternehmen Produkte bei Lieferengpässen temporär entfernt.

Ein Sprecher des Unternehmens stellte dazu klar, dass die Bestände zwar stark limitiert, die Modelle jedoch nicht eingestellt seien. Ob die neue 24-GB-Variante letztlich zwischen Dezember 2026 und Januar 2027 oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erscheint, bleibt vorerst offen.