Gleich mehrere Großprojekte zeigen, wie sich die Arbeitswelt verändert.
Prasar Bharati setzt auf KI-Kompetenz
Der indische öffentlich-rechtliche Rundfunk Prasar Bharati startete heute eine dreitägige Schulungsoffensive für seine Mitarbeiter. Bis Freitag lernen Redakteure von Doordarshan und All India Radio den Umgang mit generativen KI-Plattformen wie ChatGPT, Gemini, Claude und Microsoft Copilot. Parallel dazu stehen fortgeschrittene Excel-Techniken auf dem Lehrplan – darunter Power Query und Dashboard-Erstellung.
Der Vorstoß ist kein Einzelfall. Bereits am Montag führte das Florida Institute of CPAs ein spezialisiertes Curriculum für Buchhalter ein. Im Fokus: XLOOKUP, SUBTOTAL und dynamische Array-Formeln. Auch die Bildungsplattform DataCamp aktualisierte ihre Kurse am Sonntag mit neuen Lektionen zu PivotTables und Prognosemodellen.
Warum SUMIFS das neue SUMIF ist
Experten raten zunehmend von veralteten Excel-Funktionen ab. SUMIFS löst SUMIF als Standard ab – der Grund: Die neuere Funktion verarbeitet mehrere Kriterien gleichzeitig und bleibt auch bei wachsenden Tabellen wartbar.
Für Analysten hat sich ein Kern-Set an Funktionen als Industriestandard etabliert:
- XLOOKUP und die Kombination aus INDEX und MATCH für große Datensätze
- PivotTables zur Datenaggregation, vorausgesetzt saubere Aufbereitung mit eindeutigen Kopfzeilen
- Power Query für Datentransformation, ergänzt durch UNIQUE und FILTER für dynamische Arrays
Während Profis bereits auf SUMIFS und Power Query setzen, verschwenden viele Anwender im Büroalltag noch wertvolle Zeit mit veralteten Methoden. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Formeln und Tabellen endlich kinderleicht meistern. Excel-Profi in kürzester Zeit: Jetzt den schnellsten Weg entdecken
KI-Assistenten erobern die Tabellen
Einen Quantensprung meldet AlphaSense: Seit gestern stehen native KI-Assistenten für Excel und PowerPoint zur Verfügung. Die auf SuperAnalyst basierenden Werkzeuge automatisieren die Erstellung von Finanzmodellen und Memos – Marktinformationen werden direkt in die Arbeitsumgebung integriert.
Microsoft wiederum baut seine KI-Infrastruktur um. Das Unternehmen ersetzt in Excel und Outlook schrittweise Drittanbieter-Modelle durch eigene „MAI“-Modelle. Aktuell verarbeiten diese wöchentlich zehntausende Anfragen – ein Schritt zur Kostensenkung.
Google erweitert derweil die KI-Funktionen in Google Sheets. Berechtigte Workspace-Nutzer können seit heute mit Gemini Budgetplaner, Reisevorlagen und komplexe Formeln per Sprachbefehl erstellen. Allerdings mit Einschränkungen: Während Gemini bei allgemeinen Aufgaben eine Erfolgsquote von 82,4 Prozent erreicht, sinkt die Genauigkeit bei komplexen Datenaggregationen auf rund 33 Prozent.
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Sicherheit und Infrastruktur im Fokus
Die zunehmende Digitalisierung erfordert robuste Sicherheitsmaßnahmen. Microsoft veröffentlichte heute sein Juli-Patch-Update und schließt 570 Sicherheitslücken in Windows und Office – darunter 61 kritische Schwachstellen. Für Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, sind diese Updates Pflicht.
Google verschob unterdessen den Start seines Gemini 3.5 Pro-Modells leicht. Der Release erfolgt nun am Freitag. Grund ist eine grundlegende architektonische Überarbeitung, die die Argumentationsfähigkeit und Bildqualität verbessern soll. Das Modell wird in 230 Ländern verfügbar sein – und dürfte die Art, wie Nutzer mit Daten interagieren, weiter verändern.

