Google DeepMind hat bestätigt, dass sein kommendes KI-Flaggschiffmodell Gemini 4 in die frühe Phase des Post-Trainings eingetreten ist. Eine Veröffentlichung werde deutlich vor Ende 2026 angestrebt, teilte das Unternehmen mit.
Kavukcuoglu kündigt schnelle Iteration an
DeepMind-Chef Koray Kavukcuoglu äußerte sich beim AI Agenda Live Summit zum Zeitplan des neuen Modells. Demnach befinde sich Gemini 4 aktuell in der frühen Post-Training-Phase. Google wolle eine frühe Post-Training-Version möglichst bald veröffentlichen und danach schnell iterieren.
Ziel sei eine Veröffentlichung „viel früher“ als Ende 2026, ein konkretes Datum nannte Kavukcuoglu jedoch nicht. Das Post-Training solle vor allem die Zuverlässigkeit und das konsistente Verhalten des Modells verbessern.
Das Pre-Training von Gemini 4 hatte bereits am 21. Juli 2026 begonnen. Bereits beim Start von Gemini 3.6 Flash im Juli 2026 hatte Google mitgeteilt, mit dem Pretraining für Gemini 4 begonnen zu haben. Gemini 4 soll das erste neue Flaggschiffmodell seit der Gemini-3-Serie Ende 2025 sein und laut Google „signifikant größer“ als seine Vorgänger ausfallen.
Inhaltlich soll das Modell auf Coding, autonome Agenten und langfristige agentische Workflows ausgerichtet sein. Angaben zu Architektur, Parameterzahl, Preis oder Benchmarks machte Google bislang nicht.
Google DeepMind hat bestätigt, dass Gemini 4 in die frühe Post-Training-Phase eingetreten ist — die Veröffentlichung wird deutlich vor Ende 2026 angestrebt. Wer seine KI-Roadmap für 2026 planen muss, findet in diesem kostenlosen Report den aktuellen Modell-Vergleich und eine Checkliste für die Auswahl. Jetzt kostenlosen KI-Strategie-Report anfordern
Intern nutzen Google-Ingenieure Gemini 4 bereits mit dem Coding-Tool Antigravity und testen dabei Sicherheitsvorkehrungen. Zur Debatte um eine mögliche Verlangsamung der KI-Entwicklung erklärte Kavukcuoglu, diese sei nicht nötig, da Sicherheit parallel aufgebaut werde – Google sehe sich weiterhin sicher an der Spitze der Branche. Zudem sagte er, DeepMind könne mit seiner Modellarbeit den Bedarf für die nächsten zwei bis drei TPU-Generationen mitplanen.
Konkurrenzdruck durch OpenAI und Anthropic
Der Zeitplan für Gemini 4 kommt inmitten wachsenden Wettbewerbsdrucks. Laut Berichten liegt Google im Wettlauf um die leistungsfähigsten KI-Modelle derzeit hinter Anthropic und OpenAI, die beide in den vergangenen Wochen neue Modelle vorgestellt haben: OpenAI präsentierte GPT-6 Astra am 3. September 2026, Anthropic stellte Claude Fable 5.1 bereits am 1. September 2026 vor.
Auf dem Intelligence Index v4.3.2 erreicht Googles aktuelles Modell Gemini 3.6 Flash demnach 34,0 Punkte, während Anthropic Opus 5.5 auf 57,6 Punkte kommt, GPT-6 Astra auf 52,7 und GPT-6 Sol auf 47,5 Punkte. Der Rückstand gegenüber Opus 5.5 wird mit 40 Prozent beziffert.
Auf dem Intelligence Index v4.3.2 liegt Googles Gemini 3.6 Flash bei 34,0 Punkten — Anthropic Opus 5.5 erreicht 57,6, GPT-6 Astra 52,7. Wer auf ein einzelnes Modell setzt, trägt dieses Rückstandsrisiko mit. Dieser Report liefert eine Roadmap für agentische Workflows, die Modellwechsel übersteht. Roadmap für agentische Workflows sichern
Der Konkurrenzdruck spiegelte sich auch am Aktienmarkt wider: Die Alphabet-Aktie legte im Übernachthandel um 0,6 Prozent zu, nachdem sie am Mittwoch zum Handelsschluss um 3,8 Prozent gefallen war. Über zwei Sitzungen hinweg hatte das Papier knapp 5 Prozent verloren, wobei laut Bericht auch die Konkurrenz durch Metas KI-Anwendung Muse zu den belastenden Faktoren zählte.
Unabhängig von der Gemini-4-Entwicklung brachte Google zudem die Sprachmodelle Gemini 3.8 Flash TTS und Gemini 3.8 Flash-Lite TTS heraus. Letzteres ist laut Unternehmensangaben für kostengünstige Anwendungen mit hohem Volumen vorgesehen.

