Gemini Spark: Googles KI-Agent startet weltweit ab August

Google bringt den autonomen KI-Agenten Gemini Spark in 160 Ländern an den Start. Der Dienst ist zunächst für AI-Ultra-Abonnenten verfügbar und übernimmt komplexe Aufgaben in Workspace und Browser.

Google hat sein KI-Angebot Gemini mit einem umfangreichen Update ausgestattet. Der neue Agent „Gemini Spark“ ist ab sofort in über 160 Ländern verfügbar und soll komplexe Aufgaben eigenständig erledigen.

Gemini Spark: Der KI-Agent für den Alltag

Seit dem 1. August 2026 rollt Google den agentischen KI-Assistenten Gemini Spark weltweit aus – auch in Deutschland. Der Dienst richtet sich zunächst an Abonnenten des teuren AI-Ultra-Tarifs, Nutzer des günstigeren AI-Pro-Abos sollen bald folgen. Der Agent kann mehrstufige Aufgaben über Google Workspace, den Chrome-Browser und zahlreiche Drittanbieter-Apps hinweg ausführen.

Besonders bemerkenswert: In den USA, wo der Rollout Ende Juli begann, greift Gemini Spark auf gespeicherte Passwörter in Chrome zu. Der Agent kann sich damit eigenständig auf Websites einloggen und Formulare ausfüllen – etwa um Flüge zu buchen. Google verspricht umfassende Sicherheitsvorkehrungen: Ein Schutz gegen sogenannte Prompt-Injection-Angriffe soll verhindern, dass Dritte den Agenten manipulieren. Zudem muss der Nutzer sensiblen Aktionen und Zahlungen ausdrücklich zustimmen. Unternehmen können die Funktionen über Verwaltungseinstellungen komplett blockieren.

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Da der Dienst cloudbasiert arbeitet, läuft Gemini Spark auch dann weiter, wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Die Kosten für die Nutzung: 19,99 Euro pro Monat für AI Pro, 99,99 Euro für AI Ultra.

Mehr Produktivität am Mac

Der Juli-Update-Zyklus richtet sich vor allem an Desktop-Nutzer – insbesondere an Apple-Kunden. Seit dem 31. Juli wird die Funktion „Speak to Window“ weltweit ausgerollt. Sie erlaubt es, per Fn-Taste Text in beliebige macOS-Anwendungen zu diktieren. Ein optionaler Denkmodus analysiert dabei den aktuellen Bildschirminhalt und liefert kontextbezogene Hilfe.

In den USA testet Google zudem eine Beta-Version von Gemini Spark für den Mac mit erweiterten Automatisierungsfunktionen: Sprachdiktat und direkte Textumschreibung an der Cursorposition sind ebenso dabei wie Integrationen in Canva, Dropbox sowie Googles eigene Apps Tasks und Keep. Der Assistent lässt sich per Tastenkürzel Option+Leertaste aufrufen.

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Die Gemini-App für macOS unterstützt nun auch Sprachinteraktionen und bietet ein neues Avatar-Feature zur Personalisierung. Nutzer außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, Großbritanniens, der Schweiz und Nigerias erhalten Zugriff auf die erweiterten Spark-Funktionen.

Google AI Studio wird eingestellt

Eine strategische Kehrtwende vollzieht Google bei den Entwicklertools: Die geplante eigenständige Android-App für Google AI Studio wird gestrichen – trotz rund 800.000 Vorbestellungen seit der Ankündigung im Mai. Die Funktionen werden stattdessen direkt in die Gemini-Hauptanwendung integriert. Die Web-Plattform für Entwickler bleibt bestehen.

Angetrieben werden die neuen Funktionen von den Modellen Gemini 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite, die schnellere und effizientere Verarbeitung für agentische Aufgaben versprechen.

Zu den weiteren Neuerungen zählen Integrationen mit den Buchungsplattformen Zillow Rentals und Viator sowie die Möglichkeit für US-Nutzer, personalisierte Bilder zu generieren. Für Workspace-Kunden gibt es eine praktische Funktion: Über @-Erwähnungen lassen sich Notizen in Google Keep und Tasks zusammenfassen oder automatisch To-do-Listen erstellen.