Gemini Spark: Google öffnet Premium-KI für 18 Euro monatlich

Google macht seinen Premium-KI-Assistenten Gemini Spark für AI Pro Nutzer zugänglich. Das Abo bietet nun mehr Cloud-Speicher und erweiterte Automatisierungsfunktionen.

Google öffnet seinen leistungsstarken KI-Assistenten für eine breitere Zielgruppe. Der Konzern macht Gemini Spark, bisher der teureren Ultra-Stufe vorbehalten, ab sofort für Abonnenten des AI Pro Plans zugänglich. Für umgerechnet rund 18 Euro monatlich erhalten Nutzer damit Zugriff auf Funktionen, die bislang das Premium-Abo erforderten.

KI mit Eigeninitiative

Gemini Spark läuft auf dem Gemini 3.5-Modell und kann komplexe Aufgaben im Workspace-Ökosystem übernehmen. Der Assistent verfasst E-Mails, protokolliert Meetings und bearbeitet Dokumente in Sheets, Slides und Docs. Dabei arbeitet er rund 50 Prozent schneller als frühere Versionen.

Die Besonderheit: Gemini Spark agiert eigenständig. Der Assistent verwaltet bis zu 15 gleichzeitige Aufgaben und behält 50 aktive Zeitpläne im Blick. Zudem greift er auf Dienste von Drittanbietern wie Canva und Dropbox zu – und natürlich auf Googles eigene Tools wie Keep und Tasks.

Ein macOS-Client und Offline-Funktionen sind ebenfalls Teil des Pakets. Allerdings: Die globale Ausrollung für Ultra-Abonnenten umgeht vorerst mehrere Regionen – darunter den Europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien, die Schweiz und Nigeria. Deutsche Nutzer müssen sich also noch gedulden.

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Fünf Terabyte Speicher inklusive

Mit der Gemini-Spark-Erweiterung hat Google auch den AI Pro Plan aufgewertet. Statt bisher zwei Terabyte erhalten Abonnenten nun fünf Terabyte Cloud-Speicher – geteilt zwischen Gmail, Google Drive und Google Photos. Das entspricht etwa 5.000 Gigabyte oder rund 1,25 Millionen hochauflösenden Fotos.

Hinzu kommen erweiterte Automatisierungsfunktionen für den Chrome-Browser. Gemini kann nun mehrstufige Aufgaben über eine Auto-Browse-Funktion ausführen und Kontext aus dem Web sowie dem persönlichen Gmail-Posteingang ziehen. Die KI fasst Kommunikation zusammen und korrigiert Entwürfe.

Überraschender Bonus: Das 20-Dollar-Abo (rund 18 Euro) enthält jetzt auch eine Home Premium-Mitgliedschaft – Googles Einstieg ins Smart-Home-Geschäft wird so zum Nebenprodukt des Büroalltags.

Vom Notizbuch zur Allzweckwaffe

Die aktuellen Neuerungen sind Teil einer umfassenden Umstrukturierung. Bereits Anfang 2026 benannte Google seine KI-gestützte Notizbuch-App NotebookLM in Gemini Notebook um. Das Tool kann nun KI-generierte Podcasts erstellen und Code in der Cloud ausführen.

Im Mai 2026 folgte eine optische Generalüberholung: Neue Gradienten-Icons für Gmail, Drive, Calendar und Meet ersetzen die alten Container-Designs. Die Symbole skalieren besser auf Tablets und faltbaren Geräten – ein klares Signal, wohin Googles Hardware-Strategie zielt.

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Der lange Weg zur KI-Integration

Die Entwicklung begann bereits 2023, als Google seine Workspace-KI-Funktionen unter dem Namen Duet AI zusammenfasste. „Hilf mir schreiben“ und Meeting-Zusammenfassungen waren damals die ersten Gehversuche. Anfang 2024 legte das Gemini 1.5 Pro-Modell die technische Basis für die heutigen Funktionen – mit einem Kontextfenster, das riesige Datenmengen verarbeiten kann.

2025 folgte die Umbenennung des Geräteortungsdienstes Find My Device in Find Hub mit Ultrabreitband-Unterstützung. Und Ende des Jahres kündigte Google an, dass Gemini for Home den Google Assistant auf Nest-Geräten ersetzen wird. Der Konzern positioniert Gemini damit als zentrale Schnittstelle – fürs Büro und fürs Wohnzimmer.