Am 26. August 2026 kündigte Google die Einführung von Gemini Intelligence für das Android-Betriebssystem an. Die neue Funktion ist darauf ausgelegt, komplexe Aufgaben automatisiert über verschiedene Anwendungen hinweg auszuführen, darunter etwa Reisebuchungen oder Shopping-Vorgänge.
Um diese KI-gestützte Automatisierung nutzen zu können, stellt das System hohe Anforderungen an die Hardware: Erforderlich sind mindestens 12 GB RAM sowie ein aktueller Flaggschiff-Prozessor.
Zu den ersten Geräten, die diese Technologie unterstützen, gehören das Samsung Galaxy Z Fold8 und Flip8 sowie das Google Pixel 10. Branchenbeobachter äußerten jedoch Kritik an dieser Entwicklung und warnten vor einer möglichen Spaltung des Android-Ökosystems aufgrund der hohen Systemanforderungen.
Integrationen und erweiterte Sprachfunktionen
Im Rahmen des „Made by Google“-Events am 30. August 2026 stellte das Unternehmen zudem weitreichende Integrationen für Gemini vor. Zu den Partnern zählen unter anderem Wix für den Bereich Website-Erstellung, Otter.ai für Meeting-Zusammenfassungen sowie Buchungsplattformen wie OpenTable, Ticketmaster und Get Your Guide. Auch Dienstleister aus den Bereichen Gesundheit und Handwerk, wie Zocdoc, Angi und Thumbtack, sind in das Ökosystem eingebunden.
Parallel dazu führt Gemini Live seit dem 26. August neue Sprachbefehle für Gmail-Aktionen ein. Nutzer können E-Mails per Sprache suchen, zusammenfassen, markieren, archivieren oder löschen.
Während für diese Basisfunktionen kein bezahltes Minimum festgelegt wurde, sind spezifische Dienste an bestimmte Abonnements gebunden: Die Funktion „Daily Brief“ setzt Google AI Plus voraus, während das Tool „Spark“ den Status Google AI Pro erfordert. Der Rollout des Daily Brief ist zudem vorerst auf US-Nutzer ab 18 Jahren beschränkt.
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Expansion im Bereich Suche und Reiseplanung
Google hat zum 31. August zudem seine KI-gestützten Suchergebnisse, die sogenannten AI Overviews, erweitert. Bei ausgewählten Suchanfragen entfällt künftig die Option „Show More“; die Ergebnisse springen stattdessen direkt in einen dedizierten AI Mode.
Wie Google-Vizepräsident Robby Stein bestätigte, umfasst dieser Modus nun auch eine Flugpreisverfolgung in mehr als 180 Ländern sowie eine Hotelbuchungsfunktion. Zu den Partnern gehören Fluggesellschaften wie die Lufthansa Group, Alaska Airlines und American Airlines sowie Portale wie Booking.com und Expedia.
Diese Änderungen in der Suche stoßen jedoch auf Widerstand bei Verlegern, die Umsatzverluste durch sinkende Klickzahlen befürchten. Bereits im September kam es in diesem Zusammenhang zu einer Klage durch Penske Media.
Als Reaktion auf Konsultationen mit der britischen Wettbewerbsbehörde CMA hatte Google bereits Ende Juni zugestimmt, Webseiten eine Opt-out-Möglichkeit aus den AI Overviews einzuräumen. Die CMA verlangt bis März 2027 umfassende Kontrollmöglichkeiten auf Seitenebene sowie detaillierte Klick-Daten.
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Sicherheit und spezialisierte Unternehmenslösungen
Mit der Veröffentlichung der Android 17 QPR2 Beta 4 am 31. August bereitet Google zudem neue Sicherheitsfunktionen vor. Ein neues „Agents-Dashboard“ unter den Privatsphäre-Einstellungen soll es Nutzern ermöglichen, die Aktivitäten von KI-Agenten genau zu verfolgen.
Die Beta-Version enthält darüber hinaus ein Datenprotokoll für den Private Compute Core sowie Vorbereitungen für den sogenannten Halo-Indikator, ein visuelles Element zur Anzeige aktiver KI-Prozesse.
Für den Geschäftskundenbereich startete Google Cloud am 31. August „Gemini Enterprise for Financial Services“. In Kooperation mit Instituten wie der Deutschen Bank und der CME Group bietet der Dienst über 50 spezialisierte Fähigkeiten für den Finanzsektor an, darunter Prozesse für „Know Your Customer“ (KYC) und das Portfoliomanagement. Hierbei kommen Konnektoren zu Datenanbietern wie Moody’s, S&P Global und Factset zum Einsatz.

