Gemini 2.0: Google und Samsung automatisieren Arbeitsabläufe in 40+ Apps

Samsung und Google präsentieren auf dem Galaxy Unpacked Event eine erweiterte Gemini-KI für über 40 Apps und neue Foldables.

London – Google und Samsung haben auf dem Galaxy Unpacked Event eine neue Ära der KI-Integration eingeläutet. Die Unternehmen stellten am Dienstag in London eine erweiterte Version des Gemini AI-Assistenten vor, der nun deutlich mehr Aufgaben eigenständig erledigen kann. Im Zentrum steht die Automatisierung von Arbeitsabläufen über verschiedene Apps hinweg.

Von sechs auf über 40 Apps: Gemini lernt dazu

Bisher beschränkte sich die Task-Automation von Gemini auf lediglich sechs Anwendungen. Das ändert sich jetzt grundlegend: Mehr als 40 Apps werden unterstützt, darunter bekannte Plattformen wie Etsy und Expedia. Der KI-Assistent versteht den Kontext des Bildschirms und kann komplexe Abläufe ausführen – vom Buchen einer Reise über das Bestellen von Essen bis zum Ticketkauf.

Die Funktionen stehen zunächst in den USA und Südkorea zur Verfügung. Auf dem neuen Galaxy Z Flip8 lässt sich Gemini durch langes Drücken des Power-Buttons auf dem Flex Window aktivieren. Die Galaxy Z Fold8-Serie bietet eine tiefere Integration in die Hauptoberfläche.

Neue Hardware für die KI-Revolution

Die Software-Ankündigung fällt mit der Einführung neuer Samsung-Flaggschiffe zusammen. Die Geräte sind die ersten, die Gemini Nano 4 nutzen – eine auf dem Gemma 4-Modell basierende KI, die direkt auf dem Smartphone läuft. Sie unterstützt über 140 Sprachen und bietet verbesserte multimodale Fähigkeiten.

Die technischen Daten lesen sich beeindruckend: Das Galaxy Z Fold8 und Fold8 Ultra setzen auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 für Galaxy, gepaart mit 12 oder 16 Gigabyte RAM. Das Galaxy Z Flip8 kommt mit dem Exynos 2600-Prozessor und ebenfalls 12 GB RAM. Vorbestellungen sind bereits möglich, der offizielle Verkaufsstart ist für den 7. August geplant.

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Gemini Notebook: Aus NotebookLM wird ein echtes Arbeitstier

Die Partnerschaft bringt auch Gemini Notebook hervor – eine Weiterentwicklung des bisherigen NotebookLM. Die App ist auf den neuen Foldables vorinstalliert und dient der Recherche und Dokumentenanalyse. Käufer der neuen Geräte erhalten zudem ein sechsmonatiges Probeabo von Google AI Pro, inklusive fünf Terabyte Cloud-Speicher.

Die KI-Integration erstreckt sich auch auf Samsungs Software-Ebene One UI 9. Neue Funktionen wie „Now Brief“ und „Now Nudge“ sowie ein KI-Assistent-Dashboard sollen den Alltag erleichtern. Letzteres zeigt Nutzern, wie sie mit dem digitalen Helfer interagieren.

Wearables und smarte Brillen: KI am Handgelenk und vor den Augen

Das Gemini-Ökosystem wächst auch in die Wearable-Welt hinein. Auf der neuen Galaxy Watch9 lässt sich der KI-Assistent durch einfaches Anheben des Handgelenks aktivieren. Doch das ist nicht alles: Google und Samsung gaben Details zu den kommenden Android XR-Smartglasses bekannt, die in Zusammenarbeit mit Gentle Monster und Warby Parker entwickelt werden.

Die intelligenten Brillengläser, die sich per Handgesten steuern lassen, sollen im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Sie bringen Geminis kontextbezogene Intelligenz in ein freihändiges Format und bauen auf den multimodalen Fähigkeiten der Smartphone-Reihe auf.

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Wechsel erleichtert: Bessere Migration vom iPhone

Neben den Hardware- und KI-Neuheiten hat Google auch Verbesserungen am nativen iPhone-zu-Android-Migrations-Tool in Android 17 vorgestellt. Die aktualisierte Version unterstützt mehr Datentypen beim Wechsel zwischen den Betriebssystemen – darunter WLAN-Zugangsdaten, Passwörter und eSIM-Profile. Das soll den Umstieg für neue Galaxy-Nutzer spürbar vereinfachen.