Gemini: Googles KI-Assistent bekommt neues Werkzeug-Menü

Googles KI-Assistent erhält ein umfassendes Redesign mit vereinheitlichter Werkzeugsteuerung und einem separaten Bereich für experimentelle Funktionen, um die wachsenden Fähigkeiten übersichtlicher zu gestalten.

Googles KI-Assistent Gemini erhält ein umfassendes Update für mehr Übersicht und Kontrolle. Die Neustrukturierung der Benutzeroberfläche auf Smartphones soll den Zugang zu wachsenden KI-Funktionen vereinfachen und experimentelle Features klar kennzeichnen. Das Update rollt derzeit für Android und iOS aus.

Hinter der optischen Überarbeitung steckt eine strategische Weichenstellung. Da Gemini immer tiefer in Dienste wie Google Workspace, Maps und YouTube integriert wird und komplexere Werkzeuge für Kreativität und Recherche hinzukommen, drohte die Bedienung unübersichtlich zu werden. Die neue, skalierbare Menüstruktur soll Nutzer nicht überfordern, sondern einen klaren Rahmen für künftige Erweiterungen bieten.

Einheitliches Design für bessere Bedienung

Die auffälligste Änderung betrifft die Präsentation der Werkzeuge. Auf Android-Geräten erscheinen sie nun in einem von unten eingeblendeten „Tools“-Bereich. Auch für iOS-Nutzer wurde das vorherige Pop-up-Menü durch diese einheitliche „Bottom Sheet“-Lösung ersetzt. Das sorgt für eine konsistente Erfahrung auf allen Plattformen.

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Viele Android-Nutzer übersehen diese 5 Sicherheitsmaßnahmen, mit denen Fremdzugriff und Datendiebstahl verhindert werden können. Gerade bei neuen Gemini-Funktionen, die auf Gmail oder Google Fotos zugreifen könnten, ist es wichtig, App‑Berechtigungen, automatische Backups und die richtige Kontosicherung zu prüfen. Das kostenlose Sicherheitspaket erklärt die fünf wichtigsten Schritte praxisnah, mit klaren Checklisten und Schritt‑für‑Schritt-Anleitungen – ideal für Alltagspersonen, die WhatsApp, Online‑Banking und Cloud-Dienste nutzen. Jetzt Android-Sicherheitspaket kostenlos anfordern

Diese Zentralisierung ist mehr als nur ein neues Layout. Sie bündelt die Steuerung für Verbindungen zu persönlichen Daten und anderen Google-Apps an einem Ort. Für den Nutzer wird so transparenter, wie Gemini mit seinen Informationen interagiert – ein wichtiger Vertrauensbaustein, während die KI immer mächtiger wird. Zusätzlich wurde die „Meine Sachen“-Seitenleiste optisch bereinigt.

„Labs“: Experimentierfeld für KI der Zukunft

Ein zentrales Element des Redesigns ist die neue Sektion für experimentelle Features, markiert mit einem „Labs“-Hinweis. Hier trennt Google bewusst stabile Kernfunktionen – wie Bildgenerierung oder Videocreation – von neuen, sich in Entwicklung befindlichen Fähigkeiten. Nutzer erhalten so frühen Zugang zu Innovationen, können diese aber bewusst aktivieren.

In diesem Experimentierbereich finden Abonnenten der Premium-Pläne etwa einen Schalter für „Persönliche Intelligenz“. Diese Funktion soll Gemini proaktiver machen, indem sie sicher auf Daten aus Gmail oder Google Fotos zugreift. Die klare Kennzeichnung und der Opt-in-Mechanismus geben den Nutzern die Kontrolle über solche personalisierten KI-Fähigkeiten zurück.

Strategie im Wettlauf der KI-Assistenten

Das Redesign ist eine klare Antwort auf ein Branchenproblem: Im Wettrennen um immer mehr Features leiden oft Übersicht und Bedienkomfort. Mit Fokus auf Organisation und Klarheit will Google Gemini nutzerfreundlicher machen – was zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden könnte.

Die Einrichtung der „Labs“-Sektion ist dabei ein geschickter Schachzug. Sie schafft einen offiziellen Kanal, um mit der gesamten Nutzerbasis zu innovieren. Funktionen, die die Grenzen des Möglichen verschieben, können so öffentlich getestet und durch Feedback schnell verbessert werden. Dies beschleunigt den Entwicklungszyklus und schafft Vorfreude in der Community.

Diese Strategie passt zu Entdeckungen in Beta-Versionen der Google-App, die auf kommende „Bildschirm-Automatisierung“ hindeuten. Gemini könnte damit künftig Aufgaben in anderen Apps übernehmen, etwa eine Fahrt buchen oder eine Bestellung aufgeben. Die „Labs“-Sektion ist der ideale Ort, um solche agentenähnlichen Fähigkeiten zu testen.

Grundstein für einen proaktiven KI-Agenten

Das neue Werkzeug-Menü legt das Fundament für Geminis Evolution: vom Chatbot zum integrierten, proaktiven Assistenten. Das skalierbare Design ist für Wachstum gebaut und könnte künftig auch Tools von Drittanbietern aufnehmen.

Die Betonung des Experimentierbereichs lässt eine schnellere Taktung bei Feature-Vorschauen erwarten. „Persönliche Intelligenz“ und Bildschirm-Automatisierung sind erste Vorboten von Googles Ambitionen: eine wirklich agentische KI zu schaffen, die Kontext versteht, Bedürfnisse vorwegnimmt und komplexe Aufgaben über Apps hinweg orchestriert. Das Nutzerfeedback aus den „Labs“ wird den Weg dorthin maßgeblich prägen.

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