Gemini in Chrome Android: Google rollt KI-Assistent für alle US-Nutzer aus

Googles KI-Assistent Gemini ist nun für alle US-Nutzer in Chrome auf Android verfügbar. Auto-Browse erledigt mehrstufige Aufgaben gegen Abo-Gebühr.

Google hat Gemini in Chrome für Android vollständig für alle Nutzer in den USA ausgerollt. Der Zugriff auf den KI-Assistenten erfolgt über ein Symbol in der Toolbar oder über das Drei-Punkte-Menü des Browsers. Der Rollout hatte bereits Ende Juni 2026 begonnen und ist nun für die gesamte US-Nutzerbasis abgeschlossen.

Funktionsumfang von Gemini in Chrome

Nach Angaben von Google übernimmt Gemini in Chrome für Android eine Reihe von Aufgaben direkt im Browser: Der Assistent kann Artikel zusammenfassen, Fragen zu angezeigten Inhalten beantworten und sich mit Kalender und Keep verbinden. Zusätzlich lässt sich Gemini in Chrome mit Gmail und Maps verknüpfen. Über die Bildbearbeitungsfunktion Nano Banana können Nutzer außerdem Bilder direkt im Browser bearbeiten.

Voraussetzung für die Nutzung sind laut Google Android 12 oder höher, mindestens 4 GB Arbeitsspeicher, die Spracheinstellung Englisch-US sowie eine Anmeldung in Chrome. Die Funktion ist derzeit ausschließlich für den US-Markt verfügbar. Nutzer können in den Einstellungen steuern, ob der Seitenkontext der aktuell geöffneten Website in die Gemini-Anfragen einbezogen wird – ein entsprechender Toggle erlaubt das Deaktivieren dieser Funktion.

Auto-Browse übernimmt mehrstufige Aufgaben

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Neben den grundlegenden Assistenzfunktionen bringt Google mit dem Rollout auch Auto-Browse in Gemini in Chrome für Android in die Fläche. Die Funktion ist ebenfalls für alle US-Nutzer verfügbar und soll mehrstufige Aufgaben eigenständig erledigen – etwa das Buchen eines Parkplatzes, die Aktualisierung von Bestellungen oder die Organisation von Reisen.

Auto-Browse ist allerdings nicht kostenlos nutzbar: Die Funktion setzt ein Abonnement der Stufe AI Pro oder AI Ultra voraus. Nutzer mit einem AI-Pro-Abonnement erhalten laut Google bis zu 20 Aufgaben pro Tag, während AI-Ultra-Abonnenten bis zu 200 Aufgaben täglich ausführen lassen können.

Um Missbrauch und Fehlverhalten zu verhindern, hat Google mehrere Sicherheitsmechanismen in Auto-Browse integriert. Dazu zählen eine Überprüfung des geplanten Vorgehens vor der Ausführung, eine gesonderte Bestätigungsabfrage bei sensiblen Aktionen sowie eine Erkennung von sogenannten Prompt-Injection-Versuchen, bei denen Dritte versuchen könnten, die KI über manipulierte Webinhalte zu unerwünschten Handlungen zu bewegen.

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Kontrolle über den Seitenkontext

Auch bei Auto-Browse lässt sich der Seitenkontext gezielt in Prompts einbeziehen, wobei Nutzer über die Chrome-Einstellungen bestimmen können, ob und wie diese Informationen verwendet werden. Damit reagiert Google auf Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Kontrolle, die bei zunehmend autonom agierenden KI-Funktionen im Browser eine wachsende Rolle spielen.

Mit dem vollständigen Rollout von Gemini in Chrome und Auto-Browse positioniert Google sein mobiles Browser-Erlebnis stärker als KI-gestützte Plattform, die über reines Surfen hinausgeht und eigenständig Aufgaben im Namen der Nutzer erledigt. Für Nutzer außerhalb der USA bleibt der Zugriff auf die neuen Funktionen vorerst verschlossen.