Gemini: Google öffnet KI-Bildgenerator für 900 Millionen Nutzer

Google öffnet personalisierte Bildgenerierung für alle US-Nutzer, während Europa aufgrund der DSGVO ausgeschlossen bleibt. Neue Geschäftsfunktionen ergänzen das Angebot.

Ab sofort können auch Nutzer der kostenlosen Version personalisierte Bilder erstellen – zumindest in den USA. In Europa bleibt die Funktion vorerst gesperrt.

Personalisierte Bilder für alle – außer in Europa

Seit dem 29. Juni 2026 stellt Google seine Nano-Banana-Technologie für alle berechtigten Nutzer in den USA kostenlos zur Verfügung. Die KI greift dabei auf persönliche Daten aus Gmail, Google Fotos, YouTube und die Suchhistorie zurück, um maßgeschneiderte Bilder zu generieren. Bislang war diese Funktion den zahlenden Abonnenten der Tarife Plus, Pro oder Ultra vorbehalten.

Die Nutzung ist freiwillig und erfordert eine aktive Zustimmung. Jugendliche ab 13 Jahren können Bilder erstellen, für Bearbeitungsfunktionen gilt eine Altersgrenze von 18 Jahren. Kostenlose Nutzer müssen allerdings mit Nutzungslimits rechnen.

Der Grund für den europäischen Ausschluss liegt auf der Hand: Die strengen Datenschutzregeln der DSGVO lassen eine solche Verarbeitung persönlicher Daten derzeit nicht zu. Google hatte auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2026 beeindruckende Zahlen präsentiert: 900 Millionen monatlich aktive Nutzer – ein Anstieg von 150 Millionen innerhalb weniger Monate.

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Neue Produktivitätswunder für Geschäftskunden

Parallel dazu hat Google eine automatische Notizfunktion für Google Meet gestartet. Abonnenten der Tarife Google AI Pro und Ultra sowie ausgewählte Workspace-Geschäftskunden erhalten ab sofort Echtzeit-Transkriptionen und Zusammenfassungen mit identifizierten Aufgaben. Die Protokolle landen automatisch in Google Drive und werden per E-Mail verschickt. Unterstützt werden Englisch, Französisch, Deutsch und Japanisch – allerdings nur für Meetings, die der Abonnent selbst hostet.

Für Administratoren gibt es ebenfalls Neuerungen: Kunden der Enterprise-Plus- und Education-Tarife können jetzt Datenstandorte auf Organisationsebene festlegen. Das ermöglicht die Einhaltung regionaler Vorschriften in den USA und der EU.

Die Gemini Enterprise Agent Platform hat zudem Videoanalyse-Funktionen erhalten. Die Modelle Gemini 3.1 Pro und Gemini 2.5 Flash verarbeiten bis zu zehn Videos pro Anfrage – bei einer maximalen Länge von rund 45 Minuten inklusive Audio.

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Blick in die Zukunft: Fernsteuerung und Browser-Integration

Technische Analysen vom 30. Juni 2026 deuten auf weitere Neuerungen hin. Google arbeitet offenbar an einer Fernsteuerungsfunktion für die Gemini-App. Nutzer könnten dann über ihr Smartphone Aufgaben auf dem Desktop-Rechner erledigen – sogar auf Macs. Die Funktion soll den Status verbundener Geräte anzeigen und eine Auswahl bei mehreren Systemen ermöglichen.

Der Chrome-Browser in Version 149 hat bereits eine Auswahlfunktion erhalten: Nutzer können Text oder Bilder direkt auf einem Tab markieren und von Gemini verarbeiten lassen. Diese Integration steht zunächst Pro- und Ultra-Abonnenten in den USA zur Verfügung und umfasst auch verknüpfte Anwendungen für Shopping, Flüge und Kalender. Ein universelles Handelsprotokoll mit mehreren großen Einzelhandelspartnern macht dies möglich.