Gemini Go: Google bringt KI auf Smartphones mit 2 GB RAM

Google bringt mit Gemini Go generative KI auf Einsteiger-Smartphones und ersetzt den alten Assistant auf Android-Go-Geräten.

Google bringt generative KI auf günstige Smartphones – Gemini Go ersetzt den alten Assistant auf Android-Go-Geräten.

Der Suchmaschinenriese hat mit Gemini Go eine abgespeckte Version seines KI-Modells vorgestellt, die speziell für Einsteiger-Smartphones entwickelt wurde. Die neue Software läuft auf der Android-Go-Plattform und benötigt lediglich zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Damit bringt Google erstmals generative KI in die preisgünstigste Geräteklasse – ein strategischer Schritt, der den Zugang zu moderner KI-Technologie weltweit demokratisieren soll.

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Was Gemini Go kann

Das schlanke Sprachmodell ersetzt auf kompatiblen Geräten den bisherigen Google Assistant Go als Standard-Digitalassistenten. Die Funktionen umfassen die wichtigsten Mobilfunk-Operationen: Telefonate führen, Nachrichten versenden und Navigation über Google Maps. Auch alltägliche Aufgaben wie die Restaurant-Suche, das Stellen von Weckern oder die Kalenderverwaltung sind möglich.

Der Rollout begann Anfang Juni 2026 und erfolgt schrittweise. Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, das hauseigene Ökosystem zu stärken. Denn selbst Nutzer mit schwächerer Hardware sollen Zugang zu modernen KI-Werkzeugen erhalten – ein entscheidender Faktor in Schwellenländern, wo Android-Go-Geräte besonders verbreitet sind.

Pixel-Upgrade mit Multimedia-KI

Parallel zur Einsteiger-Lösung veröffentlichte Google am 21. Juni ein Update für seine Pixel-Serie. Die neue Gemini Omni AI fungiert als Multimedia-Generator: Nutzer können Videos, Bilder und Audioclips per Texteingabe erstellen und bearbeiten. Besonders hervorzuheben ist die Funktion zur Generierung eigener Soundtracks.

Weitere Neuerungen im Pixel-Update:

  • Voice Translate: Echtzeit-Übersetzung für sieben Sprachen, optimiert für das Pixel 10a
  • Bubbles: Multitasking-Funktion für schwebende Fenster jeder App
  • Screen Reactions: Aufnahme von Reaktionsvideos während der Bildschirmaufzeichnung

Diese Entwicklungen folgen auf das Android-17-Update vom 16. Juni 2026, das Gemini tiefer im Betriebssystem verankert. Eine neue Speicherfunktion merkt sich Nutzerpräferenzen und ermöglicht so persönlichere Assistenz.

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Systemintegration mit Hürden

So sehr Google Gemini ausweitet – der Übergang vom klassischen Google Assistant verläuft nicht reibungslos. Berichte aus dem Juni 2026 zeigen: Gemini tut sich bei Routineaufgaben wie Timer-Stellung oder To-do-Listen schwerer als sein Vorgänger. Analysten führen das auf die grundlegend andere Funktionsweise zurück: Als großes Sprachmodell versucht Gemini, Absichten konzeptionell zu verstehen, statt auf direkte Befehlszuordnungen zurückzugreifen. In manchen Fällen weicht das System auf Google Keep für Listen aus, obwohl der Nutzer eine andere App bevorzugt.

Google integriert Gemini auch in ältere Smart-Home-Hardware. Unterstützt werden Geräte wie der Nest Hub von 2018, der Nest Hub Max von 2019 und die Nest Doorbell von 2021. Live-Kamerabilder und verbesserte Smart-Home-Steuerung sind möglich – einige Premium-Funktionen bleiben jedoch hinter einer Bezahlschranke.

Ausblick: Leistungsstarke KI für Flaggschiffe

Für rechenintensive KI-Operationen – etwa autonome Agenten – plant Google weitere Updates für den Spätsommer 2026. Diese High-End-Funktionen werden voraussichtlich mindestens zwölf Gigabyte RAM voraussetzen. Die klare Trennung zwischen dem leichten Gemini Go und den Premium-Diensten für Flaggschiff-Geräte bleibt damit bestehen.