Nvidia hat mit der Veröffentlichung des GeForce Game Ready Treibers 621.01 die Unterstützung für Microsofts Advanced Shader Delivery auf allen Grafikkarten der RTX-Serie freigeschaltet. Die Technologie verlagert die rechenintensive Kompilierung von Shadern in die Cloud, sodass passende Datenpakete für spezifische Hardware- und Treiber-Kombinationen direkt heruntergeladen werden.
Kürzere Ladezeiten durch vorkompilierte Shader-Pakete
Nach Angaben von Nvidia entfällt durch die vorab berechneten Shader eine Wartezeit von bis zu 30 Minuten, die bisher häufig beim ersten Spielstart sowie nach Treiber-Aktualisierungen anfiel. Auf der Informationsseite zum Treiber 621.01 beziffert Nvidia die Verfügbarkeit der passenden Shader-Dateien auf fast 100 Prozent der Fälle.
Wie Microsoft zum Start der Technologie erklärte, zielt das System darauf ab, Spiele durch die Bereitstellung während des Spieledownloads spürbar schneller starten zu lassen und anfängliche Ruckler während des Spielablaufs weitgehend zu beseitigen. Zuvor war die cloudbasierte Shader-Kompilierung lediglich auf AMD-Karten verfügbar und kam zuerst auf Handheld-Geräten wie dem ROG Ally und dem ROG Ally X zum Einsatz.
Technische Voraussetzungen und Integration in Windows
Andrew Burnes von Nvidia legte dar, dass die Shader mithilfe von DirectX 12, Windows 11 und dem Microsoft Agility SDK in einer sogenannten State Object Database für hunderttausende Hardware- und Treiber-Kombinationen in der Microsoft-Cloud vorbereitet werden.
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Für die Nutzung von Advanced Shader Delivery gelten bestimmte Systemanforderungen: Vorausgesetzt werden das Betriebssystem Windows 11 sowie die installierte Xbox-App für PC. Über diese Anwendung werden die vorab berechneten Daten zusammen mit den Titeln heruntergeladen. Der Mechanismus funktioniert nach Unternehmensangaben auch bei Spielen auf der Plattform Steam, vorausgesetzt, die Xbox-App ist auf dem System installiert.
Das Spieleangebot für das neue Verfahren ist zum Start begrenzt. Bislang unterstützen zwei Titel die Technik: Call of Duty: Modern Warfare 4, dessen Vollstart inklusive Mehrspielermodus für den 23.10.2026 angesetzt ist, sowie Gears of War: E-Day.
Weitere Optimierungen und Fehlerbehebungen
Neben der Shader-Technologie bringt die Treiberversion 621.01 Anpassungen für DLSS und RTX in mehreren Spielen mit, darunter Phantom Blade Zero, Call of Duty: Modern Warfare 4, NBA 2K27, Cyberpunk 2077 sowie Crimson Desert Enhanced.
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Zudem behebt das Update diverse Softwareprobleme. Beseitigt wurden Abstürze in Wuthering Waves bei gleichzeitiger Nutzung von DLSS Frame Generation und Freestyle, in Star Citizen unter der Vulkan-Schnittstelle sowie in Surviving Mars: Relaunched.
Weitere Korrekturen betreffen Bildfehler: So wurden schwarze Blitze auf Bildschirmen mit QHD-Auflösung und 360 Hertz, eine Limitierung auf 320 Bilder pro Sekunde bei 360-Hertz-G-SYNC-Pulsar-Monitoren sowie ein Flimmern auf den Modellen ASUS ProArt P16 und P14 adressiert.
Ebenfalls behoben wurden ein Einfrieren der Verbindung über Meta Horizon Link per USB und Dimmprobleme bei Notebooks von Asus, die nach der Treiberreihe R620 aufgetreten waren.

